Seit wenigen Wochen organisiert auch „PEGIDA Rhein-Main“ wöchentliche Kundgebungen in Frankfurt. Die letzten beiden Male konnten wir die Kundgebung erfolgreich stören und eine Demo verhindern. Auch heute treffen wir uns wieder um 16:30 Uhr in Frankfurt, um zu zeigen, dass PEGIDA in Frankfurt keinen Platz hat! Hier das gemeinsame Flugblatt von SDAJ Frankfurt und DKP Frankfurt-Mitte:

Schulter an Schulter gegen rassistische Spaltung und Hetze

Für eine solidarische Kultur – für eine solidarische Gesellschaft

Woher kommt PEGIDA?

PEGIDA ist ein Ergebnis jahrelanger Hetze gegen den Islam und gegen Muslime. Kampfbegriffe wie „Islamist“ und „Dschihadist“ sind durch Medienkonzerne und die herrschende Politik der Öffentlichkeit eingehämmert worden. Publizisten wie Henryk M. Broder oder Thilo Sarrazin wurde ein breites Forum für ihre Hetze geboten. Von BILD und SPIEGEL bis zur ZEIT arbeiteten Medien am Feindbild Islam mit tatkräftiger Unterstützung von CDU/CSU und Teilen der SPD. Die Organisatoren und manche Teilnehmer der PEGIDA sind keine unbeschriebenen Blätter: mehrmals Vorbestrafte wie Lutz Bachmann aus dem rechtem Milieu, Mitglieder der NPD, Hooligans aus der rechten Szene – vor allem aus dem Umfeld von Dynamo Dresden sind mit von der Partie. Nun werden sie durch CDU/CSU und die Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen salonfähig gemacht.

Heuchlerische Distanzierung

Es ist heuchlerisch, wenn sich die Regierungsparteien jetzt von PEGIDA distanzieren. Merkel sagt, der Islam gehöre zu Deutschland, aber die Geistlichen müssten ihr Verhältnis zur Gewalt klären. Das ist eine weitere Stigmatisierung. Innenminister de Maizière maßregelt mit dem erhobenen Zeigefinger die islamischen Gemeinden und beschließt verschärfte Maßnahmen gegen Muslime. Die Botschaft lautet: „Die Regierenden sind tolerant, der Islam hat ein Problem mit Gewalt, aber die Regierung hat das im Griff.“ Mit dem Demonstrationsverbot vom 19. Januar in Dresden wurde die Terrorangst weiter geschürt und PEGIDA als demokratisches Opfer geadelt. Eine selbst in Regierungskreisen umstrittene, angebliche Anschlagsgefahr reichte aus, um das Grundrecht auch der Gegendemonstranten auszuhebeln, schuld sollten die „Islamisten“ sein. Dann bekam die PEGIDA-Spitze eine Bühne in der Jauch-Show und der gesamten Presse, um sich als Opfer und als ‚besorgte Bürger‘ darzustellen.

Von wegen „blühende Landschaften“!

25 Jahre nach der Einverleibung der DDR gehen wieder Tausende Menschen auf die Straße, um zu skandieren „Wir sind das Volk“. Ihnen wurden damals „blühende Landschaften“ versprochen. Tatsächlich wurde den Menschen nach dem Abriss der Mauer Erwerbslosigkeit, Niedriglohnjobs, Perspektivlosigkeit und viel Frust beschert. Die kapitalistische Wirklichkeit kam im Osten Deutschlands an. Nun gilt auch hier das Gesetz: Die Arbeit nutzt nicht der Gesellschaft, sondern dem Reichtum der Konzerne und ihrer Eigentümer. Sie machen Profite auf Kosten der Mehrheit, die Überstunden schuften muss oder gar keine Arbeit hat und trotzdem immer mehr bezahlen muss: Hohe Mieten und Energiepreise, steigenden Kosten für Mobilität und Bildung, etc.

Gefährliche Unzufriedenheit

Die Herrschenden wissen, dass die Unzufriedenheit in der Bevölkerung irgendwann steigen muss – nach den Hartz-Gesetzen, nach völkerrechtswidrigen Kriegen und der noch anhaltenden Krise. Die deutschen Banken und Konzerne, ihr Staat und ihre Medien wissen, dass die Unzufriedenheit ihnen gefährlich werden kann. Deshalb haben sie verschiedene Ablenkungs- und Abwehrmethoden entwickelt. Dazu gehören die Aufstandsbekämpfungspläne der Bundeswehr und solche Ablenkungen wie PEGIDA.

Wovon lenkt PEGIDA ab?

PEGIDA lenkt von denen ab, die verantwortlich sind für die materielle und kulturelle Sackgasse, in der sich Deutschland befindet. Die Verantwortlichen und Profiteure sind die Monopole und ihr Staat. Ihre Jagd nach Profit, ihre Konkurrenz untereinander, rollt über Menschenleben hinweg, ob durch Kriege, durch Armut, Arbeitshetze oder Hoffnungslosigkeit. PEGIDA greift die Unzufriedenheit in der Bevölkerung auf, trommelt Wut und Hass gegen die Zustände zusammen, um sie gegen andere Teile der Bevölkerung zu wenden. Es werden Politiker beschuldigt, sich nicht um „das Volk“ zu kümmern, gemeint ist aber nicht die in Deutschland lebende Bevölkerung, sondern ein „deutsches Volk“. Muslime und Flüchtlinge sollen angeblich nicht dazu gehören.

Muslime, Geflüchtete, Migrierte sind aber unsere Kolleginnen und Kollegen, unsere Nachbarn, unsere Mitstreiterinnen und Mitstreiter für höhere Löhne und mehr Rechte. Sie wollen, genau wie wir alle, ein Leben in Frieden, in Würde, in materieller Sicherheit. Auch davon soll PEGIDA ablenken. Im Namen des Volkes wird versucht, Teile der Bevölkerung gegen andere zu hetzen, mit dem Ziel, die Herrschenden abzusichern und ihre „Ordnung“ zu verfestigen.

Die Mär vom Kulturverlust

PEGIDA soll auch davon ablenken, dass die Geschichte der Menschheit schon lange eine gemeinsame ist: die Religionen und Kulturen haben sich gegenseitig beeinflusst und durchdrungen. Was für uns Weltoffenheit und Universalismus ist, ist für die Rechten „Kulturverlust“ und „Überfremdung“. Dabei hatte auch der Islam eine große Bedeutung für die Entwicklung Europas. Während der arabischen Herrschaft in Spanien gelangten viele wissenschaftliche Schriften nach Europa und so eröffnete sich der Horizont für die weitere Entwicklung bis zur Aufklärung. Der Respekt und die Bewahrung allen kulturellen Erbes ist unsere Aufgabe.

PEGIDA – Anschub für den repressiven Staatsumbau!

Anfang der 90er Jahre ging schon einmal eine rassistische Welle durch Deutschland. Brandanschläge durch Neonazis, Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und Wohnungen von Migranten. Morde, Verletzte, Gehetzte. Als von Hoyerswerda bis Solingen Häuser brannten, stellten sich viele Menschen gegen rassistische Gewalt. Die Schreibtischtäter heuchelten Anteilnahme und nutzten die von ihnen selbst unterstützten Pogrome zur Abschaffung des Grundrechts auf Asyl, und für die verschärfte Abschottung Europas. Das Muster ist heute gleich. Im letzten Jahr wurden bereits das Asylrecht verschärft und die sozialen Rechte von EU-Bürgern beschnitten. Jetzt drohen weitere Angriffe auf die Grundrechte Aller (siehe Kasten).

PEGIDA ist Spaltung – Wir sind die Einheit!

Wir Kommunistinnen und Kommunisten wissen aus mehr als 150 Jahren Erfahrung: Für uns, für die ausgebeutete und entrechtete Klasse, die den Reichtum mit unserer Arbeit schafft, gibt es nur eine Perspektive: Wir müssen uns vereinigen und uns eigenständig organisieren: In Gewerkschaften, in Vereinen, in Hilfs- und Schutzorganisationen, unabhängig von Religion, Weltanschauung, Herkunft und Geschlecht.

Um gegen die scheinbare Übermacht der Klasse der Kapitalisten eine grundlegende Veränderung durchzusetzen, brauchen wir unsere gemeinsame Kraft. Unser Ziel ist die Einheit Lohnabhängigen Bevölkerung. Rechte Bewegungen wie PEGIDA wollen die Spaltung, ebenso wie die Regierung und die Konzerne.

Sie wollen nicht Solidarität, sondern Entsolidariserung, sie wollen nicht vorwärts zu einer besseren, friedlichen Welt, sondern zurück in die Barbarei. Die bitteren Erfahrungen der in Deutschland lebenden Bevölkerung mit zwei Weltkriegen, die von der deutschen Kapitalistenklasse entfesselt wurden, sollten uns Lehre sein:

Nie wieder Krieg!

Nie wieder Faschismus!

 

 

Das Bündnis „Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus“ hat am Montag den 26.01 eine Demonstration veranstaltet.
Diese fand auf dem Bahnhofsvorplatz in Fulda statt und endete mit Redebeiträgen auf dem Uniplatz.

Im Vorfeld hat es ein Koordinierungstreffen gegeben. 80 BürgerInnen aus zahlreichen Parteien, größtenteils bürgerlichen Organisationen, Gewerkschaften und Glaubensgemeinschaften haben sich dort zusammengefunden, um über die Problematik der zurzeit aufkeimenden Fremdenfeindlichkeit und der rechten Aktivitäten in Fulda zu diskutieren und einen Aktionsplan für die Demonstration zu erstellen.

„Wir als Fuldaer Bündnis Nie wieder Faschismus “ und der Deutsche Gewerkschaftsbund verfolgen seit geraumer Zeit, die Aktivitäten in den sozialen Netzwerken zu den Themen wie „keine Moschee in Fulda“ sowie Aktivitäten in rechten Gruppierungen. Wir sehen die Gefahr das den nächsten Wochen, sich in Fulda eine PEGIDA Bewegung entwickeln kann. Wir wollen uns in Fulda dieser Entwicklung entgegen stellen.“

Um der Gefahr des Aufkeimen eines PEGIDA Ablegers in Fulda zuvor zu kommen haben sich 12000 TeilnehmerInnen an der Demonstration mit dem Titel „Fulda stellt sich quer“ beteiligt.
Kernpunkte waren für Weltoffenheit und Toleranz, sowie gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und die Gleichsetzung von mehrheitlich friedlichen Muslimen mit mordenden Terroristen.

Wir wollen ein buntes Fulda, in dem Platz für Jede und Jeden ist, unabhängig von Nationalität, Kultur, Religion, ethnischer Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Und wir dulden auch eine Bewegung wie FUGIDA nicht, denn es ist der Versuch extremer Rechter und Nationalisten, wie in Dresden, viele Menschen auf die Straßen zu bringen, indem Ängste geschürt und Fremdenfeindlichkeit verbreitet werden.

Gelungender Demoauftritt!

Die SDAJ Fulda bildete gemeinsam mit Linksjugend ‚Solid und REVOLUTION sowie interessierten SchülerInnen und jungen ArbeiterInnen den Jugendblock der lautstark und organisiert auftrat. Die Flyer die von uns verteilt wurden haben das klar gemacht, was bei keinem der Redebeiträge geäußert wurde.
PEGIDA ist ein Produkt des massiven Sozial- und Demokratieabbaus! Krisenkosten werden auf die Bevölkerung abgewälzt und Abstiegsängste sind reale Faktoren, die zu Unsicherheiten führen.
Dazu kommt das seit der Zunahme von Flüchtlingsbewegungen durch die Kriege im arabischen Raum propagiert wird das Deutschland „verfremde“.

Unterschiedliche Ansichten und Motive bewegen Menschen zur Teilnahme an PEGIDA – eine diffuse Wut auf die Herrschenden, und soziale Ungerechtigkeit oder die Kritik an der gleichförmige Berichterstattung vieler Medien. Eine Angst vor Flüchtlingen und MuslimInnen eint die Bewegung, eine Angst die von den OrganisatorInnen der Bewegung gezielt hergestellt und als Argumentationsgrundlage genutzt wird.

Notwendige antifaschistische Antworten!

Widerstand ist möglich und unbedingt nötig. Es gilt der Hetze nicht auf den Leim zu gehen und überall, wo PEGIDA auftaucht, sich ihnen in den Weg zu stellen. Wir müssen die Demagogie entlarven und zeigen wer für die Unsicherheit in der Gesellschaft verantwortlich ist: Die Herrschenden auf Bundes- und Landesebene, die Konzerne, die für Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven verantwortlich sind. Rassismus lenkt von diesen Verantwortlichen ab. MuslimInnen werden in ihrer Gesamtheit zu islamistischen Terroristen gemacht, MigrantInnen und Geflüchtete werden als diejenigen präsentiert, die für die Probleme im Land verantwortlich sind. Klassenbewusstsein und Klassenkampf sind immer noch die wirksamsten Waffen gegen Rattenfänger wie PEGIDA oder in unserem Fall – FUGIDA.

Im Rahmen unseres Outings gegen den Ausbeuterkonzern WISAG führten wir mehrere
Infostände auf der Zeil durch um die Situation in dem Betrieb zu skandalisieren.
Nach einem dieser erfolgreichen Infostände meldete sich Andreas bei uns. Er
arbeitete 4 Jahre lang für die WISAG im Bereich Sicherheit & Service und
berichtete uns von den miesen Arbeitsbedingungen.

SDAJ: Hallo Andreas, schön dass du dich bei uns gemeldet hast. Du kennst die Situation
bei der WISAG aus eigener Erfahrung. Was war deine Aufgabe und welche
Arbeitsbedingungen herrschten dort?

Andreas: Ich war Mitarbeiter in einer Poststelle bei einer Firma namens PWC. Ein
Auftraggeber von WISAG. Ich habe dort in einem kleinen Team, 4 – 6 Wisag
Kollegen, den Postdienst im Haus gemacht, also Holen und Bringen von
Briefsendungen und Paketen und weitere Dienstleistungen in Bereich Post, so
ähnlich wie bei einem Postamt.

SDAJ: Wurdet ihr nach den geltenden Tarifverträgen bezahlt und wurden diese auch
eingehalten?

Andreas: Wir haben 8,50 Euro per Stunde erhalten. Die jährlichen Tariferhöhungen wurden
nicht an uns weitergegeben. Erst als als wir nach 3 Jahren mit Streik gedroht
haben wurden der Stundenlohn auf 8,90 Euro erhöht. Außerdem wurden die
gesetzlichen Feiertage nicht bezahlt. auch das wurde erst nach der
Streikandrohung geändert.

SDAJ: Wie war die Stimmung unter den Kolleginnen und Kollegen? Gab es Mobbing oder
andere Versuche die Belegschaft zu spalten?

Andreas: Die meisten Kollegen bildeten ein tolles Team. Wir saßen alle in einem Boot.
Allerdings wenn neue Kollegen als Vertretung oder neu ins Team kamen, wurde von
diesen oft versucht schlechte Stimmung zu machen und das Team zu spalten. Es
wurde dann intrigiert und gemobbt.

SDAJ: Habt ihr den Chef darauf angesprochen und wie hat er reagiert?

Andreas: Für Mobbing und intrigante Kollegen wollte sich keiner interessieren.

SDAJ: Sowohl die WISAG als auch die PWC haben anscheind sehr viel Geld mit diesem
Geschäftsmodell der Leiharbeit gemacht. Wusstet ihr wie viel sie durch euch
einkassiert haben?

Andreas: Es wurden pro Mitarbeiter zwischen 16 -17 Euro die Stunde einkassiert (plus
Mehrwerststeuer). Dieser Betrag wurde jährlich um etwa 2 – 3 % erhöht um die
Inflation und Tariferhöhugen auszugleichen.

SDAJ: Jugendliche sind häufig verstärkt von Ausbeutung betroffen, da sie verstärkt
gezwungen sind jeden Job anzunehmen. Gab es in deinem Bereich Jugendliche und
wie wurden diese behandelt?

Andreas: Es gab in diesem Bereich den einen oder anderen Vetreter, die aus dem
Sicherheitsdienst kamen. Diese erhielten einen Stundenlohn von 7,53 Euro. Es gab
auch einige Mitarbeiter von Subunternehmern. Diese erhielten einen Stundenlohn
von nur 6,50 Euro. Diese meist jungen Kollegen mussten teilweise von der
Tagschicht direkt in die Nachtschicht, also von der Poststelle in den
Wachdienst. Viele haben oft am Wochende im Wachdienst oder an 7 Tagen
hintereinander gearbeitet, also Stunden geschrubbt um genug zu verdienen.

SDAJ: Hattet ihr einen Betriebsrat der sich für euch eingesetzt hat?

Andreas: Der Betriebsrat hat in dieser Beziehung nicht viel gemacht. Im Betriebsrat saßen
auch Bereichsleiter, die eigentlich schon höhere Vorgesetzte und Vetreter des
Unternehmens sind.

SDAJ: Haben sich die Kolleginnen und Kollegen gewehrt?

Andreas: Nur manche Kollegen haben sich gewehrt. Die meisten hatten zuviel Angst um ihren
Job, zumal die meisten nur befristete Arbeitsveträge hatten. 1 Jahresverträge
sind gang und gebe. WISAG stellt gerne Arbeitslose ein, weil dann auch die
Fördergelder von der Agentur für Arbeit eingestrichen werden.

SDAJ: Danke für das interessante Gespräch. Wir werden weiter gegen Arbeitsbedingungen
wie bei der WISAG kämpfen. Wir brauchen mehr Kolleginnen und Kollegen wie dich,
die den Mut aufbringen über die Verhältnisse in ihren Betrieben zu berichten.
Gemeinsam können wir Ausbeuter outen und bekämpfen.

ie Auflösung des griechischen Parlaments im Dezember 2014 und seine Neuwahl am 25. Januar 2015 haben unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.
Merkel und Schäuble sehen den Untergang des Abendlandes kommen. Sie drohen mit wirtschaftlichen Repressalien, falls die Griechinnen und Griechen nicht so abstimmen, wie es in Berlin gewünscht wird.
Auf der anderen Seite des politischen Spektrums erhoffen sich manche linken Menschen von einem Erfolg der Partei „Syriza“ den zweiten großen Sieg des Sozialismus im 21. Jahrhundert (nach der Wahl von Bodo Ramelow zum thüringischen Ministerpräsidenten).
Die Marburger DKP in ihrer stadtbekannten Nüchternheit hält sich von beiden Extremen fern. Sie schlägt vor, das Wahlergebnis vom 25. Januar erst einmal in aller Ruhe zu analysieren.
Da bei der Erörterung der griechischen Zustände immer wieder auch von der Zukunft des Euro die Rede ist, freuen wir uns darüber, dass wir für eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung den Wirtschaftsjournalisten Lucas Zeise gewinnen konnten. Er war Redakteur der „Financial Times“ Deutschland und schreibt in der Tageszeitung „junge Welt“ eine viel gelesene Kolumne über „Lust und Risiken des Kapitalverkehrs“.
Referent: Lucas Zeise (Frankfurt/Main)
Ort: Marburg, Käte-Dinnebier-Saal im Gewerkschaftshaus, Bahnhofstraße 6
Zeit: Donnerstag, 29. Januar 2015, 19:30 Uhr
Hierzu laden herzlich ein: DKP Marburg-Biedenkopf, SDAJ Gießen Marburg

SDAJ-Gruppe Fulda gegründet!

Gepostet am 18. Dezember 2014 Fulda

Seit kurzem gibt es eine SDAJ-Gruppe in Fulda! Wenn ihr Interesse habt, uns kennenzulernen oder wenn ihr mal vorbeischauen möchtet, meldet euch unter info@sdaj-hessen.de oder schreibt SDAJ Hessen in Facebook.

Wir sind gerade dabei, die ersten Veranstaltungen und Aktionen zu planen – mehr Infos folgen bald…

Der Frankfurter Ableger FRAGIDA (Frankfurt gegen die Islamisierung des Abendlands) der neurechten Bewegung PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Ablendlands) hat für Mitte Januar eine Demo in Frankfurt angekündigt. Unter dem Vorwand das „christliche Abendland“ gegen salafistischen Islamismus verteidigen zu wollen, werden Ressentiments gegen Muslime geschürt und rechte Ideologien verbreitet.

Wir möchten gemeinsam mit möglichst vielen Frankfurterinnen und Frankfurtern verhindern, dass FRAGIDA in Frankfurt Fuß fassen kann! Mehr Infos gibt es bald hier.

…und hier gehts zur Facebook-Veranstaltung.

Mit Phillip Becher, im DGB-Haus-Marburg, am 30.01.2015 um 19 Uhr

In zahlreichen europäischen Staaten haben sich rechts von den konservativen Parteien Gruppierungen etabliert, die sich als Anwälte des »Normalbürgers« ausgeben. Gemeinhin als rechtspopulistisch bezeichnet, polemisieren sie scharf gegen – meist muslimische – Einwanderer und vertreten Parolen von »law and order«, fordern jedoch ebenso mehr plebiszitäre Elemente. In Deutschland findet sich ein Spektrum aus Internet-Blogs, Zeitschriften und Think-Tanks mit deutlicher Nähe zum Rechtspopulismus, das sich in der »pro«-Bewegung parteiförmig ausdrückt. Auch bei der eurokritischen »Alternative für Deutschland« wird verschiedentlich eine Affinität zu rechtspopulistischen Inhalten und Rhetoriken konstatiert. In den USA wirkt mit der »Tea Party« eine rechtspopulistische Kraft, die sich unter Bezug auf »amerikanische Werte« strikt gegen sozialen und demokratischen Fortschritt wendet. Der Band informiert über die relevanten wissenschaftlichen Forschungsansätze. Mit Profilen rechtspopulistischer Formationen in Europa und Nordamerika und der Analyse ihrer Programmatik und Politik wird ihren Perspektiven, ihrem Verhältnis zum Faschismus und den Folgen für die Demokratie nachgegangen.

Am 17. Januar 2015 übernimmt die Marburger Burschenschaft Germania den Bundesvorsitz des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft (DB). Damit steht ab nächstem Jahr eine neonazistische Vereinigung an der Spitze eines ohnehin reaktionären Verbandes. Wir nehmen dies zum Anlass gegen die Burschenschaft Germania, deren Verstrickung in die Neonaziszene und gegen das extrem rechte Weltbild der Deutschen Burschenschaft zu demonstrieren.

Dass die Deutsche Burschenschaft ein Rückzugsort für Studenten mit extrem rechten Gedankengut ist, weiß spätestens seit dem Ruf nach dem sogenannten Ariernachweis (Spiegel) jede_r. Mit der Übernahme des Vorsitzes durch die Marburger Burschenschaft Germania nimmt diese Tendenz eine weitere Facette an.

Mit den Germanen übernimmt eine neonazistische Gruppierung den Vorsitz einer bundesweiten Organisation rechter Studenten. Die Trennung des rechten Lagers in intellektuelle Neue Rechte und schlägertypische Kameradschaften gibt es in Marburg nicht mehr. Die ansässigen DB-Burschenschaften – vor allem die Germania und die Rheinfranken – stellen Räume und Strukturen für neonazistische Politik, ob Fackelmärsche, Vorträge, Flugblattaktionen oder Naziaufkleber in der Stadt.

Dies liegt nicht zuletzt an der Zusammensetzung der Aktiven der Burschenschaft Germania. Antifaschistische Gruppen deckten auf, dass sie sich derzeit aus ehemaligen Kadern freier Kameradschaften, Funktionären der Jungen Nationaldemokraten, völkischen Fanatikern und Aktivisten der Neuen Rechten rekrutiert. Als Anlaufpunkt für die hiesige Neonaziszene haben die Verbindungshäuser Lutherstraße 3 und 5 zweifelhaften Ruhm erlangt.

Gleichzeitig wird bundesweit extrem rechte Politik von Marburg aus gesteuert und verwaltet. Denn als Vorsitzende gibt die Burschenschaft Germania ab 2015 dem letzten völkisch-rechten Studentenverband der BRD, der Deutschen Burschenschaft, den Ton an. Und der Ton in der Villa der Germania mit der Hausnummer 3 ist seit jeher tiefbraun.

Wir stellen dem Treiben der Burschenschaft Germania unseren entschlossenen Widerstand entgegen. Marburg bleibt rot.

Die Nazivilla Germania dichtmachen! Gegen die Vorsitzende der DB!

Antifa Demo
Sa, 31. Januar 2015
18 Uhr, Marburg Bahnhofsvorplatz

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen!

Das deutsche Kapital unterstützt Faschisten in der Ukraine, die EU-Wahlen zeigen einen Rechtsruck, in Schule, Betrieb und Uni wird gespart. 300.000 Ausbildungsplätze fehlen jährlich. Doch 32 Milliarden werden für die „Verteidigung“ ausgegeben. Sprich: Für Kriegseinsätze für die deutschen Banken und Konzerne, imperialistische Kriegseinsätze.  Aber: Imperialistische Kriege sind nichts Neues – dagegen kämpften auch schon 1914 Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Lenin, denen wir an diesem Wochenende gedenken wollen. In Gedenken an die von ihnen angeführten Revolutionen wollen wir uns selbst für unsere Interessen einsetzen!

Am 10/11. Januar dreht sich in Berlin alles um Militarismus. Auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz, organisiert von der Jungen Welt, erwartet euch ein interessantes Programm rund um Antimilitarismus, die NATO und Co. Parallel dazu finden zusätzliche Runden und Workshops der SDAJ statt. Am Sonntag machen wir uns mit mehreren tausend Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus selbst für unsere Interessen, gegen die deutschen Kriegstreiber und den deutschen Imperialismus stark.

Aus Hessen werden DKP und SDAJ wieder gemeinsam einen Bus nach Berlin organisieren.

Lust, mit uns mitzukommen? Dann melde dich jetzt bei deiner SDAJ-Gruppe vor Ort oder unter info@sdaj-hessen.de!

Wir freuen uns darauf, im Januar mit euch zu diskutieren, zu feiern, zu kämpfen!
SDAJ Hessen

 

Mehr Infos zum Programm auf der Konferenz und am Wochenende findet ihr unter: http://www.sdaj-netz.de/lll-wochenende/

Rund 3.000 Demonstrantinnen und Demonstranten haben am 22. November in Frankfurt am Main gegen die Krisenpolitik der EU und die Macht von Troika und EZB protestiert. Anlass war der Umzug von der alten in die neue EZB. 1,3 Milliarden Euro hat der Prunkbau gekostet. Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus unterschiedlichsten Teilen der Gesellschaft. Auch wir von der SDAJ haben uns mit mehreren Ortsgruppen an der Demo beteiligt. Gemeinsam mit verschiedenen Bündnispartnern zeigten wir als Block das nicht alle Menschen in dieser Gesellschaft den aktuellen Entwicklungen tatenlos zusehen. Die EZB ist ein Symbol für den Sozialabbau in ganz Europa. Doch die Krisenpolitik ist Teil des Systems. Welche krassen Zustände das kapitalistische Wirtschaftssystem auf der ganzen Welt immer wieder hervorruft können wir alle aktuell in Spanien und Griechenland sehen. Jugendarbeitslosigkeit bei 50%, verordnete Sparpolitik und ein Erstarken der rechten Kräfte. Diese Zustände erwarten uns bald auch, wenn es so weitergeht. Darum zeigen wir uns solidarisch mit den Menschen, die in ganz Europa von der Politik der EU betroffen sind. Die Wahrheit ist und bleibt: Der Kapitalismus ist nicht in der Krise, die Krise heißt Kapitalismus. Am selben Tag wurde auch das offizielle Datum für die Eröffnungsfeier der neuen EZB bekanntgegeben. Am 18.03.2015 ist es dann soweit und wir werden auch wieder dabei sein. Aber nicht um zu feiern, sondern um Widerstand zu zeigen.