Wir unterstützen die Initiative des Free Education Movement Marburg:

Am 12. und 13. April lud der Hitzeroth Verlag u.a. Schüler_innen aber auch Abgänger_innen, Studierende, Auszubildende und Existenzgründer_innen in die Georg-Gaßmann-Hallen ein, um ihnen “neue berufliche Herausforderungen” vorzustellen, wie es auf der Homepage der Job-Messe “Ansage Zukunft” heißt. Sie fand bereits zum zweiten Mal statt und stand unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) und Landrätin Kirsten Fründt (SPD). Soweit erstmal nicht weiter ungewöhnlich, sondern eher Ausdruck des alltäglichen Wahnsinns der zwanghaften Selbstökonomisierung.

Wird die Liste der Aussteller_innen jedoch genauer betrachtet, fällt auf, dass die Bundeswehr ebenfalls mit einem Stand vertreten war und über ihre attraktiven, familien- und menschenfreundlichen Arbeitsbedingungen informierte.

Damit wurde der Bundeswehr auf der “Ansage Zukunft” Messe eine Plattform geboten, um sich als eine Arbeitgeberin unter vielen anderen Unternehmen zu inszenieren. Allein schon die Tatsache, dass das bundesdeutsche Militär eine solche Veranstaltung nutzt, um für sich und seine Aktivitäten mehr gesellschaftliche Akzeptanz zu erlangen, finden wir mehr als kritisch. Dass aber die Stadt Marburg, die Landrätin und der Hitzeroth Verlag, nebenbei Herausgeber der Oberhessischen Presse, dies auch noch unterstützen, können und wollen wir nicht akzeptieren.

Bei der Bundeswehr – wie auch bei anderen Berufsarmeen – zu arbeiten, bedeutet, sich dem Kriegsdienst zur Verfügung zu stellen, Befehle zu akzeptieren statt diese zu hinterfragen. Mord auf Befehl und blinden Gehorsam als empfehlenswerte Berufswahl darzustellen, ist mehr als fragwürdig. Des Weiteren ist kaum zu leugnen, dass Krieg und somit der Einsatz des militärischen Arms des Staates in der Regel der Verfolgung wirtschaftlicher und geo-strategischer Ziele dient. Doch das nur nebenbei. Anstatt die allgegenwärtigen PR-Kampagnen der Bundeswehr (bspw. in Sportstadien, Fernsehen/Rundfunk, Rekrutierungsbemühungen in (Hoch-)Schulen und Werbung in Magazinen) zu unterstützen, sollten die verantwortlichen Parteien sich lieber dafür einsetzen, die zunehmende zivil-militärische Zusammenarbeit zurückzudrängen. Es gibt bereits einige Positivbeispiele: Zahlreiche Universitäten etablierten eine Zivilklausel, also eine freiwillige Verpflichtung zur Forschung für ausschließlich zivile Zwecke. Bundesweit boykottieren bereits zehn Schulen jegliche Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und bezeichnen sich als militärfrei.

Die Teilnahme der Bundeswehr an der Job-Messe “Ansage Zukunft” und damit auch ihre Unterstützer_innen verstoßen zudem gegen die UN Kinderrechtskonvention: “Mit dem 2. Fakultativprotokoll zur Kinderrechtskonvention wird die Rekrutierung Min­der­jähriger geächtet.” – www.kinderrechtskonvention.info

Die Unterzeichner_innen dieser Erklärung fordern die Verantwortlichen auf, dafür zu sorgen, dass der Bundeswehr in Zukunft keine Bühne mehr auf Job-Messen in Marburg geboten wird. Stattdessen soll dafür Sorge getragen werden, dass entsprechende Rekrutierungs- und Werbeauftritte in Schulen und der Bundesagentur für Arbeit bzw. dem Job-Center unterbunden werden!

Mehr Infos : http://www.freedumm.net/2015/04/14/bundeswehr-auf-jobmesse-marburg/

Am 20. Juni in Frankfurt: kein Fußbreit für Nazis, Rassisten, rechte Hools!
Aufruf der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt

Seit einigen Wochen kursiert in Nazi- und PEGIDA-Kreisen die Idee, am 20.6. eine größere Demonstration in Frankfurt/Main an den Start zu bringen. Angemeldet wurden dafür inzwischen eintausend Personen.
Anmelderin ist Esther Seitz, die ihr neugegründetes Bündnis zuerst “Widerstand West” nannte, bevor sie “nach Monaten intensiver Arbeit” (O-Ton Seitz) bemerkte, daß dieser Name bereits von militanten Nazis in NRW belegt ist.

Die PEGIDA-Aktivistin aus dem Orga-Team von BAGIDA München, hat ihr neues Bündnis inzwischen in “Widerstand Ost/West” umbenannt. Zur Zeit touren Michael Stürzenberger und sie ähnlich wie die naziaffine und rechtsevangelikale Heidi Mund von den “Freien Bürger für Deutschland” durch größere und kleinere Ort des Westens der Republik und propagieren eine gemeinsame “Großdemonstration” gegen “Islam und Linksfaschisten“.

Ziel: am 20. Juni eine Demonstration mit Tausend AktivistInnen des Spektrums von PEGIDA, HoGeSa und Nazis in Frankfurt auf die Beine zu stellen. Treffpunkt: Rossmarkt, 12:30 Uhr.

Ersehnt und angekündigt ist, “ein Mal ALLE Patrioten auf die Straße zu bringen“.

Der Hintergrund ist klar: neben anderen Rivalitäten im IslamhasserInnen- und Nazi-Lager tobt auch ein erbitterter Machtkampf zwischen Lutz Bachmanns PEGIDA Dresden und Michael Stürzenbergers BAGIDA um die Vorherrschaft im Nazi- und Rassistenspektrum der alten BRD. So wie sich in Frankfurt und andernorts die Fraktionen von PEGIDA gegenseitg den Namen streitig machen oder sich höhnisch übereinander äußern, ist es offenbar überall. Seitz/Stürzenberger sind da keine Ausnahme. Nun schlagen sie vor, mit diesem Stil – unter ihrer Führung natürlich – Schluß zu machen. Ein Mal, ein einziges Mal sollen, so betteln sie, sich einfach alle braunen Sackgesichter der Alt-BRD folgsam hinter Esther Seitz versammeln, gemeinsam handeln und dafür sorgen, daß “die Antifa die Straße verliert“. Das soll am 20. Juni in Frankfurt geschehen.

Uns ist es egal, unter welchem Label, welchem Logo, welcher Parole oder unter welcher “Führung” Nazis, Hooligans und  Rassisten wo auch immer auf die Straße gehen wollen. Diese Leute nutzen ihren wahnhaften Hass auf “den Islam” als kleinsten gemeinsamen Nenner für ihre sehr unterschiedlichen nationalistischen, rassistischen,  faschistoiden Ziele. Sie stellen eine Gefahr für migrantische Kolleginnen und Kollegen, für Linke, für alle Menschen dar, die sich dem Weltbild von Nationalismus und Rassismus nicht fügen.
Das ist nicht nur eine Frage menschenverachtender Gedanken und Einstellungen:
seit dem Beginn des Aufstiegs der PEGIDA-Bewegung haben sich die gewalttätigen Angriffe auf islamische Einrichtungen, auf Flüchtlingsheime, auf MigrantInnen drastisch erhöht. Sie liegen für 2015 heute bereits so hoch, wie für die Jahre 2013 und 2014 zusammen. Das ist die Frucht von PEGIDA.
Diese Leute versuchen derzeit, so etwas wie den Keim einer faschistischen Massenbewegung zu gründen. Die Demonstration in Frankfurt soll offenbar ein Schritt in diese Richtung werden. Diesen Brandherd gilt es darum jetzt auszutreten, bevor er um sich greifen kann. Darum werden wir ihnen überall gemeinsam, entschlossen und solidarisch entgegentreten – am 20. Juni in Frankfurt.

Wir rufen alle AntifaschistInnen überall dazu auf, sich dabei kämpferisch auf unsere Seite zu stellen.

Seit Anfang Januar hat PEGIDA in Frankfurt kein Bein auf den Boden bekommen.Großmäulig und hilflos zugleich haben ihre SprecherInnen immer wieder angekündigt: “Frankfurt ist der Geburtsort des Linksextremismus – und in Frankfurt wird er beerdigt werden!

Da PEGIDA oder “Widerstand Ost/West” ankündigt, am 20.6. damit in Frankfurt zu demonstrieren, rufen wir alle AntifaschistInnen dazu auf: laßt uns gemeinsam den Anfang vom Ende der PEGIDA-Bewegung einläuten, indem wir ihre angeberhafte “Großdemonstration” zum Desaster werden lassen!
Nehmen wir ihnen die Lust auf weitere Versuche dieser Art!

Kommt nach Frankfurt!
Keinen Fußbreit den Nazis, RassistInnen von PEGIDA und rechten Hooligans des “Widerstands Ost/West”.
Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda!
Ob Ost, ob West – nieder mit der Nazi-Pest!

Anti-Nazi-Koordination
Frankfurt

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Was können wir ab sofort tun?

1. Informieren, diskutieren
Die Anti-Nazi-Koordination wird am 26. Mai eine öffentliche Veranstaltung organisieren: “Fünf Monate Widertand gegen PEGIDA – Bilanz und Perspektive”. Kommt und bringt Eure Gedanken, Eure Ideen, Eure Kritik, Eure Vorschläge ein! Nähere Infos zu Zeit und Ort demnächst hier auf unserer Seite.

2. Vorbereiten – organsisiert euch in Bezugsgruppen, übt miteinander das Verhalten auf Demos.
Wenn Ihr Interesse an Aktionstrainings habt – meldet Euch bei ank_ffm@gmx.de

3. mobilisieren – hier ist der Aufruf als pdf: Aufruf ANK 20.6.2015
druckt Euch den Aufruf aus, verteilt ihn überall, plakatiert ihn, diskutiert mit KollegInnen, FreundInnen, GenossInnen…

Wir sehen uns auf der Straße!

Liebe FreundInnen,
DKP-Marburg und SDAJ-Marburg-Gießen laden Euch ein zu einer Veranstaltung mit Dr. Matin Baraki zu dem Thema Afghanistan im Rahmen der Geostrategie der Großmächte am Mittwoch, den 27. Mai 2015 ab 19:30 Uhr im Gewerkschaftshaus in Marburg, Bahnhofstraße 6 (Käte-Dinnebier-Saal)
Ende Dezember 2014 wurde in einer feierlichen Zeremonie der Kriegseinsatz der NATO in Afghanistan angeblich beendet. Mindestens 14.000 ausländische Soldaten bleiben aber weiter im Land.
Für fast 11.000 amerikanische Soldaten gilt bei „Gefahr für die eigene Sicherheit“ zudem weiterhin ein offensiver Kampfauftrag. Wird das Land jetzt wieder unsicherer oder hat es jetzt endlich die Chance, seine Zukunft in die eigene Hand zu nehmen?
Unser Referent Dr. Matin Baraki, 1947 in Afghanistan geboren, der als Politikwissenschaftler u.a. an den Universitäten Marburg, Gießen und Kassel gelehrt hat, war erst im Februar und März d.J. wieder in seinem Heimatland. Mit ihm wollen wir die Fragen nach der Zukunft des Landes, aber auch der leidvollen Geschichte Afghanistans diskutieren.

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!
Demonstration zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus – am 8. Mai!

Rassistische Aufmärsche, Angriffe auf Flüchtlingsheime, immer mehr Kriegseinsätze und Aufrüstung, zunehmende Stimmung der Angst und Verschärfung der Gesetze: Stellen wir uns dem Rechtsruck entgegen! Am 8. Mai zum Jahrestag der Befreiung raus auf die Straße!

Der 8. Mai 1945 ist der Tag der Befreiung vom Faschismus. Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht war der faschistische Eroberungs- und Vernichtungskrieg beendet worden. Viele Millionen Menschen wurden durch den von Hitlerdeutschland entfesselten Krieg getötet – Zivilisten und Soldaten. Allein die Sowjetunion verlor 27 Millionen Bürger durch den Angriffskrieg der Wehrmacht. Wir wollen am 70. Jahrestag des 8. Mai die Befreiung feiern und den Menschen gedenken, die ihr Leben für die Befreiung geopfert haben.

Der 8. Mai hat für uns eine Botschaft, die nie vergessen werden soll: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Die faschistische Diktatur in Deutschland war die Voraussetzung für den Welteroberungskrieg. Es war ein Krieg um Rohstoffe, Absatzmärkte und Einflusssphären, ein Krieg für mehr Exporte und Profite für die großen Konzerne wie Krupp, Thyssen, Siemens, Deutsche Bank, etc. Wir erinnern an das Potsdamer Abkommen von 1945, das neben der Entnazifizierung und Abrüstung auch die Auflösung der wirtschaftlichen Monopole vorgeschrieben hatte.

Diese Konzerne sind nicht nur bestehen geblieben, sie sind gewachsen und mächtiger geworden. Und auch heute streben sie nach mehr „Wettbewerbsfähigkeit“ und fordern „geopolitische Strategien“. Die deutsche Politik will mehr „Verantwortung“ in der Welt übernehmen und noch mehr Soldaten in andere Länder schicken. Die Bundesrepublik rüstet auf, liefert Waffen an Kriegsparteien und baut die Bundeswehr zur Angriffsarmee um. Sie bildet die „Speerspitze“ der neuen schnellen Eingreiftruppen der NATO, die immer näher an die russischen Grenzen heranrücken und damit die Kriegsgefahr erhöhen.

Zur Durchsetzung ihrer außenpolitischen Ziele nutzt die Bundesrepublik die Mittel der Einmischung und unterstützt dabei auch faschistische Gruppen und Parteien. Die offene Zusammenarbeit des Bundesaußenministers mit der ukrainischen faschistischen Partei Swoboda stellt einen Tabubruch dar und ist ein Skandal: Ein deutscher Außenminister verhandelt mit den Nachfolgern des Nazi-Kollaborateurs Stepan Bandera. Wir erinnern an den 2. Mai 2014, an dem über 40 Menschen im Gewerkschaftshaus von Odessa von Faschisten ermordet wurden. Die Täter wurden nie bestraft. Das Massaker wurde in den deutschen Medien verschwiegen oder verharmlost.

Wir erleben aktuell, wie rechte Bewegungen und Parteien in Deutschland an Zustimmung gewinnen. Seit Jahren wird durch die herrschende Politik und den Konzernmedien Angst vor „den Muslimen“ geschürt und eine Hetzstimmung verbreitet. Diese Politik findet nun in einer rassistischen Bewegung gewaltsame Formen. Das Nazi-Terror-Netzwerk NSU wurde mit Hilfe staatlicher Organe aufgebaut, bewaffnet und gedeckt. Zugleich werden neue Gesetze erlassen, die die Grundrechte einschränken und die Eingriffsmöglichkeiten des Staates erhöhen. Das sind Alarmzeichen für alle Antifaschisten und Demokraten.

Am 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und des Endes des zweiten Weltkrieges müssen wir feststellen: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“. Die Gefahr von Krieg und Faschismus steigt. Dem wollen wir eine starke Demonstration antifaschistischer und antimilitaristischer Positionen und Solidarität entgegenstellen. Wir rufen dazu auf, am 8. Mai gegen Krieg und Faschismus zu demonstrieren und die Losung zu verbreiten: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Kommt zur Demonstration
am Freitag, 8.Mai 2015, 18:30Uhr, Kaisersack-Hbf Frankfurt/M

Unterstützer:

Anti-Nazi-Koordination
ATIK
DIDF
Offenes Antifaschistisches Treffen FFM
StadtschülerInnen-Rat
SDAJ-FFM
VVN/BdA
YXK Frankfurt
Zusammen e.V.
Siempre*Antifa Frankfurt

Medienpartner ist die Tageszeitung „junge Welt“.

Rund um den 8. Mai 2015 gibt es eine Aktionswoche auf der Hauptwache in Frankfurt, am 9. Mai ein Konzert auf der Hauptwache. Mehr Infos hier.

Am 1. Mai sind wir in Frankfurt im gemeinsamen Jugendblock mit DGB Jugend, SJD – Die Falken, SDS und DIDF  gelaufen: Für einen Mindestlohn, der zum Leben reicht, für Ausbildung statt Ausbeutung, für Wohnraum statt Villen, für eine Arbeitszeitverkürzung und gegen Rassismus! Hier der Flyer der SDAJ Frankfurt und ein paar Eindrücke von der Demo:

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Gemeinsamer Jugendblock auf der 1. Mai-Demo in Frankfurt!

Unser Alltag als Auszubildende und ArbeiterInnen ist geprägt von Stress und Leistungsdruck. Ausbildungsplätze und sichere Beschäftigungsverhältnisse sind Mangelware und eine Übernahme nach der Ausbildung haben nur wenige von uns in Aussicht. Die durchschnittlich vereinbarte tarifliche Wochenarbeitszeit von 37, 7 Stunden gelten nur für einen kleinen Teil von uns und werden durch Überstunden ausgehebelt. Viel Freizeit und Zeit für Erholung bleibt den wenigsten von uns. Unsere Jugend fällt dem Profit von einigen wenigen zum Opfer. Die Unternehmer sind die einzigen die von einer hohen Wochenarbeitszeit profitieren.

Umso länger wir in der Woche arbeiten, desto weniger wahrscheinlicher wird eine Übernahme oder ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis, denn die enorme Anzahl an Arbeitslosen machen uns ersetzbarer. Die Angst selbst arbeitslos zu sein, erhöht den Druck auf jeden von uns. Durch diese Angst nehmen viele auch prekäre Jobs an und akzeptieren niedrige Löhne. Das bedeutet für uns geringe Löhne und Überstunden, während die Zahl der Arbeitslosen gleichzeitig weiter steigt.

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Arbeitszeitverkürzung! Gemeinsam die 30-Stunden-Woche erkämpfen bei vollem Lohn- und Personalausgleich!

Eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 30-Stunden erhöht den Wert der Arbeit und vermindert die Arbeitslosigkeit. Der Arbeitsdruck und der technische Fortschritt in der Produktion hat in den letzten Jahren  zur einer hohen Arbeitsproduktivität geführt. Dadurch sind die Profite der Unternehmer gestiegen. Gleichzeitig hatte das einen Arbeitsplatzabbau, befristete Beschäftigungsverhältnisse und immer mehr Teilzeitstellen zur Folge.

Deshalb fordern wir eine Arbeitszeitverkürzung! Dadurch werden nur die Profite der Unternehmer verringert, die ein Luxusleben auf unsere Kosten führen. Damit muss jetzt Schluss sein! Das, was uns in den letzten Jahren durch die Produktionssteigerung genommen wurde, können wir uns mit einer Arbeitszeitverkürzung ein Stück weit zurückholen.

Die Durchsetzung erfordert Druck von uns im Betrieb, in den Gewerkschaften und auf der Straße.  Durch den Einsatz eines jeden von uns  im gemeinsamen Kampf und in der Aktion werden wir bessere Bedingungen erkämpfen! Deshalb lasst uns den 1. Mai, den internationalen Kampftag unserer Klasse, der Arbeiterklasse, kämpferisch auf der Straße verbringen!

Wir fordern eine 30 Stunden Woche bei vollem Personalausgleich und gleichem Monatslohn!

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Für einen Mindestlohn von 12€ für Alle!

 

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Am Freitag den 24.04 befestigten wir auf dem Bahnhofsvorplatz der fuldaer Innenstadt ein Transparent, denn mehr als 1.000 ertrunkene Geflüchtete innerhalb 10 Tagen sind das jüngste Beispiel für imperialistische Kriegsführung und die mörderische Abschottung durch die EU. Diese Tragödie und die damit in Verbindung zu bringende Asylrechtsverschärfung, die am selbigen Tag beschlossen wurde, nahmen wir zum Anlass unseren Unmut und unsere Trauer mit der Protestaktion auf die Straße zu tragen.

„ÜBER 1.000 TOTE IN 2 WOCHEN –
INTERNATIONALE SOLIDARITÄT STATT FESTUNG EUROPA!“

 

Nach dem Höchststand von 2014, als mindestens 3.500 Flüchtlinge die Überfahrt in die EU nicht überlebten, zeichnet sich für 2015 bereits jetzt eine neue Rekordzahl an Todesopfern ab.

„[…]die Polizei sind die Hauptwerkzeuge der Gewaltausübung der Staatsmacht, aber – kann denn das anders sein?“

Nachdem das Transparent hing verteilten wir Flyer, der den erstaunten PassantInnen klar machen sollte, das dass deutsche Großmachtbestreben unter anderem an den Fluchtursachen schuld ist und wie die miese Lebenslage der Geflüchteten in Deutschland rassistischen Bewegungen und Gesetzen in die Hände spielt.
Auch in Fulda und Umgebung gibt es vermehrte Naziaktivitäten.

Leider ließ die Polizei nicht lange auf sich warten und entfernte das Transparent nach wenigen Minuten.Später wurden wir von einer empörten Passantin angesprochen, die sich über das Verhalten der Polizei beschwerte. Werbung dürfe man überall anbringen. Politische Statements werden sofort unterbunden.

Unser Flyer zur Aktion:
Flyer Seite 1
Flyer Seite 2

Fotos der Aktion

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Heute mehr denn Je !

„Deutschland muss mehr Verantwortung  übernehmen“ sagte jüngst BundespräsidentGauck.Was er meint, sind mehr Kriegseinsätzeund eine aggressivere Außenpolitik im Dienste
der Banken und Konzerne. Doch auch nach Innen geht es um eine aggressivere Politik: Bei den Protesten gegen die Sicherheitskonferenz der NATO in München im Februar und gegen den
anstehenden G7-Gipfel werden Millionen rausgehauen, damit eine aufgerüstete Polizei- und Militärmaschine friedliche DemonstrantInnen in Schach halten kann. Gleichzeitig wirbt die
Bundeswehr im großen Stil besonders unter den vielen von Perspektivlosigkeit gelähmten Jugendlichen mit ihren angeblichen Karrierechancen…

Aggression nach Aussen– Repression nach Innen

Weder der todsichere Dienst in der Bundeswehr noch das Kuschen vor den Chefs bietet uns eine ernsthafte Alternative: Statt vereinzelt die Ellenbogen auszufahren müssen wir gemeinsam
und solidarisch für unsere Interessen kämpfen. Dafür gehen wir heute am 1.Mai auf die Straße! Denn klar ist: wir haben kein Interesse an miesen Ausbildungsbedingungen, Niedriglohn und
Perspektivlosigkeit. Genauso wenig haben wir ein Interesse daran, Kanonenfutter für Banken und Konzerne zu sein, die mit Kriegen versuchen, ihre Profite noch weiter in die Höhe zu treiben.
Daher heute mehr denn je: Make Capitalism History!
Wir fordern: Ausbildungsplätze statt Kriegseinsätze

Heraus zum Kampftag der Arbeiterklasse !

In Gießen: 11:30 Uhr Jugendblock auf der Demonstartion des DGB

In Marburg: 11:00 Uhr Demonstration ab dem DGB Haus Bahnhofstraße 6

In Frankfurt: Demonstration – 09.30 Uhr ab Günthersburgpark; Kundgebung – 11.00 Uhr Römerberg

In Kassel: 10.00 Uhr Demo ab Scheidemann-Haus, Königsplatz und Drahtbrücke

In Fulda: 11.00 Uhr Bahnhofsvorplatz und Veranstaltungsmulde

In Darmstadt: 10:00 Uhr ab Gewerkschaftshaus

Eine Veranstaltung der Freundinnen und Freunde rund um CubaSi-Marburg:
Liebe Kuba-Freundinnen und -Freunde,
wir laden euch zu unserer Vortrags-und Diskussionsveranstaltung „Wem gehört Lateinamerika? – Die Entwicklung der Beziehungen zwischen Lateinamerika und den USA“ mit Gerhard Mertschenk (vom Solidaritätsbündnis Venezuela Avanza und der Alexander-von-Humboldt-Gesellschaft) am 24. April 2015 um 19:00 Uhr ein.
Veranstaltungsbeginn: 19:00 Uhr am 24.04.2015
Veranstaltungsort: Käte-Dinnebier-Saal im DGB-Haus (Bahnhofsstraße 6 – Eingang an der rechten Gebäudeseite) in Marburg
Veranstalter: Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba mit freundlicher Unterstützung des Rosa-Luxemburg-Clubs Marburg.
Information zur Veranstaltung:
Seit die Europäer Lateinamerika für sich entdeckten, ist es immer um Einflußsphären, Macht und Zugang zu den Reichtümern dieses Kontinents gegangen. Verbrämt wurde das jedoch immer mit angeblich hehren Zielen wie Christianisierung, Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. Nicht anders ging es weiter, als die USA als aufstrebende Macht gemäß der Monroe-Doktrin „Amerika den Amerikanern“ die Europäer zu verdrängen suchten. Die USA sahen Lateinamerika als ihren natürlichen Hinterhof an, wo alles nach ihrem Willen zu verlaufen habe. Bis zur kubanischen Revolution 1959 schien das gesichert zu sein. Seitdem sehen die USA trotz wechselnder Vorgehensweise ihre Vorherrschaft gefährdet. An den Grundfesten dieser Vorherrschaft wurde jedoch seit der von Hugo Chávez und Fidel Castro eingeleiteten vertieften lateinamerikanischen Integration verstärkt gerüttelt.
Die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten CELAC ist zum Gegenspieler der von den USA beherrschten Organisation Amerikanischer Staaten OAS geworden. Die USA sahen sich gezwungen, Kuba als gleichberechtigten Verhandlungspartner zu akzeptieren. Obama erklärte die bisherige Politik gegen Kuba als gescheitert und kündigte eine neue an.
Was beinhaltet diese neue Politik? Wie spiegelt sie sich auf dem Amerika-Gipfel in Panama und in den Verhandlungen mit Kuba über eine Normalisierung der Beziehung wider?
Darum geht es bei dem Vortrag mit anschließender Diskussion am 24. April 2015. Also kommt vorbei und diskutiert mit – wir freuen uns auf euch.
Weitere Informationen zur Veranstaltung befinden sich auf dem im Anhang mitgeschickten Flyer. Außerdem befindet sich im Anhang das dazugehörige Plakat zur Veranstaltung. Wenn ihr noch Fragen habt, dann meldet euch einfach per E-Mail bei uns unter: cubasi-marburg@gmx.de
Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Abend mit euch.
Mit solidarischen Grüßen,
Cuba Si Marburg und die Freundschaftsgesellschaft BRD/Kuba
 La solidaridad es la ternura de los pueblos

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Wann? Mi., 22.April  –  19:30uhr

Wo? Rösterei Kaffeekultur Fulda

Wer? Referentin ist Nina Hager (Infos zur Person weiter unten)

 

Rund um den 9. November 1938 steckten die Faschisten in Deutschland hunderte von Synagogen in Brand, zerstörten jüdische Geschäfte und Wohnungen, ermordeten hunderte Menschen. 30.000 Juden wurden anschließend in Konzentrationslager verbracht. Millionen sollten folgen. Aber dieses Jahr fand sich wenig Zeit, um daran zu gedenken. Denn auf dem Programm der bürgerlichen Parteien und Medien stand vor allem ein Jahrestag: 25 Jahre Mauerfall! Der Anfang vom Ende der DDR, des deutschen Unrechtsstaats überhaupt, der zweiten Diktatur auf deutschem Boden, in der selbst der Antifaschismus nur staatlich verordnet war. Wie sonst hätten sich Neonazis nach der „Wende“ dort so schnell ausbreiten können?

– soweit die ‚verordnete’ Sichtweise. Wir gehen der Sache auf den Grund und fragen uns, was Antifaschismus in der DDR tatsächlich bedeutete. Wie wurde in den Besatzungszonen nach dem Zweiten Weltkrieg mit den faschistischen Strukturen umgegangen? Wie wurde der Antifaschismus in der DDR als Staatsräson umgesetzt, von welchen gesellschaftlichen Kräften wurde er getragen? Ist es gelungen, Antifaschismus im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern? Was sind Gründe für das heutige Erstarken der Neonazis auf dem Gebiet der ehemaligen DDR? Warum Antifaschismus zum Grundpfeiler eines Staates bzw. einer Gesellschaft deklariert wird – darüber wollen wir mit dem Referenten Jürgen Lloyd diskutieren!

Referentin: Nina Hager ist eine Tochter des DDR Minister Kurt Hager. An der Humboldt-Universität zu Berlin reichte sie 1976 ihre Dissertation Philosophische Fragen der Modellproblematik am Beispiel der Festkörperphysik] ein. 1987 erfolgte die Promotion B mit der Arbeit Mensch und Kosmos in der wissenschaftlich-technischen Revolution (philosophisch-weltanschauliche Aspekte). Hager arbeitete seit dem Ende der 1970er Jahre unter Professor Herbert Hörz am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR im Fachbereich Philosophische Fragen der Wissenschaftsentwicklung und war dort bis zu dessen Abwicklung zum 31. Dezember 1991 unter Peter Ruben tätig.1989 wurde sie durch den Präsidenten der Akademie zur Professorin ernannt.

Hinweis: Die Veranstaltung wird vom Bündniss Fulda stellt sich quer organisiert. Die SDAJ Fulda unterstützt diese Veranstaltung. Kürzlich wurde vom Bundesvorstand der SDAJ eine Broschüre veröffentlicht. Diese wird auf der Veranstaltung vorliegen.

Wir stellen 70 Jahre nach der Befreiung vom deutschen Faschismus die Frage:

Welche Rolle spielen Faschisten in der Ukraine?

Eine Diskussionsveranstaltung mit dem Junge Welt-Journalisten und Buchautoren Reinhard Lauterbach („Bürgerkrieg in der Ukraine“, Edition Berolina, 2014).

8.Mai,

20:00 Uhr,

 Tafelladen der Ev. Kirche,

Bahnhofsstr

Wetzlar

Leitmedien, Bundesregierung und etablierte Parteien behaupten: Bei den Maidan-Protesten und dem Staatsstreich Anfang 2014 in der Ukraine spielten Faschisten und Nationalisten keine entscheidende Rolle. Selbst eine „Argumentationshilfe“ des Auswärtigen Amtes im Februar 2015 versteigt sich dazu, die Beteiligung rechtsextremer Kräfte beim Putsch und anschließendem „AntiTerroreinsatz“ der Ukrainischen Armee gegen die aufbegehrende Bevölkerung in den östlichen Regionen als „Russische Behauptung“ zu widerlegen.  Gegen die Behauptungen der Bundesregierung sprechen jedoch die Verbrechen faschistischer Freiwilligenverbände im Osten des Landes, die Durchsetzung des ukrainischen Sicherheitsapparates mit Nationalisten sowie Repressionen gegenüber oppositionellen Parteien. Die Kommunistische Partei der Ukraine, die im Westen des Landes dem Kurs der nationalistischen Regierung Widerstand leistet, ist vom Verbot bedroht. Ihre Funktionäre werden verhaftet, ihre Büros wurden geplündert und zerstört.