Im Zuge des Internationalen Frauenkampftags liefen wir, die SDAJ Marburg, bei der Streik-Demo der ver.di mit.

Die Angestellten dort streiken darum, die selbe Bezahlung wie in öffentlichen Krankenhäusern zu erhalten. Denn das Uni-Klinikum Marburg-Gießen gehört zu 95% der Rhön AG und ist somit die einzige Uni-Klinik in Deutschland, die privatisiert ist. Was aber besonders an diesem Tag war: die Altenhilfe in Wetter streikte mit und das, obwohl sie theoretisch nicht streiken dürften, da ihr Betrieb Teil der Diakonie ist. Schlechte Bedingungen sind aber sicher nicht gottgewollt und Widerstand braucht keine Erlaubnis von den Besitzenden. An dieser Stelle: solidarische Grüße nach Wetter, wir hoffen inständig, dass eure Forderungen erfüllt werden! Auf der Kundgebung selbst sprachen neben der ver.di und dem queerfeministischen Streikbündnis Marburg auch wir. Unsere Rednerin sprach auf dieser Rede an, dass die Befreiung der Frau nur im Sozialismus verwirklicht werden kann.

Doch der Streik war nicht unsere einzige Aktion an diesem Tag, wir begaben uns am Nachmittag auf die städtische Frauentags Demo, um mit der Arbeitsgemeinschaft für gewerkschaftliche Fragen und der DIDF-Jugend gemeinsam in einem Block zu laufen. Der Frauenkampftag hat für uns Kommunistinnen und Kommunisten eine besondere Bedeutung, denn in der bürgerlichen Gesellschaft nimmt die Frau die Rolle der Unterdrückten ein, da sie zu oft ökonomisch abhängig ist vom Mann, unbezahlt Reproduktionsarbeit leisten muss und innerhalb der Gesellschaft unter sexueller Belästigung und anderen Gewaltformen leiden muss. Das heißt im Klartext: Nur wenn die Frau dem Mann gleichgestellt ist, können alle Menschen frei sein.

Der 8. März ist zwar schon vorbei, aber einstehen gegen Sexismus und für Feminismus sollte für uns alle alltäglich sein. Deswegen: bleibt nicht leise, wenn ihr sexuelle Übergriffe im Alltag mitbekommt, setzt euch ein, dass die Benachteiligung der Frau ein Ende findet und bildet euch weiter mit Hilfe feministischer Werke!