Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen von Siemens Offenbach!

Am 17.11. hat Siemens angekündigt, den Standort Offenbach mit dem Standort Erlangen „zusammenzulegen“. Was Siemens als Zusammenlegung verkaufen möchte, ist in Wahrheit eine Schließung des Standorts Offenbach – insgesamt 800 Arbeitsplätze sollen hier gestrichen werden. Neben Offenbach sind auch die Standorte Görlitz, Leipzig und das „Dynamo“-Werk in Spandau betroffen, die komplett geschlossen werden sollen. Insgesamt geht es in Deutschland um 3500 Stellenstreichungen, international um 6900.

Betriebsschließung trotz Milliardengewinnen!

Noch Anfang November, also zwei Wochen vor der Ankündigung der Stellenstreichungen, hatte die Siemens-Geschäftsführung ihre Jahresbilanz präsentiert: Der Konzernchef Kaeser berichtete über einen Gewinnsprung von 11% im Jahr 2017 auf ganze 6,2 Milliarden Euro! Und selbst die Bereiche, die besonders von den Stellenstreichungen betroffen sind – Energieversorgung und Antriebstechnik – fahren noch immer große Gewinne ein. So lag die Marge 2017 bei über 10% und auch nach der neuen Prognose würden diese Bereiche weiterhin Gewinne machen. Nur sind diese Siemens im Vergleich nicht groß genug.

Perspektive unklar

Wann genau der Standort Offenbach geschlossen werden soll, ist noch unklar, einige Aufträge im Kraftwerkbau sollen zunächst noch abgeschlossen werden. Perspektiven wurden den Kolleginnen und Kollegen bisher nicht angeboten, viele sind enttäuscht davon, wie Siemens mit ihnen als langjährigen Mitarbeitern umgeht. Oberstes Ziel von Siemens ist eben die Profitmaximierung. Zwar spricht Siemens davon, dass die Kompetenzen von Offenbach und Erlangen im Standort Erlangen zusammengezogen werden sollen, ob das bedeutet, dass zumindest ein Teil der Kolleginnen und Kollegen weiter bei Siemens arbeiten, ist nicht klar. Und selbst wenn: Erlangen ist über 200km von Offenbach entfernt, zu weit, um täglich zu pendeln.

Widerstand organisieren!

IG Metall und der Betriebsrat von Siemens Offenbach versuchen aktuell, möglichst viele ihrer Kolleginnen und Kollegen am Standort Offenbach gewerkschaftlich zu organisieren und nehmen Kontakt zu den anderen Siemens-Standorten auf, um gemeinsam Druck auf Siemens ausüben zu können. An dem Tag, an dem die Kolleginnen und Kollegen über die Betriebsschließung informiert wurden gab es bereits eine öffentliche Versammlung.

Solidarität zeigen!

Die Kolleginnen und Kollegen von Siemens brauchen unsere Solidarität – was sie heute trifft, kann morgen oder übermorgen auch uns treffen. Deshalb rufen wir auf, die Kolleginnen und Kollegen im Kampf gegen die Schließung des Standorts zu unterstützen! Infos zum aktuellen Stand und zu Aktionen gibt’s unter:

Siemens bleibt in Offenbach

Mehr Infos zu Werkschließungen und Stellenabbau bei Siemens:

Kahlschlag bei Siemens

Ein Leben lang Widerstand

Zum Leben von Emil Carlebach, Frankfurter Antifaschist und Kämpfer für den Frieden

Als Hitler am 1.Mai 1933 auf einer Berliner Kundgebung vor den Gewerkschaften spricht, sitzt der Jugendliche Emil Carlebach mit seiner Gruppe vor dem Radio und verfasst ein Flugblatt, welches die Pläne Hitlers zur Zerschlagung des Widerstands im Lande entlarvt. Noch in der gleichen Nacht wird das Flugblatt in die Briefkästen verteilt. Vier Jahre später wird Carlebach in das Konzentrationslager Dachau und von dort nach Buchenwald deportiert. Unter den Bedingungen der Haft setzte er den Widerstand fort und gibt am 4./5. April 1945 mit anderen das Signal zur Selbstbefreiung des Konzentrationslager. Auch nach der Befreiung blieb Carlebach überzeugter und konsequenter Antifaschist. Der Frankfurter war einer der Mitbegründer der VVN, hielt Zeitzeugenvorträge und war hessischer Landtagsabgeordneter. Als Mitglied der 1956 verbotenen KPD floh Carlebach in die DDR. Bis 1969 wurde der Haftbefehl gegen ihn durch die BRD aufrechterhalten. Emil Carlebach starb am 9. April 2001 in Frankfurt am Main. In Erinnerung an diesen konsequenten Kämpfer gegen Faschismus und für Frieden werden unsere Clubabende in Zukunft seinen Namen tragen.

Kommt vorbei, es wird danach noch eine Diskussion und Getränke geben!

Wann: Montag, 18.12.2017, 19 Uhr
Wo: DGB Jugendclub U68, Frankfurt

Facebook-Veranstaltung

Bericht zur Oktoberkonferenz am 21.10.2017 in Berlin

 

Am 21. Oktober fand im Kino „Babylon“ in Berlin die, von der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), dem Rotfuchs – einer kommunistischen Zeitschrift  – und der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) organisierte, Oktoberkonferenz statt. Unter dem Motto „Revolution hat Zukunft“ gab es Vorträge, Botschaften ausländischer Kommunisten, eine große Podiumsdiskussion und Kulturprogramm. In der Podiumsdiskussion ging es zum Großteil über die linke Szene heute. Dazu diskutierten Vertreten von Rotfuchs der DKP und SDAJ, der KPD und der Partei Die Linke inwiefern man sich über parlamentarischem Wege (so Die Linke) dem Sozialismus erreichen könne oder doch über den „Weg des Widerstandes“, wie es DKP und SDAJ nennen, also im gemeinsamen Kampf mit Gewerkschaften und Interessenvertretungsgremien.

Außerdem bot die SDAJ als Jugendorganisation neben dem Hauptprogramm zwei Workshops an. Einerseits ging es um Falschdarstellungen der Oktoberrevolution, wie wir sie bspw. aus dem Geschichtsunterricht kennen, und wie sie aus Sicht der SDAJ wirklich war. Im zweiten Workshop befassten wir uns mit Berthold Brecht, lasen die Gedichte Fragen eines lesenden Arbeiters und Lob der Dialektik und diskutierten über die Rolle des Theaters beim Bewusstseinsschaffen der Arbeiterklasse.

Zwischen den Vorträgen aber vor allem auch zum Abschluss der Konferenz gab es auch Kulturprogrammpunkte. So wurden gemeinsam Arbeiterlieder, die an die gemeinsamen Erfolge der Arbeiterklasse erinnern, gesungen und Gedichte und Texte von kommunistischen Künstlern vorgetragen.

Da wir gerade eindrucksvoll erfahren haben, wie es an Kassels Schulen aussieht, bleibt noch die Frage mit dem Geld stehen. Die Regierungsparteien meinen es sei nicht genug Geld insgesamt da und man müsste eben abwägen wie viel Geld man worein investiert.

Wenn man dann sieht, dass ein Flughafen in Calden, der Kassel durch die einfachere Warenzufuhr nur zu einem besseren Handelsstandpunkt macht, wichtiger ist, als unsere maroden Schulen, dann fragt sich nicht zweimal wessen Interessen im Rathaus durch solche Parteien vertreten wird. Sicherlich nicht die der SchülerInnen, Azubis und KollegInnen.

Wenn man den Parteien so etwas jedoch vorwirft, weisen sie die Schuld auf letzte Regierung ab.

In Kassels fehlen allein ca. 144 Mio. € zur Sanierung der Schulen. Dazu kommen noch die fehlenden Lehrstellen und die hohen Materialkosten. Denn es kann nicht sein, dass wir in einem Land, wo angeblich Lehrmittelfreiheit herrscht, steigende Kopierkosten, etliche Lektüren oder Taschenrechner für 130 € bezahlen müssen.

Bleiben wir jedoch erst mal bei den Sanierungen.

Dass sich die Situation zunehmend verschlechtert, wird schnell klar wenn bei einem Investitionsstau von 144 Mio. € nur 2,7 Mio. € für das Jahr 2018 im Kasseler Haushalt eingeplant sind. Der Trend ist weiterhin negativ, so waren es 2016 z.b. noch 4,7 Mio. € für Kassels Schulen.

Für die Offene Schule Waldau ist beispielsweise im nächstes Jahr kein einziger Cent auf dem Plan. Die Naturwissenschaftlichen Fachräume sind mit ca. 1,7 Mio. € für 2020 angesetzt, was noch lange nicht bedeutet, dass dies auch umgesetzt wird. Die Strategie hier heißt Aufschieben, Aufschieben, Aufschieben. Denn schon im Haushaltsplan für 2012 waren die Fachräume der OSW mit 3,68 Mio. € für 2016 angesetzt.

Auch an der Jacob-Grimm- und der Elisabeth-Knipping-Schule sind für 2018 kein Cent angesetzt.

Von zusätzlichen Fördermaßnahmen des Bundes und des Landes, dem Kommunalen Investitionsprogramm kurz KIP, wird auch sofort angefangen, das Rathaus für 15,5 Mio. € zu sanieren, während die Schulen im einzelnen mit Ansätzen von durchschnittlich 1,4 Mio. € deutlich schlechter abschneiden.

Doch muss man dazu sagen, dass nicht nur die Kommune allein verantwortlich ist. Unser Protest richtet sich nämlich ebenso an die Bundesregierung!

Sie will 2% des Bruttoinlandsproduktes in Verteidigung investieren, anstatt in eine gute Bildung. Die Steigerung auf 2% sind zusätzlich noch einmal 20 Mrd. €,welche man in eine bessere Bildung investieren könnte.

Auch eine Millionärssteuer von 2% würde Jährlich 48 Mrd. € bringen, was alle Male reichen würde um die schätzungsweise 11 Mrd. €, die in der Bildung fehlen, abzudecken.

Rede der SV der OSW bei der Kundgebung „Bildung am Boden“ des Bündnis „Unsere Zukunft erkämpfen“:“Schimmelige Wände, stinkende Toiletten, ein undichtes Dach und Naturwissenschaftsräume, die seit 3 Jahrzehnten nicht mehr saniert wurden. So sieht es momentan an der offenen Schule Waldau aus. Die SV hat in der Vergangenheit schon mehrfach versucht, Geld für die Mängel und besonders für die Naturwissenschaftsräume zu erkämpfen. Doch wie man heute sieht, hat das nie funktioniert.  Lehrern und Schülern ist in besagten Räumen kein guter Unterricht mehr möglich. Denn ohne Strom, ohne Material und mit kaputten Abzugshauben kann keine ganze Klasse ordentlich experimentieren. Die SV hat sich aus diesen Gründen entschieden, weiter für mehr Geld zu kämpfen. Vor den Sommerferien haben wir bereits den ersten Schritt getan. Die SV hatte einen Aktionstag vorbereitet an dem unter anderem eine Podiumsdiskussion stattfand. Doch was das allerwichtigste war: Unsere MitschülerInnen haben erkannt, dass es wichtig ist, dass alle mit der SV zusammenarbeiten müssen, um unser Ziel erreichen zu können. Nun muss es weitergehen. Wir haben einige Aktionen geplant und haben uns dem Bildungsbündnis angeschlossen. Wir haben eine starke SV und viele Unterstützer, mit denen wir es hoffentlich schaffen werden.“

Hallo, ich bin Marie-Luise von der Jakob-Grimm-Schule.

Auch meine Schule ist unzufrieden mit der Bildungspolitik der Stadt Kassel. Der Haushaltsplan von unserer Stadt plant nämlich für Investitionen in Gebäudesanierung und Materialerneuerung an der Jakob-Grimm-Schule genau 0€ auszugeben. Zwar ist unsere Schule im Vergleich zur OSW und zur Elisabeth-Knipping-Schule nicht ganz so scheiße dran, also bei uns regnet`s zumindest nicht rein.

Aber trotzdem sind unsere Toiletten sanierungsbedürftig. Trotzdem ist die Technik an unserer Schule veraltet. Und trotzdem haben wir eine Heizung, die von uns Schülern nicht angestellt werden kann. Und es kann einfach nicht sein, dass so was dann noch zu einer der „besser ausgestatteten Schulen“ zählt.

Wir wollen, dass die Schule zu einem Ort wird, an dem man gut lernen kann. Aber die Abgeordneten im Rathaus scheinen sich im Moment nicht für die Anliegen von uns Jugendlichen zu interessieren.Wir wollen, dass unsere Bedürfnisse in der Politik berücksichtigt werden!

Deswegen (sitzen/)stehen wir heute hier für alle Kasseler Schulen und fordern: Mehr Geld für Bildung!

In Kassel hat sich ein Bündnis gegründet, um zu erreichen, dass im nächsten Haushaltsplan mehr Geld für Bildung vorgesehen wird. Das erreicht man aber nicht durch Diskussionen mit Politikern, sondern nur durch öffentlichen Druck. Eine dieser Aktionen war die Kundgebung „Bildung am Boden“ vor dem Rathaus mit mehr als 70 teilnehmenden Schülern.

Ein Redebeitrag der Kundgebung  ist nachfolgend dokumentiert:

  1. Vanessa vom  Bildungsbündnis:
    Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Azubis, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter

    mein Name ist Vanessa und ich begrüße Euch alle im Namen des Bündnisses Unsere-Zukuft-Erkämpfen auf der heutigen Kundgebung „Bildung am Boden“. Symbolisch haben wir uns hier auf dem Boden versammelt, denn die Bildung ist am Boden, weil seit Jahren immer mehr Gelder für Schulen und Bildung eingespart werden.

    Das Bündnis aus Schülerinnen und Schülern, SV-VertreterInnen, politischen Jugendverbänden sowie der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft und Gewerkschaftsjugenden, hat sich gegründet, weil in den Kassler Schulen und Berufsschulen seit Jahren die dringend nötigen Gelder von der Stadt fehlen um zu sanieren und modernisieren.

    Mittlerweile sprechen wir von einem Sanierungsstau von 144 Millionen Euro. Wir sprechen von Löchern in den Decken, Löchern in den Wänden, von veralteten Unterrichtsmaterialien und unsicheren Gasleitungen in den Naturwissenschaftlichen Fachräumen. Das, was wir – Schülerinnen und Schüler beziehungsweise unsere Eltern jedes Jahr mehr zahlen müssen, für die Anschaffung von  Lernmaterial wir von Jahr zu Jahr mehr. Kann das gerecht sein? Nein! Das hat nichts mehr mit „kostenloser Bildung für alle“ zu tun!

    Es kann nicht sein, dass bei der Bildung und damit der Grundvoraussetzung für unsere Zukunft, die Ausgaben der Stadt auf einem Minimum gehalten werden. Gute Bildung braucht gute Schulen, mit moderner Ausstattung und Räumen in denen man gut und gerne lernt.

    Die heutige Kundgebung soll der Auftakt sein für weitere Aktionen um unserem Anliegen Gehör zu verschaffen!
    Wir werden jetzt ein paar Berichte von Kasseler Schulen hören, in welchen die Zustände miserabel und unverantwortlich sind

    WIR SIND HIER UND WIR SIND LAUT; WEIL MAN UNS DIE BILDUNG RAUBT!

Wenn linke Meinungen kriminalisiert werden

Während bei Nachforschungen über den NSU-Prozess geschlampt wird und die Täter vermutlich in den Reihen des Verfassungsschutzes stehen, ist es für die linke Szene sehr schwer. Heute wie damals steht die Drohung mit dem Berufsverbot für linke Aktivisten und Engagierte im Raum. Linke Zentren werden geschlossen und, dass es Überwachung gegenüber Linken gibt, ist kein Geheimnis.  Es wird auf vielen Wegen versucht, die linke Szene einzuschränken. Doch gerade dann sollten wir uns nicht einschüchtern lassen, sondern für unsere Rechte kämpfen und mit diesen Missständen an die Öffentlichkeit gehen.

Deswegen laden wir, am Montag, den 09. Oktober um 18.00 im DGB Jugendclub (Spohrstr. 6) zu einer Veranstaltung mit drei Betroffenen ein, die aufgrund ihrer politischen Aktivität in den 60ern/70ern Berufsverbote bekamen und sich gegen diese wehrten. Zum Teil werden sie heute noch vom Verfassungsschutz überwacht.

Berichte aus Havanna

Gepostet am 6. September 2017 Kassel Landesverband

Am 18. August fand in Kassel im Phillip-Scheidemann-Haus eine Veranstaltung zu der heutigen Situation auf Kuba statt. Dazu stellte Tobi, Mitglied der SDAJ und Mitgründer des Projektes „proyecto tamara bunke“, das Buch „Kuba im Wandel“ vor. In diesem Buch halten die Teilnehmer des Projektes Eindrücke zu bestimmten Themen Kubas fest. Tobi erzählte uns von dem proyecto tamara bunke, welches Menschen unterschiedlichsten Alters ermöglicht, für ein Semester auf Kuba Marxistische Theorien zu studieren und sich in die Kubanische Gesellschaft zu integrieren. Er las uns aus dem Buch vor und beantwortete die Fragen, welche wir zu Kuba und dem dortigen Realsozialismus hatten. Er erklärte uns wie demokratische Wahlen auf Kuba funktionieren, wie freundlich die Menschen auf Kuba auf Gäste reagieren und wie gut es den KubanerInnen, trotz Wirtschaftsblockade geht. Nach all diesen Eindrücken, welche in kompletten Gegensatz zur westlichen Berichterstattung über Kuba stehen hatten wir alle nur noch den Wunsch sofort nach Kuba auszuwandern. Doch der Kampf für ein besseres Leben braucht uns in Deutschland!

Mehr Infos unter: https://berichteaushavanna.de/

Auf dem diesjährigen Hessentag in Rüsselsheim legt die Bundeswehr wieder 
einen ordentlichen Auftritt hin.In einem eingezäunten Bereich des 
Hessentaggeländes gibt sich die Bundeswehr bei bestem Wetter 
menschlich und volksnah wie eh und je.

Zwischen Infozelten, an denen gut gelaunte Uniformierte stehen, 
gibt es Getränkestände, eine Pommesbude und sogar ein Lagerfeuer, 
an dem Stockbrot gebacken wird. Die meisten Besucher sind Familien, 
hier und da tummeln sich auch ganz kleine Kinder. 
Trotzdem kommt das familienfreundliche Bild einfach nicht auf. 
Warum nicht ist schnell erklärt. Wer fühlt sich schon familiär aufgehoben 
zwischen Panzern, Kriegshubschraubern, Haubitzen, 
bewaffneten Polizist/innen und Soldat/innen?
 Wer fühlt sich familiär aufgehoben von Soldat/innen, die jungen, 
teilweise minderjährigen Menschen Studien- und Ausbildungsplätze 
bei einem Arbeitgeber anbieten, der seine Angestellten in den Tod schickt? 
Wer fühlt sich schon wohl, zwischen denen, die Kriege für die Profite 
der deutschen Banken und Konzerne
 in aller Welt führen und dafür morden?

Wir jedenfalls nicht!! Und deswegen haben wir, die SDAJ HESSEN, 
mit einer klaren Aktion gezeigt, dass die Bundeswehr 
ihre heuchlerische Kriegspropaganda nicht unkommentiert 
in die Welt posaunen kann! 

Mittels einer Panzerbesetzung haben wir
 die Bundeswehr bei ihrem Propagandaauftritt gestört und 
unsere Forderungen lautstark verkündet! Anschließend haben wir uns
 mit circa 50 anderen Menschen an der Antikriegs-Kundgebung auf dem
 Hessentag beteiligt, wo wir mit vielen Menschen ins Gespräch 
gekommen sind, die einerseits unsere Aktion klasse fanden,
 aber vor allem ebenso wenig Bock wie wir auf die Bundeswehr 
haben!

Für uns bleibt klar: Egal, wo die Bundeswehr auftaucht, wir werden auch 
da sein, und unsere Forderungen nach Frieden und echten Perspektiven für 
alle Jugendliche den Heuchlern und Kriegstreibern entgegensetzen -
 auf dem Hessentag, in den Schulen, Messen, Betrieben, Unis und überall!

Unsere Forderungen bleiben daher:
Kein Platz für die Bundeswehr in Schulen, auf Messen, auf dem Hessentag!
Geld für Bildung statt für Militär und Rüstung!
Zivile Ausbildungsplätze für alle!
Stopp aller Bundeswehreinsätze & Rüstungsexporte!