„Mit Anstand Abstand halten“

Unter dieser Überschrift veröffentlicht der DGB über ihren Vorsitzenden Reiner Hoffmann, dass der 1. Mai dieses Jahr, zum ersten Mal seit 130 Jahren, ausfallen wird.

Die IG Metall hat sich bereits mit den Arbeitgebern geeinigt keine Lohnkämpfe durchzuführen und auch keine Lohnerhöhungen zu fordern.

Die Gewerkschaftsspitze geht auf Abstand zu den Beschäftigten, im Betrieb schuften und Profite erwirtschaften bleibt kein Problem, während Krise auch mit weniger Geld als im Vorjahr, auf Grund der Inflation. Die sozialpartnerschaftliche Ideologie zeigt erneut und ganz deutlich wie arbeiterfeindlich sie eigentlich ist und dass es eben doch kein „wir“ im Kapitalismus gibt. Der Chef und wir haben nichts gemein, unsere Interessen sind grundverschieden.

Den DGB-Gewerkschaften eine Absage zu erteilen ist aber nicht die richtige Reaktion auf diese lasche und unanständige Unterwürfigkeit! Jetzt erst Recht müssen wir alle in die entsprechend unserem Lebensschwerpunkt geeignete DGB-Gewerkschaft eintreten und von der Basis aus das Klima in den Gewerkschaften verändern und durch kleine Kämpfe, die zu größeren keimen sollen, die sozialpartnerschaftliche Ideologie entlarven und an ihrer Stelle den Klassenkampf erneut in die Gewerkschaften reintragen!

Die Coronakrise, bisher nur schlechtes bringend, hat doch den einen positiven Effekt, dass die hässliche Fratze des Monopolkapitalismus deutlich zu sehen ist. Denn während Existenzen zusammenbrechen, unsere Grundrechte beschnitten und die Verluste der Wirtschaftskrise auf unserem Rücken ausgetragen werden, werden die Monopolkonzerne gerettet mit Steuergeldern. Dagegen müssen wir auf allen Ebenen, in Schule, Betrieb, Gewerkschaft, der Uni und auf der Straße Widerstand leisten!