Heute waren wir gemeinsam mit den KollegenInnenn von Siemens aus Offenbach und dem SDS der Uni Frankfurt auf der Straße, um gegen die angekündigte Standordsschließung und damit de facto gegen den Abbau von ca. 800 Arbeitsplätzen zu protestieren. Die Stimmung war gut und viele Offenbacher solidarisierten sich mit den KollegInnen von Siemens. Viele freuten sich über unsere Unterstützung.

Allerdings gab es auch andere Stimmen. Einige scheinen nicht einsehen zu wollen, dass der Feind nicht links steht, sondern in der Vorstandsetage sitzt. Thorsten Schäfer Gümbel (SPD) forderte die KollegInnen auf , weiter langen Atmen zu beweisen. Siemens und andere Metallbetriebe „greifen das Erfolgsmodell Deutschlands von der Kooperation des Arbeitgebers mit der Politik und den Arbeitnehmern an.“ Die Managergehälter seien zu hoch, der Gesetzgeber müsste eingreifen und so weiter. Es wurde so getan, als ob die SPD die vergangenen Jahre nichts dazu beigetragen hätte, dem Kapital die Rahmenbedingungen für Entlassungen so angenehm wie möglich zu gestalten. Weitere RednerInnen betonten ihre Solidarität mit den KollegInnen und die Hoffnung darauf, dass das Management sich doch wenigstens ein bisschen rühre. Über eine mögliche Arbeitsniederlegung sowie weiteren Arbeitskampf wurde kein Wort verloren. Die Kundgebung in der Offenbacher Innenstadt wurde mit Hinweisen auf den in der sich Innenstadt befindenden Weihnachtsmarkt und das man dort sein Geld lassen könne beendet…

Wir werden unsere KollegInnen weiter bei dem Kampf um ihren Arbeitsplatz unterstützen und werden weiter Solidarität organisieren! Alles andere als Arbeitskampf ist Augenwischerei. Jede Hoffnung in ein Entgegenkommen des Vorstands und jedes Vertrauen in die SPD bedeutet am eigenen Ast zu sägen. Arbeitskampf heißt Klassenkampf!