Die SDAJ Hessen macht am 6.2. ein Treffen für alle interessierten, aktiven Schüler (oder welche, die aktiv werden wollen) in Hessen.
Wann? 6.2.16. 11:45-18:30 Uhr
Wo? DGB Haus Marburg
Was?
11:45-12:00: Warm-Up und Vorstellungsrunde
12:00-14:00: Referat zu den Sparmaßnahmen und der Schulsituation in Hessen und Diskussion, was wir dagegen tun können
14:00-15:00: Mittagessen und gemeinsame Pausengestaltung
15:00-16:00: Runde zum Thema eine „Schule für alle“
16:00-18:00 Workshopphase mit Pause
Workshop 1: Probleme in der SV-Arbeit
Workshop 2:Öffentlichkeit schaffen als Schülervertreter
Workshop 3: Projektwochen als SV organisieren
18:00-18:30: Vorstellen der Workshopergebnisse
Alle interessierten Schüler sind herzlich eingeladen.
Anmelden könnt ihr euch bei euerer SDAJ Gruppe vor Ort oder per Mail unter info@sdaj-hessen.de

GeldIm März 2011 haben die hessischen Bürgerinnen und Bürger abgestimmt. Eine Mehrheit hat sich für die sogenannte „Schuldenbremse“ ausgesprochen. „Schuldenbremse“, weil die derzeitige Krise „uns“ dazu zwingt, zu sparen. Der Bund, die Länder und die Kommunen verschulden sich immer mehr und dem soll damit ein Riegel vorgeschoben werden. Für Soziales und Kulturelles, Bildung und Infrastruktur soll und wird von der hessischen Landesregierung immer weniger Geld ausgegeben, weil dafür eben im Finanzplan keins vorgesehen ist. Schwimmbäder, Spiel- und Sportplätze, Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, öffentlicher Nahverkehr usw. sind von diesen Kürzungen betroffen. Schwimmbäder und Jugendclubs werden geschlossen, Spiel- und Sportplätze werden nicht erneuert, in Krankenhäusern und Schulen wird an Personal gespart und der öffentliche Nahverkehr wird teurer. Nach einem anstrengenden Schultag in einer überfüllten Klasse, steht man vor einem geschlossenen Schwimmbad, verletzt sich auf einem maroden Spielplatz am Bein, steht dann in einer überforderten Klinik an, läuft danach lieber anstatt den zu teuren Bus zu nehmen, um letztendlich doch nicht im geschlossenen Jugendclub den Abend gemütlich verbringen zu können. Klar, etwas übertrieben. Aber Sparmaßnahmen in so grundlegenden und wichtigen Bereichen für Kinder und Jugendliche, für die Nachbarschaft und Gemein12239671_1048236511874050_1817098183994597837_nschaft können einem wirklich den Tag vermiesen. Warum wird uns so der Tag vermiest?

Angeblich sei für diese Bereiche kein Geld vorhanden. Wie kann für so wichtige Dinge kein Geld da sein?

– Afghanistan: über 8,8 Milliarden Euro
– Syrien: mindestens 134 Mio. Euro
– Kosovo: über 154 Mio. Euro.
– Mali: mehrere Mio. Euro
– Bundeswehr: bis 2019 auf 35 Milliarden Euro

Für die sogenannten humanitären Interventionen, Stabilisierungseinsätze, Bundeswehr-Missionen und -Engagements oder ganz einfach für die Kriege hat die deutsche Regierung schnell mal mehrere Milliarden Euro zur Hand. Damit unterstützt sie das Interesse der Rüstungsindustrie, Waffen, Munition und Panzer zu verkaufen. Auch setzt sie schnell mal das wirtschaftliche Interesse von Unternehmen durch, da in diesen Regionen und Ländern Investitionen, Absatzmärkte und Rohstoffe wie Öl, seltene Erden oder wichtige Metalle erwartet werden. Menschenrechte und Demokratie werden als Deckmantel benutzt: das eine Mal ist eine islamistische oder faschistische Regierung oder Organisation ein Partner und wird mit Waffen und Geld unterstützt, das andere Mal muss sie bekämpft werden. Über mehrere tausende tote Zivilisten und Soldaten schaut man dann gerne mal weg. Warum werden für Kriege Milliarden von Euro ausgegeben und tausende Menschen getötet? Weil sie profitabel sind. Und darum werden die Kriege in Mali und Afghanistan verlängert und ausgeweitet, noch mehr Tote fordern und weitere Milliarden an Steuergeldern kosten, die hier fehlen,index um z.B. Schulen, Lehrmaterial, Lehrerinnen und Lehrer zu finanzieren.

– Commerzbank: über 18 Milliarden Euro
– Hypo Real Estate: mindestens 19,1 Milliarden Euro
– Opel: 4,5 Milliarden Euro
– Insgesamt seit 2008: über 236 Milliarden Euro
– HSH Nordbank bis 2021: 2,1 Milliarden Euro

Seit Beginn der Krise wurden hunderte Milliarden Euro für Banken und Konzerne ausgegeben, um sie zu retten. Was ist der Unterschied zwischen einer Pleitebank und einem Pleiteschwimmbad, einem bankrotten Großkonzern und einem bankrotten Jugendclub? Marode Banken oder marode Schulen? Banken und Konzerne sind profitabel. Schwimmbäder, Jugendclubs und Schulen dahingegen sind es nicht, weshalb diese als erstes geschlossen, kaum noch mit Geld unterstützt oder gleich privatisiert werden, sodass man schnell mal ein gewinnbringendes Unternehmen daraus gestalten kann, worum sich die Kommunen dann kaum noch kümmern müssen.

Das Geld ist da! Es wird in Kriege gesteckt, um Rüstungsindustrie und wirtschaftliche Interessen zu unterstützen. Es wird in marode Banken und Konzerne gesteckt, sodass sie wieder mehrere hundert Milliarden Euro an Profit machen können, von dem wir auch so gut wie nichts zu Gesicht bekommen. Das Geld ist da, aber offensichtlich an der falschen Stelle.

In Frankfurt wollen wir uns ab dem 17.01. jeden Sonntag um 17:30 Uhr im DGB Jugendclub (Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77, 10 Minuten laufen vom Hauptbahnhof) treffen, um Engels „Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ zu lesen. Wir freuen uns auf euch!

Wie entstanden eigentlich die ersten Staaten? Gab es schon immer Privateigentum an Produktionsmitteln? War die Familie schon immer über die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau definiert? Friedrich Engels gibt auf diese Fragen, die in der Schule und im Alltag selten thematisiert werden, Antworten. Wer die Welt verändern will, muss sie erkennen. Wer die Welt erkennen will, muss sich mit der Entstehung der heutigen Verhältnisse auseinandersetzen. Wir wollen uns über die nächsten Monate jeden Sonntag zusammensetzen, das Buch lesen und darüber diskutieren. Es enthält viele Denkansätze, die uns unseren Alltag hinterfragen lassen.
Familie wie wir sie heute kennen, Privateigentum und Staat, haben sich im Laufe der Zeit entwickelt. Wie es dazu kam, das wollen wir zusammen mit euch herausfinden.

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images1An unseren Schulen erleben wir zunehmenden Leistungsdruck, Aussortieren nach der 5.Klasse, marode Schulen, zu große Klassen und überforderte LehrerInnen. Chancengleichheit gibt es in unserem Bildungssystem nicht wirklich, man lernt für Prüfungen, den Arbeitsmarkt, nicht aber fürs Leben und unsere Interessen. Schulen werden kaputtgespart. Und was macht die Landesregierung? Sie plant weitere Sparmaßnahmen bei LehrerInnen ab dem nächsten Schuljahr in der gymnasialen Oberstufe, Grundschulen und beruflichen Gymnasien. Im nächsten Jahr sollen in Hessen insgesamt 300 Stellen gestrichen werden. Angebliche Begründung ist, dass man mehr Personal für Inklusion, Deutschunterricht für Flüchtlinge und den Ausbau von Ganztagsschulen braucht. De facto sind es aber Kürzungen, denn die Stellen für Inklusion etc. sind unabhängig von den Kürzungen notwendig und wichtig. Die hessische Ganztagsbetreuung wird durch den sogenannten „Pakt für den Nachmittag“ auch nicht besser. Der „Pakt für den Nachmittag“ ist eine Initiative der Regierungskoalition. In diesem Projekt sollen Land und Schulträger angeblich gemeinsam für ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot an Grundschulen und Grundstufen von Förderschulen sorgen. Ziele seien mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine bessere individuelle Förderung. Spoiler: Diese Ziele werden und wurden nicht erreicht und es gab auch keine ernsthaften Bemühungen, diese Ziele wirklich zu erreichen.Zu wenige Schulen können Ganztagsbetreuung wegen fehlender Infrastruktur anbieten (hierfür wird mal wieder kein Geld ausgegeben) und die Kosten werden wieder auf die Kommunen und die Eltern abgewälzt. Ernsthafte Bemühungen von der Politik sieht man nicht. Wie kann man denn von Bildungsgerechtigkeit reden, wenn die Ganztagsbetreuung wieder vom Geldbeutel der Eltern abhängt?

Situation von Flüchtlingskindern und Inklusion
Flüchtlingen wird der Schulbesuch systematisch verwehrt. Bevor sie zur Schule gehen dürfen, müssen sie monatelang in Flüchtlingsunterkünften ausharren und nur von ehrenamtlicher Seite kommt Hilfe. Hessen ist bundesweit Schlusslicht, was Inklusion angeht und das liegt auch an einer beschissenen Ausbildung der LehrerInnen und daran, dass viel zu wenig Geld dafür ausgegeben wird. Statt aber Geld in Bildung für alle Kinder und Jugendlichen zu investieren, wird so getan, als ob nur Geld für Flüchtlinge da sei. Aber für Banken und Rüstung ist gleichzeitig immer Geld da. Wir werden gegeneinander ausgespielt. Die Probleme löst man aber nicht dadurch, dass man anderswo mehr Probleme schafft. An Grundschulen werden insgesamt 140 Stellen in Hessen gestrichen und für Inklusion wieder neue geschaffen. Ein Taschenspielertrick: Denn Grundschulen müssen weiterhin mit der gleichen Anzahl von Lehrern klar kommen und es bessert sich nichts.

300 StellenstreichungenProtest-gegen-Lehrermangel
Was heißen diese 300 gestrichenen Lehrerstellen jetzt für uns? In Oberstufen werden bspw. 13 Wochenstunden pro 100 SchülerInnen ausfallen. Folgen dieser Stellenstreichungen für die Oberstufe sind des Weiteren weniger Kursangebote, größere Kurse und die Streichung von Angeboten wie AGs. Also könnten ab nächstem Jahr schon an manchen Schulen kein Chemie, Physik oder Musik Leistungskurs mehr angeboten werden und andere Fächer komplett wegfallen. Die Streichungen heißen an großen Gymnasien bis zu vier LehrerInnen weniger. Das Wahlangebot wird eingeschränkt und die Kurse werden zunehmend größer. Statt in der Schule in kleinen Klassen lernen zu können, werden dann immer mehr SchülerInnen auf teure Nachhilfe angewiesen sein. Wahlversprechen der Landesregierung war eine Lehrerversorgung von 104%. Doch durch die Einsparungen wird die Lehrerversorgung allein im nächsten Jahr auf unter 96% sinken. Durch geschickte Rechnungen wird das Sinken der Lehrerversorgung durch die Landesregierung verschleiert. Bei diesen Kürzungen Gymnasien und Grundschulen gegen Flüchtlinge, Ganztagsschulen und Inklusionskinder auszuspielen ist billig. Wir brauchen generell mehr LehrerInnen und eine gute Bildung für alle. Das gegliederte Schulsystem ist schon ungerecht, aber durch weniger Auswahl in der Oberstufe und weniger Lehrer gibt es noch weniger Chancengleichheit.

Fehlende Sanierungindex4smaßnahmen
Das Beispiel dieser Kürzungen ist nur eines, was uns die schlechte Bildungssituation in Hessen darstellt. Auch in der Infrastruktur fehlt es massiv an Geld. Hier ein Beispiel: Allein in Wiesbaden werden 400.000 Millionen für die Sanierung von Schulen gebraucht. Aber der SPD-Oberbürgermeister Wiesbadens plant gerade einmal 10 Millionen ein und feiert sich dafür schon hart ab. Auch wenn diese 10 Millionen gerade einmal zur Instandhaltung der aktuellen Infrastruktur reichen. Die Kommune sagt sie wäre arm, aber sie verzichtet auf mögliche höhere Einnahmen z.B. durch eine Erhöhung der Gewerbesteuer. Das Ergebnis: hohe Lärmbelastung durch schlechte bauliche Bedingungen, zu kleine Sporthallen, erhöhte Erkrankungsgefahr durch undichte Fenster, ein veraltetes Wasserrohrsystem, Befall der Gebäude mit Wasserflecken durch überfällige Sanierungsmaßnahmen, Hygieneprobleme durch überlastetes Putzpersonal, fehlende Aufenthaltsräume und vieles mehr. Und in all unseren Städten merken wir, wie ätzend marode Schulen, überforderte LehrerInnen und zu große Klassen sind. Das passiert, wenn man an Kommunen spart, aber für Steuergeschenke für Unternehmen, die Bundeswehr und Bankenrettung das Geld da ist. 10 Billionen € beträgt das Vermögen in Deutschland. 1% der Bevölkerung besitzt davon 3,5 Billionen €. Über diese Zahlen sollte man nachdenken, wenn an der Bildung gespart wird.

Am 16.12.2015 wollen wir euch von unserer Griechenlandrundreise berichten! Schaut vorbei im DGB Jugendclub um 19:00 Uhr! Mehr infos unter: Flyer-15-12-16

Rassistische Angriffe auf Migranten häufen sich in Deutschland, was die herrschende Politik nicht wahrnimmt. Für die Menschen die fliehen, geht es ums Überleben. Sie fliehen aus Bundeswehr-Kriegseinsatzgebieten weltweit und sagen zu recht: „Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört.“ An diesen Kriegseinsätzen profitieren vor allem deutsche Banken und Konzerne. Egal, ob an Waffenliegerungen oder dem staatlich geförderten „Wideraufbau“. Um humanitäre Belange geht es hierbei nicht.
Während Milliarden für Kriegseinsätze und Bankenrettung ausgegeben werden, sind KiTa-Plätze rar, Schulen werden kaputtgespart, öffentlicher Nahverkehr immer teurer und die Zahl von Arbeitslosen in Deutschland ist auch keine Ruhmeszahl. Das Deutschland Krieg führt, ist keine Neuigkeit. Aber auch schon damals, als Deutschland den ersten Weltkrieg angezettelt hat, gab es Menschen die dagegen gekämpft haben. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sprachen sich gegen die Kriegskredite aus, als der Großteil der SPD schon auf Kriegskurs war. Mit Streiks und Demonstrationen wurde Widerstand geleistet und für eine Gesellschaft ohne Krieg, Krise und Arbeitslosigkeit gekämpft. Damals wie heute sind Kriege gegen unsere Interessen. Damals musste für die Beendigung des 1. Weltkriegs gekämpft werden und für den 8-Stunden-Tag und ein Frauenwahlrecht, heute müssen wir gegen die Kriegsführung Deutschlands in aller Welt, gegen Leiharbeit und Werkverträge und für bessere Bildung kämpfen.
In Gedenken Lenin, Liebknecht und Luxemburg setzen wir uns für unsere Interessen und gegen Krieg und Sozialabbau ein. Deswegen fahren wir am 09. Und 10.11. 2016 zum Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Wochenende nach Berlin. Am Samstag nehmen wir an dem Programm der Rosa-Luxemburg Konferenz mit vielen internationalen Gästen zu den Themen Krieg und Faschismus teil. Parallel haben wir als SDAJ auch ein Jugendprogramm, mit einer Podiumsdiskussion darüber, wie sich die revolutionäre Jugend in Deutschland organisiert und Workshops u.a. zu der Münchner Sicherheitskonferenz und der tödlichen Flüchlingspolitik der BRD. Abends ist Party angesagt und am Sonntag wollen wir gemeinsam mit Zehntausenden demonstrieren und sagen: „Stop Wars – Eure Kriege führen wir nicht! Refugees Welcome!“.
Aus Hessen organisieren wir einen Bus dorthin mit folgenden Halten:
Freitag, 08.01.2016, 23:00 Uhr Darmstadt DGB Haus
Samstag, 09.01.2016, 0:00 Uhr Frankfurt DGB Haus
Samstag, 09.01.2016, 1:00 Uhr Gießen Hauptbahnhof
Samstag, 09.01.2016, 3:00 Uhr Kassel HauptbahnhofFür 40€ könnt ihr mit unserem Bus nach Berlin hin- und zurückfahren. Der Bus fährt nach der Demo am Sonntag zurück. Karten für die Konferenz kosten 16€ und beinhalten das Programm, die Party abends und ein Schlafplatz an Sammelunterkünften.
Mehr Infos unter: http://www.sdaj-netz.de/lll-wochenende/
Kontakt: info@sdaj-hessen.de

Die NPD will am 21./22 November in Weinheim auf ihren Parteitag ihre menschenfeindliche Propaganda verbreiten und ihre vermeintliche Stärke demonstrieren. In einer Situation, in der die Nachrichten voll sind mit Berichten von Anschlägen auf Notunterkünfte für Flüchtlinge und Faschisten sich auf den Straßen immer sicherer fühlen, müssen wir gemeinsam gegen die menschenfeindliche Hetze aktiv werden. Die NPD scheint in Umfragen keine breite Unterstützung zu erhalten und oftmals wird ihr die Ernsthaftigkeit abgesprochen. Dass diese Einschätzung fatal ist, wird spätestens auf den Straßen bei den faschistischen Aufmärschen offensichtlich. Bei Aufmärschen von Pegida in Dresden und in den lokalen Ablegern spielen die Positionen der NPD eine große Rolle. NPD-Kader waren deshalb entweder in die Organisation bei einigen Ablegern involviert oder haben daran teilgenommen. Beim Pegidaableger in Kassel (Kagida) nahmen z.B. Vorstände des NPD-Landesverbands Hessen teil. Sollte ein Ausschluss und eine Distanzierung aus dem Organisationskreis von Pegidagruppen erfolgt sein, dann nur aus Angst, dass sich andere aus diesem Grund von einer Teilnahme abschrecken lassen.

Dass die NPD nicht vor Gewalttaten zurückschreckt, wurde beim Angriff auf die Flüchtlingsunterkunft in Heidenau deutlich. Der NPD-Stadtrat Rico Rentzsch initiierte eine Kundgebung gegen diese und bekannte Gesichter der NPD beteiligten sich rege an den anschließenden Ausschreitungen.

Ohne die NPD wäre der Rechtsterrorismus der NSU nicht in diesem Ausmaß möglich gewesen. Der ehemalige NPD-Landesvize Ralf Wohleben aus Thüringen gilt als einer der maßgeblichen Unterstützer des Trios. Der Staat hat einen großen Einfluss auf die NPD, da die Strukturen durch staatliche Behörden wie den Verfassungsschutz durch angebliche „Verbindungs- oder Vertrauenspersonen“ finanziert und gesteuert wird. Vor dem neuen Verbotsantrag gegen die NPD saßen nach Informationen des Nachrichtenmagazins SPIEGEL insgesamt elf V-Leute des Verfassungsschutzes in Spitzengremien.

Dem Staat, der die Interessen der Banken und Konzerne vertritt, sieht einen Nutzen in Rechtsextremismus und fördert diesen gezielt. Die Spaltung von uns Lohnabhängigen nutzt der herrschenden Klasse, die von unserer Ausbeutung lebt und für ihre Profite werden wir zunehmend mit Sozialabbau und mit prekären Lebenssituationen konfrontiert. Damit wir unsere Wut nicht gegen die Herrschenden richten, versuchen die Herrschenden uns untereinander zu spalten und machen für die Probleme unsere muslimischen KollegInnen und Flüchtlinge verantwortlich. Die Unterstützung und gezielte Förderung von rechten Organisationen wie der NPD dient dazu oftmals politische Vorhaben wie die Abschaffung des Grundrechts auf Asyl vorzubereiten. Durch den rechten Terror auf den Straßen, der häufig von NPD Kadern initiiert wird, und die gezielten Angriffe auf Flüchtlingsheimen wird eine Unzufriedenheit in der breiten Masse herbeigeredet, um gegen die schutzbedürftigen und hilfesuchenden Flüchtlinge Repressionen zu beschließen und um für sie soziale Rechte abzubauen.

Also am 21./22. November NPD Parteitag verhindern!

Am 18.10.2015 wollen wir in Frankfurt eine satirische Demonstration zur Miet- und Wohnungspolitik durchführen. In Anzügen und Abendkleidern wollen wir am verkaufsoffenen Sonntag durch die Stadt ziehen und unsere Forderungen nach höheren Mieten und weniger Wohnraum in die Öffentlichkeit tragen. Mehr Infos zum Treffpunkt, etc. folgen später.

Ort: Alte Oper

Zeit: Sonntag, 15.10., 12:30 Uhr

Zur Facebook-Veranstaltung geht’s hier.

Griechenland nach der Wahl:

Linke Regierung, Arbeiterbewegung und die Politik der KKE

  1. Oktober, 19:30 Uhr – DGB-Haus Frankfurt

Die Hoffnungen waren riesig: Im Januar wählten die Griechen eine mehrheitlich linke Regierung, im Juli zeigte der Sieg des „Oxi“ beim Referendum, dass die Menschen eine Alternative zur von der EU verordneten Politik der Massenverelendung suchen.

Inzwischen hat Syriza das neue Memorandum akzeptiert, der linke Flügel der Partei hat sich abgespalten, im September wurde ein neues Parlament gewählt. Die Griechische Kommunistische Partei (KKE) hat einer Beteiligung an einer linken Regierung eine Absage erteilt – sie setzt darauf, in den Kämpfen von heute die Kraft und das Bewusstsein zu entwickeln, mit dem die Bewegung der arbeitenden Menschen morgen die Macht der Banken und Konzerne brechen kann.

Welche Perspektive gibt es für linke Politik in Griechenland?

Welche Rolle spielt die KKE in den Kämpfen gegen das Memorandum?

Eindrücke aus dem Wahlkampf von Teilnehmern der Solidaritäts-Reise der SDAJ und Diskussion mit Emmanuel Korakis (KKE)

  1. Oktober, 19:30 Uhr, DGB-Haus Frankfurt – Wilhelm-Leuschner-Str. 69

Veranstaltet von: DKP Frankfurt/M. & SDAJ Frankfurt/M.1510Griechenland

 

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Paul arbeitet in einem großen Einzelhandelsbetrieb in Frankfurt. Er schilderte und die dramatische Lage in seinem Betrieb.

Nach mehr als einem Jahr unveränderter Arbeitsverhältnisse, in einem Einzelhandelsbetrieb in Frankfurt, legt dieser Bericht dar wie viel Last und Unmut unter den Kollegen herrscht. Diese Arbeitsumstände werden von der Geschäftsleitung, allem Anschein nach, bis zum Maximum ausgereizt und es wird in Kauf genommen, dass Mitarbeiter stressbedingt ausfallen, überlastet sind und keinerlei Motivation mehr haben zu arbeiten. Nach einer internen Umstellung ist die Situation so gut wie unverändert. Überstunden, kranke Kollegen, die auf die Arbeit kommen, weil sie ihre Abteilung nicht im Stich lassen wollen, andere wiederum melden sich krank, um dem Druck irgendwie mal zu entkommen. Man flüchtet sich, in damals unbeliebte Aufgaben. Alles ist besser, als sich von Kunden anschreien zulassen oder auch von Kollegen angemeckert zu werden. Man trifft mittlerweile schon Aussagen wie „Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn mal weniger los ist.“ oder „Hoffentlich gehen die Kunden von alleine“. Diese Aussagen zeigen allein schon wie hoch der Ausbeutungsgrad ist. Wenn der Betriebsrat offen legt, was alles schief läuft, bekamen sie danach gesagt, dass sie schlechte Stimmung verbreiten würden und nicht motivierend auf die Mitarbeiter wirken. Aber alles, was sie erzählen, ist die Wahrheit und die tut manchmal halt weh. So ziemlich alle Kollegen laufen am Limit und das merkt man auch an ihrer Stimmung. Sie sind gereizt, es herrscht oft ein patziger Umgangston untereinander, alles muss auf einmal und sofort erledigt werden. Kollegen werden nicht ordnungsgemäß geschult, wenn sie überhaupt geschult werden, denn es ist ja kaum Zeit die Kollegen auf Schulungen zu schicken, da ja sonst nicht genügend Mitarbeiter in der Abteilung wären. Kollegen werden mit Aufgaben überschüttet, die sie zuvor niemals gemacht haben und dann wundert man sich, warum diese Aufgaben nicht zufriedenstellend erledigt werden. Die Menschen brechen zusammen, weinen, sind verzweifelt und wissen nicht wohin mit dem Arbeitsvolumen. Wut, Frust und vor allem Hilflosigkeit sind auch große Faktoren aber gleichzeitig stellt man sich die Frage, was es denn nützen würde, wenn man jetzt einfach hinschmeißt? Den Kollegen nutzt es nichts, dem direkten Vorgesetzten nutzt es genauso wenig, da sie genau in der selben Situation stecken wie die Mitarbeiter. Von der nächsthöheren Instanz, wird maximal von ein bis zwei Leuten gefragt, wie die Situation ist und ob man irgendwie helfen kann. Die Verkaufszahlen stimmen im Großen und Ganzen, daher sehen die meisten auch keinen Handlungsbedarf, denn egal wie sehr die Kollegen auf dem Zahnfleisch gehen, Kohle kommt immer noch rein. Auch die Ausbildungssituation ist sehr besorgniserregend. Es wird nur noch bedarfsgerecht ausgebildet, dies hat zur Folge das der jeweilige Beruf entweder eine oder gar keine Stelle zu besetzten hat. Bei Stellenausschreibungen findet man nur Teilzeitstellen, denn mehr Leute mit weniger Stunden können halt mehr arbeiten, als eine Person mit einer Vollzeitstelle. In solchen Betrieben ist Wachstum das Credo, egal wie und ohne jegliche Rücksicht.“