Morgen um 15:00 Uhr am Römer:

Kundgebung gegen Wohnungsnot!

 

…denn:

Eine Wohnung in Frankfurt? Das ist Glückssache!

„Durchgangszimmer zum Bad zu vermieten. Schuhschrank bleibt drin“, „17 Quadratmeter für 450€ im Monat“ – keine ungewöhnlichen Angebote in Frankfurt. Der Preis pro Quadratmeter liegt mittlerweile im Schnitt bei 12€ im Monat plus Nebenkosten, wer sich keine eigene Einbauküche leisten kann, zahlt deutlich mehr. Frankfurt ist mittlerweile die zweitteuerste Stadt in Mietfragen – und das bekommen insbesondere Auszubildende, Studierende und junge Arbeiter und Arbeiterinnen zu spüren.

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Londoner Preise im Westend?!

97% der Wohnfläche in Frankfurt ist belegt, die Stadt ist fast voll. Die wenigsten Angebote kommen für junge Leute in Frage, denn mancherorts liegen die Preise pro Quadratmeter bei 40€, erreichen fast Londoner Niveau. Wer in eine WG ziehen möchte, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen – zum Teil kommen mehrere hundert Bewerbungen auf eine Wohnung. Und wer sich eine eigene Wohnung suchen möchte – der hat schlechte Chancen. Ohne Bürgschaft und Kaution, manchmal sogar Einkommensnachweis der Eltern geht gar nichts, junge Leute sind nicht gerne gesehen.

Für junge Leute unbezahlbar!

Studierende, deren Eltern das Studium nicht mal eben finanzieren können, bekommen im Monat maximal 597€ BaföG. Das reicht sowieso schon kam um auszukommen, bei den Mietpreisen ist es nahezu unmöglich. Und nach dem Studium dürfen die Betroffenen dann erstmal ein paar Jahre Schulden abbezahlen.

Noch schlimmer trifft es Auszubildende: Häufig haben diese schon ab dem ersten Lehrjahr eine 40-Stunden-Woche. Für einen Minijob, wie in viele Studierende machen oder machen müssen, bleibt da keine Zeit mehr. Und von einer Vergütung zwischen 400 und 700€ zu leben? Bei den Preisen unzumutbar.

Vertreibung von Mietern für mehr Profit?

Wie kann es dazu kommen, dass in einer Stadt mit vielen Azubis, jungen Arbeitern und Arbeiterinnen und Azubis so wenig Wohnraum für junge Leute zur Verfügung steht?

Mit teuren Wohnungen kann man eben mehr Geld machen: Investorunternehmen kaufen Immobilien und Grundstücke auf, renovieren sie und bombadieren die Mieter und Mieterinnen solange mit Mietpreiserhöhungen, bis diese umziehen müssen. Dort, wo früher WGs und mehrere Familien wohnten, werden nach einer Kernsanierung teure Eigentumswohnungen profitbringend verkauft.

Insbesondere im Nordend und im Ostend wurde diese Entwicklung in den letzten Jahren vorangetrieben.

Wohnungsknappheit   ist kalkuliert!

Während es offensichtlich an bezahlbarem Wohnraum fehlt, steht 20% der Bürofläche in Frankfurt leer. Das sind 2,4 Millionen Quadratmeter – bei 30 Quadratmetern pro Person (und das ist für die meisten jungen Leute sehr viel!) sind das 80 000 neue Wohnungen. Der Platz ist da, der Wille fehlt. Denn mit Büroflächen und teuer verkauften Wohnungen lässt sich eben mehr Geld machen als mit Studierenden-WGs.

Aber: Bezahlbare Wohnungen sind unser Grundrecht! Und weil die Investoren auch weiterhin mehr Geld verdienen wollen und unseren Wohnraum damit zerstören, müssen wir selbst aktiv werden.

Wir fordern:

– Bezahlbaren Wohnraum für Alle – Wohnraum vergesellschaften!

– Büroflächen zu Wohnraum umfunktionieren!

– Schluss mit steigenden Mieten & Verdrängung!

– Zwangsräumungen stoppen!

Screenshot 2013-11-07 14.12.43Was dich am LLL-Wochenende erwartet

Du bist auch genervt vom Jugendoffizier an deiner Schule, die Kriegseinsätze der Bundeswehr machen dich ziemlich wütend und du fragst dich, warum die herrschende Klasse Millionen für neue Drohnen aber kein Geld für deine Bildung hat?

Dann komm mit uns nach Berlin zum LLL-Wochenende! Das jährliche Gedenken an Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Wladimir Iljitsch Lenin ist ein Höhepunkt im Kalender der revolutionären Linken sowohl in Deutschland als auch international.

2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal und der faschistische Zweite Weltkrieg zum 75. Mal. 100 Jahre Krieg und Kriegspolitik – 100 Jahre Widerstand. Deswegen wird sich an diesem Wochenende alles um den deutschen Imperialismus drehen: Über den Ersten Weltkrieg, aber auch um aktuelle Interventionen wie in Syrien, die Zerstörung von Libyen und der Bundeswehreinsatz in Afghanistan.

Neben der Großdemonstration am 12. Januar mit einem revolutionären Jugendblock erwartet dich am Samstag die Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt mit vielen internationalen Gästen und spannenden Diskussionen. Zwischendurch kannst du dich im „Cafe International“ mit unseren Geschwisterorganisationen über Kampferfahrungen der Jugend in Griechenland, Portugal und der Türkei auszutauschen, Ergebnisse von unserer Cuba-Solidaritäts-Kampagne entdecken oder an einem alternativen Stadtrundgang durch Berlin teilnehmen. Am Abend darfst du dich auf eine große Party gegen Militarismus freuen.

Aus Hessen werden DKP und SDAJ wieder gemeinsam einen Bus nach Berlin organisieren.

Unser Material zum LLL-Wochenende findest du hier.

 

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„Der Imperialismus ist das höchste Stadium des Kapitalismus“ – so schrieb Lenin 1916 im Exil.

Aber was heißt das? Und gibt es heute überhaupt noch Imperialismus?

Wir lesen zusammen W.I. Lenins „Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ und beschäftigen uns mit dessen historischen Kontext. Parallel dazu erarbeiten wir uns Grundlagen der politischen Ökonomie. Lust an Theorie und Diskussionen?

Dann komm zu erstem Treffen am 10. November um 18:00 Uhr in Zusammen e.V.!

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Am 14.11.2013 um 20:00 Uhr im DGB-Haus Marburg, Käthe-Dinnebier-Saal in der Bahnhofstraße 6

„Nur ein gebildetes Volk ist ein freies Volk“ (José Martí)

Kostenlose, qualitativ hochwertige Bildung vom 2. Lebensjahr bis zum Tod und das für Alle?!Unvorstellbar, oder? Aber Cuba hat es geschafft. Unsere Solidaritätsbrigaden hatten die Möglichkeit, das Bildungssystem auf der kleinen sozialistischen Insel genauer anzuschauen und zu erfahren,wie es ein Land in wenigen Jahren schafft,über eine Millionen Menschen zu alphabetisieren.

Aber nicht nur das: Auch weitergehende Bildung ist jedem Kind auf Cuba frei zugänglich. 100% der Cubaner_innen besuchen die Grundschule, 99% bestehen die 9.Klasse. In internationalen Vergleichstests werden andere lateinamerikanische Länder regelmäßig abgehängt und sogar Industrienationen überholt. Auch körperlich und geistig beeinträchtigte Menschen erhalten einen Zugang zur Bildung und werden besonders gefördert.In den Hochschulen gibt es kostenlose Kurse für Rentner_innen und die Uni zahlt Wohnraum, Essen und Materialien für jeden einzelnen Studierenden.

Warum das so ist, wie das möglich ist und was für Probleme dabei auftreten, werdet ihr von uns erfahren können. Berichten werden zwei Brigadisten der SDAJ, die drei Wochen mit cubanischen Studierenden zusammen an der technischen Universität Havannas gelebt, gelernt und gearbeitet haben und ein Student der THM Gießen, der ein Auslandssemester in Cuba absolviert hat.

 

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Am letzten Freitag fand in Frankfurt eine Solidaritätsdemo mit den lampedusischen Flüchtlingen in Hamburg statt. Die Gruppe „Hamburg in Lampedusa“ besteht aus ca. 350 Menschen, die vor dem Krieg in Libyen und den Luftangriffen der NATO geflüchtet sind. In völlig überfüllten Booten mussten sie das Land verlassen; viele Flüchtende überlebten diese Reise nicht. Doch selbst diejenigen, die unverletzt übers Mittelmeer kommen, sind der menschenverachtenden Asylpolitik der EU-Staaten ausgeliefert. So haben sie täglich unter schlechten Lebensbedingungen und Rassismus zu kämpfen.

Wir als SDAJ wissen, dass an alldem auch der deutsche Imperialismus schuld ist. Mit Panzerlieferungen, Einsatz deutscher Truppen und Kapitalinvestitionen hat der deutsche Staat die Situation bewusst zugespitzt, um die Interessen der Banken und Konzerne auf militärischem Weg zu wahren oder wirtschaftlich schwächere Länder direkt in ökonomische Abhängigkeit zu bringen. Doch auch in Deutschland hat der alltägliche Rassismus eine wichtige Funktion für die Kapitalisten: Durch die Spaltung der Menschen in „Deutsche“ und „Ausländer“ verschleiern sie unsere gemeinsamen Interessen als ArbeiterInnen und schwächen so unsere Kampfkraft.

Zu diesem Schluss kamen die rund 900 DemonstrantInnen, die sich am Freitag auf der Konstablerwache versammelten, um ihre Solidarität mit den Flüchtlingen und ihren Protest gegen den deutschen Imperialismus auszudrücken. Nach der Kundgebung fand eine spontane Demonstration statt, die mit vielen Demosprüchen begleitet wurde. Gemeinsam haben wir deutlich gemacht, dass wir uns nicht spalten lassen, sondern weiterhin gemeinsam für unsere Interessen eintreten.

* Für die Abschaffung der Residenzpflicht, des Lagersystems, der Arbeitsverbote und anderer Schikanen wie dem Gutscheinsystem!
* Stopp aller Abschiebungen!
* Kein Mensch ist illegal!
* Gegen die deutsche Beteiligung an Kriegen in aller Welt!
* Krieg dem imperialistischen Krieg!
* Internationale Solidarität statt Festung Europa!

–> Unser Flugblatt zur Demo.

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen!Dass Deutschland wieder Kriege führt, dass das „deutsche Job-Wunder“ eigentlich gar keins ist und dass bei Bildung und Sozialem gespart wird, aber für Waffen und Kriegseinsätze plötzlich mehrere Millionen Euro locker gemacht werden – das ist nichts Neues. Als einer der größten Waffenexporteure weltweit ist die deutsche Regierung mitverantwortlich für den Tod zahlreicher Menschen, während bei uns das Bildungssystem kaputt gespart wird, hunderttausende Ausbildungsplätze und bezahlbarer Wohnraum fehlen.2014 jährt sich der Erste Weltkrieg zum 100 Mal – 100 Jahre Krieg gegen die Jugend, 100 Jahre Widerstand.

Am 11./12. Januar dreht sich in Berlin alles um den deutschen Imperialismus. Auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz, organisiert von der Jungen Welt, erwartet euch ein interessantes Programm mit Runden zu Kriegseinsätzen in Afrika, der Intervention in Syrien, Strategien, wie wir uns wehren können und noch viel mehr. Am Sonntag machen wir uns mit mehreren Tausend Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus selbst für unsere Interessen, gegen den deutschen Imperialismus stark:

Aus Hessen werden DKP und SDAJ wieder gemeinsam einen Bus nach Berlin organisieren.

Wann? 11./12. Januar
Abfahrt:
Darmstadt: 10.01.14, 23 Uhr, DGB-Haus
Frankfurt: 11.01.14, 00:00 Uhr, DGB-Haus
Gießen: 11.01.14, 01:00 Uhr, Hauptbahnhof

Kosten? 50€ normal, 40€ ermäßigte Karte (ohne Eintrittskarte für Rosa-Luxemburg-Konferenz der Jungen Welt)

Lust, mit uns mitzukommen? Dann melde dich jetzt bei deiner SDAJ-Gruppe vor Ort oder unter info@sdaj-hessen.de!

Wir freuen uns darauf, im Januar mit euch zu diskutieren, zu feiern, zu kämpfen!
SDAJ Hessen

Das Programm:
Freitag
Abfahrt mit dem Bus:
23 Uhr: Darmstadt (DGB Haus)
24 Uhr: Frankfurt (DGB Haus)
1 Uhr: Gießen (Hauptbahnhof)

Samstag:
Teilnahme an der Rosa-Luxemburg-Konferenz
11 Uhr: Alternative Stadtführung durch Berlin
12 Uhr: Antimilitaristisches Aktiventreffen
14 Uhr: Jugendpodium „Ihre Kriege auf unsere Kosten – Jugend im Visier des Militarismus“
16 Uhr: Café International (Austausch mit kommunistischen Jugendlichen aus Südeuropa)
20 Uhr: Verbandstreffen der SDAJ mit Kulturprogramm und Arbeiterliedern
22 Uhr: LLL-Party von SDAJ & ARAB

Sonntag:
10 Uhr: Jugendblock auf der Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Demonstration
ca.14 Uhr: Rückfahrt mit dem Buslll14_banner_facebook

Warum muss ich arbeiten, bis zum Umfallen, während andere keine Arbeit haben?
Wie entsteht der Preis von Waren?
Wie werden wir denn genau ausgebeutet?
Wie entsteht eigentlich Profit?

Am Sonntag, den 24. November 2013, möchten wir einen Lesezirkel starten und uns mit Karl Marx auseinandersetzen. „Lohn, Preis und Profit“, so lautet der Vortrag, den Marx vor der Internationalen Arbeiterassoziation hielt. Darin erklärt er recht gut verständlich die Zusammenhänge von Löhnen und Profit.

Den Text gibt’s unter: http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm

Wenn ihr Lust habt Fragen zu stellen, zu lesen und mit zu diskutieren, dann kommt vorbei:
16 Uhr im Linkstreff Darmstadt (Landgraf-Philipps-Anlage 32)

*Eure SDAJ und DKP Darmstadt

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In Frankfurt waren heute mehrere hundert streikende Kolleginnen und Kollegen aus dem Einzelhandel auf der Straße, um für ihre Rechte zu kämpfen. Darunter beispielsweise Arbeiter, Arbeiterinnen und Auszubildende von H&M, Karstadt, toom, real und weiteren, die unter anderem auf der Zeil über die wahren Bedingungen der Filialien aufklärten. So predigte Karstadt in den letzten Jahren Lohnverzicht – und so sparte der Konzern insgesamt 400 Millionen €. Aber: Die Situation der Kolleginnen und Kollegen hat sich seitdem nur verschlechtert, Arbeiterinnen und Arbeiter, Aushilfen und Auszubildende stehen nun noch schlechter da.

Bereits im Februar hatten die Arbeitgeberverbände im Einzelhandel die aktuell gütltigen Tarifverträge im ganzen Bundesgebiet (ausgenommen Hamburg) gekündigt. Darunter auch die Kündigung des Manteltarifvertrags, in dem die Rahmenbedingungen bezüglich Kündigungen, Urlaub, Arbeitszeit und vieles mehr geregelt wird. Eine Kollegin von H&M bezeichnete das als Angriff auf über Jahre erkämpfte Grundrechte – und um einen solchen Generlangriff handelt es sich hierbei auch.

Besonders betroffen sind Azubis und junge Beschäftigte. Diese sind in zweifacher Hinsicht von diesen Angriffen betroffen: Erstens werden sich die Ausbildungsbedingungen verschlechtern, beispielsweise in Bezug auf die Ausbildungsvergütung. Zweitens werden sie bei einer eventuellen Übernahme in noch schlechtere Bedingung übernommen, als dies jetzt schon der Fall ist. So berichtet die eben genannte Kollegin bereits jetzt von Zeitarbeit in ihrer Filiale, von Mitarbeitern, die sich aus diesem Grund nicht auf die Straße trauen, weil sie Angst haben, dass ihr Vetrag nicht verlängert wird. Die Sitaution von Aushilfen und Teilzeitmitarbeitern ist nicht besser: Ihr Lohn reicht ebenfalls kaum, um über die Runden zu kommen. Bei einem Stundenlohn von unter 6€ heißt das: Ernorme Unsicherheit und Zukunftsangst.

Es geht nun darum, unseren kämpfenden Kolleginnen und Kollegen aus dem Einzelhandel den Rücken zu stärken. Wir erklären uns solidarisch mit den Streikenden und wünschen euch weiter viel Erfolg in der Tarifauseinandersetzung!

Wir fordern:

– Sofortige Rücknahme der Kündigung des Manteltarifvertrags!

– Mindestlohn von 12€ – jetzt sofort!

– Verbot von Zeitarbeit und Übernahme der Betroffenen in unbefristete Jobs!

– Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Veranstaltung des Netzwerk Cuba mit Unterstützung der DGB-Jugend Hessen-Thüringen, des ver.di Bezirk Südhessen und vielen anderen:

Mehr als 3.400 Cubanerinnen und Cubaner wurden seit 1959 bei Terroranschlägen durch rechte exilcubanische Gruppen getötet. In den 1990er Jahren verstärkten diese ihre Attacken.

adriana-perez-tourDie „Cuban 5“ -Fernando González, Antonio Guerrero, Ramón Labañino, René González und Gerardo Hernández- beobachteten im Auftrag der cubanischen Regierung daraufhin Mitte der 1990er Jahre diese Contra-Gruppen. Ihnen gelang, was die US-Behörden nicht vollbringen wollten: Dank der Cuban5 wurden ca. 170 Anschläge gegen Cuba verhindert.

Schließlich wurden die US-Behörden aktiv – gegen die fünf Cubaner [!] . 1998 verhaftet, wurden sie 2001 in Miami, dem Machtzentrum der exilcubanischen Mafia, zu drakonischen Strafen verurteilt. Heute ist bewiesen: die US-Regierung bezahlte während des Prozesses Journalisten dafür, die Fünf als Mörder und Spione zu diffamieren. Und das, obwohl z.B. die UNO die Verhaftung und Verurteilung der Fünf als willkürlich einstuft.

Amnesty International u.a. kritisieren Menschenrechtsverstöße gegen die Cuban5: darunter und besonders perfide – die Verhinderung familiärer Kontakte. Adriana Pérez hat ihren Ehemann Gerado seit 18 Jahren nicht gesehen. Von den USA kurzerhand zum „Nationalen Sicherheitsrisiko“ erklärt, wird ihr die Einreise verweigert. Wenn es nach den USA ginge, bliebe Gerardo Hernández bis ans Ende seiner Tage im Gefängnis.
Die juristischen Möglichkeiten sind inzwischen so gut wie erschöpft. Jetzt liegt es an der in über 100 Ländern aktiven internationalen Solidaritätsbewegung durch Druck auf die US-amerikanische Regierung, die Freilassung der Cuban5 durchzusetzen.
Am 12. September jährte sich die Verhaftung der Cuban5 zum 15. Mal. Aus diesem Grund ist Adriana Pérez auf einer Reise durch Europa und wird dabei auch in die BRD kommen.

Wann? Freitag, 04. Oktober, 17:00 Uhr.

Wo? DGB-Haus Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77

 

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Am 28.9. haben in Frankfurt rund 500 und in ganz Deutschland mehrere tausend Menschen demonstriert – für Vergesellschaftung von Wohnraum, das Verbot von Zwangsräumungen – für bezahlbare Wohnungen für alle.

Wir als SDAJ waren mit einem eigenen Block dabei: „Wohnungsnot im ganzen Land – unsre‘ Antwort: Widerstand!“

Denn: Eine Wohnung in Frankfurt? Das ist Glückssache!

„Durchgangszimmer zum Bad zu vermieten. Schuhschrank bleibt drin“, „17 Quadratmeter für 450€ im Monat“ – keine ungewöhnlichen Angebote in Frankfurt. Der Preis pro Quadratmeter liegt mittlerweile im Schnitt bei 12€ im Monat plus Nebenkosten, wer sich keine eigene Einbauküche leisten kann, zahlt deutlich mehr. Frankfurt ist mittlerweile die zweitteuerste Stadt in Mietfragen – und das bekommen insbesondere Auszubildende, Studierende und junge Arbeiter und Arbeiterinnen zu spüren.

Mietendemo

Londoner Preise im Westend?!

97% der Wohnfläche in Frankfurt ist belegt, die Stadt ist fast voll. Die wenigsten Angebote kommen für junge Leute in Frage, denn mancherorts liegen die Preise pro Quadratmeter bei 40€, erreichen fast Londoner Niveau. Wer in eine WG ziehen möchte, muss sich auf lange Wartezeiten einstellen – zum Teil kommen mehrere hundert Bewerbungen auf eine Wohnung. Und wer sich eine eigene Wohnung suchen möchte – der hat schlechte Chancen. Ohne Bürgschaft und Kaution, manchmal sogar Einkommensnachweis der Eltern geht gar nichts, junge Leute sind nicht gerne gesehen.

Für junge Leute unbezahlbar!

Studierende, deren Eltern das Studium nicht mal eben finanzieren können, bekommen im Monat maximal 597€ BaföG. Das reicht sowieso schon kam um auszukommen, bei den Mietpreisen ist es nahezu unmöglich. Und nach dem Studium dürfen die Betroffenen dann erstmal ein paar Jahre Schulden abbezahlen.

Noch schlimmer trifft es Auszubildende: Häufig haben diese schon ab dem ersten Lehrjahr eine 40-Stunden-Woche. Für einen Minijob, wie in viele Studierende machen oder machen müssen, bleibt da keine Zeit mehr. Und von einer Vergütung zwischen 400 und 700€ zu leben? Bei den Preisen unzumutbar.

Vertreibung von Mietern für mehr Profit?

Wie kann es dazu kommen, dass in einer Stadt mit vielen Azubis, jungen Arbeitern und Arbeiterinnen und Azubis so wenig Wohnraum für junge Leute zur Verfügung steht?

Mit teuren Wohnungen kann man eben mehr Geld machen: Investorunternehmen kaufen Immobilien und Grundstücke auf, renovieren sie und bombadieren die Mieter und Mieterinnen solange mit Mietpreiserhöhungen, bis diese umziehen müssen. Dort, wo früher WGs und mehrere Familien wohnten, werden nach einer Kernsanierung teure Eigentumswohnungen profitbringend verkauft.

Insbesondere im Nordend und im Ostend wurde diese Entwicklung in den letzten Jahren vorangetrieben.

Wohnungsknappheit   ist kalkuliert!

Während es offensichtlich an bezahlbarem Wohnraum fehlt, steht 20% der Bürofläche in Frankfurt leer. Das sind 2,4 Millionen Quadratmeter – bei 30 Quadratmetern pro Person (und das ist für die meisten jungen Leute sehr viel!) sind das 80 000 neue Wohnungen. Der Platz ist da, der Wille fehlt. Denn mit Büroflächen und teuer verkauften Wohnungen lässt sich eben mehr Geld machen als mit Studierenden-WGs.

Aber: Bezahlbare Wohnungen sind unser Grundrecht! Und weil die Investoren auch weiterhin mehr Geld verdienen wollen und unseren Wohnraum damit zerstören, müssen wir selbst aktiv werden.

Wir fordern:

– Bezahlbaren Wohnraum für Alle – Wohnraum vergesellschaften!

– Büroflächen zu Wohnraum umfunktionieren!

– Schluss mit steigenden Mieten & Verdrängung!

– Zwangsräumungen stoppen!