Zum 1. Mai sagen wir: Klassenkampf statt Volksgemeinschaft – kein Fußbreit den Faschisten!

Dazu erstellten wir eine Kleinzeitung:

Sind Nazis sozial? So lügen die Faschisten:

Für den 1.Mai ruft die NPD zu einer Großkundgebung vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main auf. Mit dem Motto „Raus aus dem Euro – Gegen Euro und Großkapital“ versuchen sie, sich als Kapitalismuskritiker aufzuspielen und so Menschen für ihre faschistische Ideologie zu gewinnen.

Tatsächlich sind die Faschisten jedoch alles andere als sozial. Sie vertreten nicht die Interessen der ArbeiterInnen, sondern die der Kapitalisten. Dies lässt sich schon an ihrem Aufruf zur 1.Mai-Kundgebung festmachen.

 

„Am 1.Mai sind alle aufrechten Deutschen dazu aufgerufen…“

Bereits im ersten Satz zeigt sich der Rassismus der Nazis: Sie trennen die Arbeiterklasse ausdrücklich in „aufrechte Deutsche“ und Sonstige, wie Ausländer oder linke Deutsche. Diese Spaltung steht den Interessen der ArbeiterInnen jedoch entgegen, denn nur wenn sich alle Beschäftigten, Männer und Frauen, Deutsche und Ausländer gemeinsam für ihre Rechte einsetzen, können Fortschritte erzielt werden. Die Spaltung der Arbeiterklasse schwächt ihre Kampfkraft und spielt so den Kapitalisten in die Hände.

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„Wir wollen aber nicht kontrolliert werden und in Abhängigkeit der Banken leben“

Deutschland wird als Opfer gewissensloser Spekulationen der Banken dargestellt. In Wahrheit ist es jedoch so, dass nicht nur die Banken, sondern genauso die Konzerne für die Krise verantwortlich sind. Auch sind es derzeit nicht die Deutschen, die in Abhängigkeit gebracht werden; vielmehr ist gerade Deutschland die treibende Kraft beim Versuch, andere europäische Staaten wie Griechenland und Spanien zu kontrollieren, indem sie ihnen radikale Sparmaßnahmen aufzwingen.

 

„Wir wollen aber nicht für Griechenland, Spanien und andere Pleitestaaten mit unserem Geld haften“

Mit gezielter Hetze gegen die Staaten, die am meisten unter der Krise leiden, leiten die Nazis das Protestpotential in Deutschland in für das Kapital ungefährliche Bahnen. Statt gegen die Verantwortlichen der Krise, die Banken und Konzerne, vorzugehen, wird die Schuld den „faulen Griechen“ zugeschoben. Dass das Geld aus dem Rettungsschirm nicht den notleidenden Menschen, sondern den Banken und Konzernen zufließt, wird von den Faschisten verschwiegen.

Von den Nazis haben wir also keine Hilfe zu erwarten. Denn wer die Schuld für die Krise auf Minderheiten abschiebt, statt die Banken und Konzerne klar als Verantwortliche zu benennen, handelt gegen die Interessen der Arbeiterklasse.

Deshalb steht für uns der 1. Mai unter der Losung „Klassenkampf statt Volksgemeinschaft!“. Wir wissen, dass die Ziele der der Herrschenden nicht die unseren sind. Die von den Faschisten propagierte Volksgemeinschaft kann nicht funktionieren, wenn es Herrschende und Beherrschte gibt; wenn die Kapitalisten die Arbeiterklasse für ihre Zwecke missbrauchen und ausbeuten.

Nicht die Nationalität eint die Menschen, sondern ihr gemeinsamer Kampf für Freiheit und Menschenrechte. Denn unter der Krise und dem Spardiktat leiden nicht nur Deutsche, sondern die lernende und arbeitende Bevölkerung in ganz Europa. Wenn durch die Sparmaßnahmen der Herrschenden Schulen verrotten, Schwimmbäder und Kinos geschlossen werden und der Nahverkehr immer teurer wird, hilft nur eines: Aktiv werden und gegen die Abwälzung der Krisenkosten auf die arbeitende und lernende Bevölkerung vorgehen – gemeinsam und entschlossen, ohne Nazis.

 

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