„Die Revolution ist großartig, alles andere ist Quark.“
– Rosa Luxemburg

Im Gegensatz zu Rosa Luxemburgs Zeiten findet in diesem Land zurzeit keine Revolution statt. Aber ganz wie damals gibt es jede Menge Quark: Die Abwälzung der Kosten der Krise des Kapitals auf die Schultern der Lohnabhängigen, der Rentner und der arbeitenden und lernenden Jugend wird mit immer drastischeren Mitteln durchgesetzt. Mit den Hartz-Gesetzen, Niedriglöhnen, Leiharbeit, Rente mit 67 und schonungsloser Kürzungspolitik im Sozial- und Bildungsbereich hat sich die BRD gegenüber ihren Konkurrenten innerhalb der Europäischen Union einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Und den nutzt sie jetzt. Über die Instrumente zur „Euro-Rettung“, wie den dauerhaften Rettungsschirm ESM, die in Wirklichkeit Rettungsschirme für die Banken sind, zwingt der deutsche Imperialismus auch den südlichen EU-Staaten brutale Sparprogramme auf. Gleichzeitig rüsten die Staaten des „demokratischen Westens“ zu einem neuen Krieg, diesmal gegen Syrien. Und auch bei der Kriegshetze ist die Bundesrepublik vorne mit dabei. Angeblich will sie dort die Demokratie fördern. Das behauptet ausgerechnet ein Staat, dessen Geheimdienste zutiefst verstrickt sind in die mörderischen Aktivitäten der Neonazi-Terrorzelle NSU. Das alles ist großer Quark – von einer Gesellschaft, in der die Grundrechte der Jugend auf gute und kostenfreie Bildung, Ausbildung und Arbeit, auf ein Leben in Frieden, ohne Rassismus und Faschismus, auf intakte Umwelt, Mitbestimmung und Gleichberechtigung durchgesetzt sind, sind wir weit entfernt.

Auch zu der Zeit, in der Rosa Luxemburg ihren Satz aufgeschrieben hat, war der Quark groß: Von Kaiser und Generälen im Interesse der deutschen Banken und Konzerne in einen Weltkrieg getrieben, machten die Arbeiter und Soldaten im November 1918 endlich Schluss. Ihre Antwort: Revolution. Ihr Ziel: eine Gesellschaft, in der sich die Grundrechte verwirklichen lassen, eine sozialistische Gesellschaft. Vorgemacht hatten es ihnen die Arbeiter und Bauern in Russland 1917 unter der Führung der Bolschewistischen Partei des Revolutionärs Wladimir Iljitsch Lenin. In Deutschland erreichten die Revolutionäre das Ende des Krieges und die Errichtung einer parlamentarischen Republik. Es gelang, den 8-Stunden-Arbeitstag durchzusetzen, genauso wie das Wahlrecht für Frauen. Nach mehreren Monaten von Massenstreiks und Barrikadenkämpfen scheiterte die sozialistische Revolution jedoch. Ihre Anführer wurden von der Gegenrevolution gejagt und ermordet. Dazu gehörten Rosa Luxemburg und ihr Genosse Karl Liebknecht. Wenn wir am 13. Januar auf die Straße gehen, dann gedenken wir dieser Kämpfer gegen Imperialismus, Faschismus und Krieg.

Auf zum Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Wochenende 2013!

Auf der Luxemburgkonferenz werden wieder 2.000 KommunistInnen und revolutionäre SozialistInnen zusammenkommen und ihre gemeinsame Strategie und Taktik mit ReferentInnen aus allen Erdteilen diskutieren. Spannende und informative Runden stehen an, so die Runde zur internationalen Krisenabwälzung auf die Arbeiterklasse. Nicht minder interessant ist die Diskussionsrunde „Arbeiterjugend 2013 – Lernen, wie wir kämpfen müssen“. Das traditionelle Verbandstreffen unserer SDAJ wird genauso freudig erwartet wie die beliebte Party im Anschluss an die Konferenz.
Zehntausende werden dagegen zur Lenin-Luxemburg-Liebknecht-Demo am darauffolgenden Tag erwartet.

Alles in allem also ein perfekt abgerundetes Programm.
Und es kommt noch besser:

SDAJ und DKP Hessen organisieren auch dieses Jahr wieder einen Bus nach Berlin!

Für läppische 50€ kannst DU mit uns nach Berlin fahren.

Sollte dir das Aufgrund mangelnder Errungenschaften im Klassenkampf trotzdem zu teuer sein, so gibt es auch ein Sozialticket für nur 40€.

Der Bus fährt in der Nacht von Freitag, den 11.1., auf Samstag, den 12.1., los und kommt Sonntag, den 13.1., am frühen Abe

nd zurück.

Abfahrt:

23:00, 11.01.: Darmstadt, DGB-Haus

00:00, 12.01.: Frankfurt, DGB-Haus

01:00, 12.01.: Gießen, Hauptbahnhof

Rückfahrt:
gg. 14:00, 13.01.: Brücke nahe Abschlusskundgebung der LLL-Demonstration

Wenn Du jetzt begeistert bist, dann schick eine E-Mail an info@sdaj-hessen.de

http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/

http://www.marburger-echo.de/fileadmin/download/flyer.pdf

 

¡No pasarán! – Sie werden nicht durchkommen! – war eine Parole aus dem spanischen Bürgerkrieg , die für Durchhaltevermögen und Kampf stand, als die Faschisten Madrid entgegen marschierten. Mit dieser Parole wurde 2010 erstmals auch für Dresden mobilisiert. Dresden wurde in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges, am 13. Februar 1945, durch alliierte Bomber zerstört und eine Vielzahl von Zivilisten kam dabei um. Seit jeher wird den Opfern dieses schrecklichen Bombardements gedacht, jedoch entwickelte sich der Trauermarsch im letzten Jahrzehnt zu der größten Neonazidemonstration Europas. Doch 2010 änderte sich das, als sich 12.000 Antifaschist_innen den Neonazis entgegenstellten und ihre Demonstration blockierten. Auch 2011 stellten sich wieder tausende antifaschistische Aktivist_innen den Neonazis entgegen. 2012 gelang dann der erste Erfolg: Die Neonazis traten zur alljährlichen Großdemonstration gar nicht erst an. Dresden ist jedoch kein Einzelfall, in vielen deutschen Städten versuchen Neonazis alljährlich Trauermärsche und andere Demonstrationen durchzuführen, so z.B. in Magdeburg oder in Dortmund. Nachdem nun Dresden keine Möglichkeit mehr ist, um die Propaganda der Faschisten zu verbreiten, wird von diesen vorallem das Ausweichen auf Magdeburg angestrebt. Das dortige Bombardement soll nun Anlass geben für einen weiteren bundesweiten „Trauer“marsch. Diesem Neonaziaufmarsch stellten sich in den letzten Jahren ebenfalls immer mehr Antifaschist_innen entgegen. Allgemein stellen sich immer mehr Menschen Neonaziaufmärschen entgegen. Die Blockierung dieser Aufmärsche ist sehr wichtig, denn sie stärkt den demokratischen und antifaschistischen Zusammenhalt der Gesellschaft und demoralisiert gleichzeitig die Faschisten. Die Blockaden zeigen, dass rechte Ideologie in der deutschen Gesellschaft und Politik nichts mehr verloren hat, die Blockaden zeigen, dass die deutsche Gesellschaft aus der Geschichte gelernt hat und entschieden gegen Faschismus eintritt! In diesem Sinne: ¡No pasarán!- Lasst sie nicht durch! Faschismus gehört konsequent bekämpft, damit nie wieder ein solches Leid über Europa und die ganze Welt hereinbricht! Wir rufen auf, jegliche Blockaden gegen Neonazis zu unterstützen, jetzt und auch in Zukunft! Für eine demokratische und antifaschistische Gesellschaft! ¡No pasarán!- Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

 

Am Morgen des 10. November 1938 wurden in Gießen, wie in vielen anderen Städten und Gemeinden in Deutschland, Synagogen, jüdische Geschäfte und Häuser von Nazis und ihren Anhängern niedergebrannt. Menschen wurden geschlagen, gejagt und ermordet. Die Bevölkerung sah weg oder klatschte Beifall und beteiligte sich an den Pogromen. Dieses dreitägige Pogrom, das von den Nazis zynisch Reichskristallnacht genannt wurde, war ein wichtiger Schritt zur Festigung der Macht der Faschisten.

Die von den Nazis von langer Hand vorbereitete Aktion hatte zwei Ziele. Die ökonomische Ausplünderung der jüdischen Bevölkerung und die Einschüchterung von möglicher Opposition. Da Widerstand gegen dieses verbrecherische Vorgehen ausblieb, erwies sich dieses Pogrom als ein wesentlicher Schritt zur Festigung der faschistischen Diktatur. Es folgte der 2. Weltkrieg mit über 50 Millionen Toten und der Holocaust, die industrielle Massenvernichtung der jüdischen Bevölkerung Europas.

Was dieser mehrtägige Pogrom für Gießen bedeutete, lässt sich hier nachlesen:
http://www.uni-giessen.de/cms/kultur/universum/geschichte/geschichte-giessens/die-nacht

Um den Opfern dieses staatlich organisierten Terrors gegen die jüdische Minderheit in Gießen und Deutschland zu gedenken, aber auch um gegen heutigen Rassismus und Antisemitismus zu protestieren, sind am 09.11.2012 mehrere hundert Demonstranten durch Gießen gezogen. An mehreren historischen Orten der Geschehnisse vor 73 Jahren wurde Halt gemacht und Reden von verschiedenen antifaschistischen Organisationen gehalten.

Als Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend waren wir wie im letztem Jahr auch (http://comandante.twoday.net/stories/49609591/) ebenfalls vertreten. Im folgenden dokumentierten wir die Rede, welche von einem Genossen im Namen der SDAJ Gießen/Marburg gehalten wurde:

„Liebe Anwesende,

Seit Jahrhunderten wurden jüdische Menschen in der europäischen Geschichte unterdrückt, ausgeschlossen, verachtet und geächtet, so waren Sie Sündenböcke für die Pest im Mittelalter, ihnen wurde vorgeworfen die Brunnen vergiftet zu haben. Sie waren entrechtete Menschen, die sich nur mit den „schmutzigen“ Arbeiten abfinden durften, so zum Beispiel mit dem Geldverleih, was dazu führte das Juden und Jüdinnen über Epochen hinweg bezichtigt wurden sich ausschließlich für Gold und Profit zu interessieren. Viele Verschwörungen rankten sich um das sogenannte „Finanzjudentum“ oder den „jüdischen Bolschewismus“, welche nun als Sündenbocke für die Weltwirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts hinhalten mussten. So warf man der jüdischen Bevölkerung vor sie würden das Weltgeschehen aus dem Hintergrund kontrollieren. Nachdem die NSDAP unter Adolf Hitler 1933, die Macht im Staate übernahm, wurde der Antisemitismus staatlich betrieben. Dabei schreckten die Nazis vor nichts zurück, sie füllten die Lehrpläne mit antisemitischen und pseudowissenschaftlichen Rassentheorien, boykottierten jüdische Geschäfte und beschränkten deren öffentliches Leben. 1935 kam es dann zu den Nürnberger Rassegesetzen, die den Juden und Jüdinnen ihre politischen Rechte entzogen, sie wurden aus allen öffentlichen Ämtern entlassen und auch sogneannte Mischehen zwischen „Ariern“ und „Juden“ wurden verboten. Im Oktober 1938 kam es dann zu einer Abschiebung mehrerer verhafteter jüdischer Bürger an die polnische Grenze, die von der polnischen Regierung aber auch nicht aufgenommen wurden. Sie waren dazu verdammt auf unbestimmte Zeit im deutsch-polnischen Niemandsland herumzuirren, bis die polnische Regierung doch die Grenzen öffnete. Unter jenen Personen befanden sich auch die Eltern Herschel Grünspans, der am 7. November 1938 in Paris den Gesandtschaftsrat Ernst von Rath, aus Rache für das Leid seiner Angehörigen, erschoss. Goebbels nutzte dieses Attentat um ein geplantes Pogrom, schier unvortellbaren Ausmaßes, loszubrechen. Braune SA- und SS-Truppen stürmten am Abend des 9. November daraufhin jüdische Synagogen, Geschäfte und Wohnungen und setzen diese auch in Brand. Der Polizei und der Feuerwehr wurde vorher der Befehl gegeben, die Brände nur dann zu löschen, wenn sie auf die nahestehenden Häuser übergreifen sollten. Im Laufe dieser Pogrome wurden mehrere hundert Synagogen niedergebrannt und mehrere tausend Geschäfte zerstört. Auch zu sehr vielen Morden kam es in dieser Nacht. Allerdings war die Vernichtung jüdischen Eigentums nur eine Seite des Pogroms. So führte es auch zu einer riesen Verhaftungswelle, in der 40.00 jüdische Bürger verhaftet wurden und 10.000 alleine direkt nach Buchenwald kamen- ohne jeden Prozess oder Grund. Am Ende gab man der jüdischen Bevölkerung selbst die Schuld für die Pogrome und sie wurde dazu verpflichtet für die Kosten aufzukommen, was einem gleichzeitigen Ausschalten aus der Wirtschaft entsprach. Diese Pogrome fanden in fast allen deutschen Städten statt, auch in Gießen wurden damals die beiden Synagogen niedergebrannt, die jüdischen Geschäfte in der Neustadt zerstört und Morde an jüdischen Bürgern begangen. Ein Großteil der deutschen Bevölkerung sah dabei tolerierend zu oder war am sogenannten „Volkszorn“ aktiv dabei, es wurde kaum Widerstand geleistet, denn die organisierte Arbeiterklasse war zerschlagen worden, die Kpd, die SPD und die Gewerkschaften verboten und die Indoktrination hatte Erfolg. Das Pogrom wurde von den Hitlerfaschisten auch als Test benutzt, um herauszufinden wie stark der Antisemitismus mittlerweile in der Arbeiterklasse verbreitet war.
Wir haben uns nun hier versammelt, um an diese unmenschlichen, ja sogar schon barbarischen Taten zu erinnern. Das Gedenken an diese Pogrome muss aufrechterhalten werden, denn wer aus der Geschichte nicht lernt, ist dazu verdammt sie zu wiederholen. Wir dürfen uns aber nicht nur auf das Gedenken beschränken! Wie uns die Geschichte gezeigt hat, ist der Faschismus deutschen Schlages aus dem demokratischen System der Weimarer Republik enstanden, dass heißt, solange es noch Neonazis und Faschisten in unserem Land gibt, besteht auch die Möglichkeit das wir wieder zu solch einer Barbarei zurückkehren können, wenn sich diesmal nicht alle Menschen aktiv am Antifaschismus beteiligen. Deshalb müssen wir, die Leute die sich hier versammelt haben, den Neonazis Widerstand entgegensetzen. Denn auf den bürgerlichen Staat können wir uns dabei nicht verlassen, wie jüngst die Äffäre um den NSU gezeigt hat. Aber es ist nicht nur der NSU. Der Rechtsterrorismus ist so alt wie die Bundesrepublik selbst. So zum Beispiel der Bund Deutscher Jugend hier in Hessen, die Wehrsportgruppe Hoffmann oder die „Deutschen Aktionsgruppen“. All diese Gruppierungen verübten Attentate mit mehreren Todesopfern. Und eine weitere Gemeinsamkeit haben diese Gruppen auch: der Staat war stets verwickelt in den braunen Terrorismus. Und das ist auch weiterhin so. Der Bundsrepublik mangelt es an staatlichem Antifaschismus – ganz im Gegensatz seines historischen Erbes lässt der Staat Neonaziaufmärsche zu, deckt diese juristisch und erlaubt auch die Gründungen von neonazistischen Parteien, obwohl jüngst bei Hausdurchsuchungen in der Nazi-Szene wieder Waffen und Sprengstoff gefunden wurden. Deshalb liegt es umso mehr an uns, sich den Nazis in den Weg zu stellen, um unsere Grundrechte und unsere Sicherheit zu verteidigen. Nie wieder darf solch eine Barabarei erneut über die Menschheit herziehen.
Die Neonazis sind allerdings genausowenig untätig, wie wir es an diesem Tage sind. Allerdings demonstrieren sie nicht, um die Erinnerung an diese bestialischen Handlungen aufrechtzuerhalten. Nein, sie marschieren um zu provozieren, Geschichtsrevisionismus zu betreiben und um ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten.
So ist es zumindest morgen, am 10. November in Hünfeld, in der Nähe von Fulda, geplant. Die Faschisten haben sich diesen Ort ausgesucht, weil es dort kaum antifaschistische Strukturen gibt, dennoch hat sich nach kurzer Zeit ein breites Bündnis gegründet, dass kein braunes Gedankengut in Hünfeld tolerieren möchte. Auch wir die SDAJ werden morgen anwesend sein und versuchen zu verhindern, dass sie die Möglichkeit haben ihren Hass zu verbreiten. Wir rufen auch alle hier Anwesenden auf, sich den Nazis morgen in den Weg zu stellen! Denn wer daran interessiert ist, dass Gedenken an die Schrecken des deutschen Faschismus aufrechtzuerhalten, der sollte sich auch aktiv für eine antifaschistisch-demokratische Gesellschaft einsetzen. Denn wie wir alle wissen: Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Vebrechen. Millionen Tote mahnen!“

 

 

Odenwald Nazifrei

Gepostet am 7. Dezember 2012 Darmstadt/Odenwald Landesverband

SDAJ und DGB-Jugend veranstalteten antifaschistischen Filmabend

Am Freitag, den 30.11. luden SDAJ und DGB Jugend zu einem Antifa Filmabend inklusive Diskussion zu den Naziaktivitäten im Odenwald ein. Es wurde der Film „Nackt unter Wölfen“ gezeigt.

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn füllte sich das Mehrgenerationenhaus der AWO mit 30-40 Interessierten aller Altersgruppen, um den Film zu sehen und etwas über rechte Organisationen aus dem Odenwald und deren Soziale Demagogie zu erfahren.

In dem Film geht es um ein 3 jähriges Kind das im Frühjahr 1945, in einem Koffer versteckt, in das Konzentrationslager Buchenwald kommt und dort von den Mitgefangenen bis zur Selbstbefreiung vor den SS-Wächtern versteckt wird. Der Film zeigt beispielhaft wie man mit Solidarität und organisiertem Widerstand den Faschisten Einhalt gebieten kann.

Dem Film folgte eine Analyse der Forderungen und Inhalte der im Südhessen auftretenden Nazis. Anhand von ihren Stickern und Texten wurde ihre menschenfeindliche Ideologie offen gelegt. Deutlich wurde, dass sich ihre rassistische Hetze unter einem sozialen Schleier verbirgt. „Diese Soziale Demagogie muss enttarnt werden, um die Faschisten wirkungsvoll zu bekämpfen“, äußerte sich ein Vertreter der SDAJ in der anschließenden Diskussion.

Während des Abends konnten sich die Besucher an einem Informationsstand mit Flyern, Stickern und Zeitschriften versorgen. Zahlreiche Jugendliche fanden sich nach der Veranstaltung zusammen um weiter Aktivitäten gegen die Naziumtriebe zu planen.

Alles in allem war es ein gelungener und informativer Abend für Jung und Alt.

Als Karl Liebknecht am 23. Oktober 1918 aus dem  Gefängnis frei kommt, ist der Erste Weltkrieg fast vorüber. Der Aufstand der Kieler Matrosen gibt den Anstoß für reichsweite Demonstrationen und Massenstreiks, überall im Kaiserreich gründen sich Arbeiter- und Soldatenräte. Als die Novemberrevolution ausbricht, steht Liebknecht an deren Spitze und ruft am 9. November 1918 die Freie Sozialistische Republik Deutschland aus. Das Berliner Schloss wird besetzt, der Kaiser flieht. Doch der Sieg der Revolution währt nicht lange, die Truppen der Konterrevolution werden zusammengezogen, eine Jagd auf Kommunisten beginnt. Im Januar 1919 verkündet die „Rote Fahne“ die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts.

In dem Spielfilm „Trotz Alledem!“ werden in spannender Weise die weltbewegenden Ereignisse von Oktober 1918 bis zum Januar 1919 nacherzählt.

 

Wir wollen den Film in Vorbereitung auf das alljährliche Luxemburg-Liebknecht-Lenin-Wochenende in Berlin zeigen. Dort gedenken wir am 12. und 13. Januar Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und all den anderen Kämpfern gegen Imperialismus, Faschismus und Krieg.

Karten für den Bus nach Berlin könnt ihr beim Filmabend kaufen.
Neben dem Film gibt‘s noch leckere Cocktails!
Der Erlös aus dem Getränkeverkauf kommt dem Cuba-Soliprojekt zugute.

 

19. Dezember
19:30 Uhr
DGB Jugendclub (Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77)

 

Schau doch auch mal hier vorbei: https://www.facebook.com/events/175814522564348/?ref=notif&notif_t=plan_user_invited

ANTIFA FILMABEND

Gepostet am 29. November 2012 Darmstadt/Odenwald Landesverband

SDAJ und DGB-Jugend zeigen:
Nackt unter Wölfen
Freitag, 30.11., 18 Uhr
Kellereibergstraße 44
AWO-Mehrgenerationenhaus in Michelstadt

Anschließende Diskussion:
„Naziaktivitäten im Odw. und soziale Demagogie der Nazis“

Freier Eintritt
günstige Getränke

 

Millionen Jugendliche arbeiten in unsicheren Verhältnissen, wie als Leiharbeiter oder in Praktika, finden keinen Ausbildungsplatz oder werden danach nicht übernommen, während gleichzeitig Milliarden für Bankenrettung und Kriege ausgegeben werden.
Nazis nutzen diese Situation und verpacken ihr rassistisches und antidemokratisches Weltbild, geben sich sozial oder gar antikapitalistisch um der Jugend dann einfache Lösungen für diese Probleme zu bieten: Ausländer oder Juden seien schuld daran.
Nach der Machtübertragung an die Nazis 1933 zeigten sie wie sozial und antikapitalistisch sie tatsächlich sind: Zwangsarbeit, Ermordung Arbeitsunfähiger, Vernichtung durch Arbeit, Totaler Krieg.
Auch heute richten sie sich gegen Kommunisten, Linke, Demokraten, Gewerkschafter, alle die für demokratische und soziale Rechte kämpfen und, wie der NSU-Terrors , der gezielte Massenmord des Norwegers Breivik oder der Amoklauf eines rassistischen Soldaten in Wisconsin (USA) zeigen, sie wollen spalten.
Ihre Feinde sind unsere KollegInnen, unsere FreundInnen. Die türkische Mechanikerin in unserem Betrieb, der russische Mitschüler in unserer Klasse. Sie plagen die selben Sorgen wie die deutschen KollegInnen.
Wir setzen dieser rassistischen Hetze Solidarität entgegen.
Solidarität war es auch, die das Überleben des 3-jährigen Kindes im Film „Nackt unter Wölfen“ gerettet hat. Im Frühjahr 1945 kommt dieses Kind, in einem Koffer versteckt, in das Konzentrationslager Buchenwald und wird dort von den Mitgefangenen bis zur Selbstbefreiung vor den SS-Wächtern versteckt.

Mit der Losung „Übernahme erkämpfen, Leiharbeit abschaffen, Kapitalismus zerschlagen!“ war auch die SDAJ am 14.11.12 auf dem Gewerkschaftsaktionstag in Frankfurt, der im Rahmen des europäischen Generalstreiks:

SDAJ und DKP Hessen fahren vom 11.-13.1.2013 gemeinsam mit einem Bus zum LLL-Wochenende. Meld‘ dich bei uns und komm‘ mit und schau hier vorbei!

Normalpreis: 50€

Sozialpreis:40€

Auch wir waren am Wochenende auf der sehr erfolgreichen bildungspolitischen Konferenz der DKP.

Dazu ein Bericht von Wera Richter aus der UZ:

16.11.2012: Als einen ersten Schritt oder Neuanfang bezeichneten mehrere Teilnehmer

die Bildungspolitische Konferenz der DKP, die am vergangenen Samstag im Jugendkombihaus in Bottrop stattfand. Auf Einladung der Jugendkommission des Parteivorstandes diskutierten knapp 40 Teilnehmer, darunter eine Reihe von Mitgliedern der SDAJ, über Positionen von Kommunistinnen und Kommunisten im Bildungs-, vor allem im Schulbereich und Möglichkeiten des gemeinsamen Eingreifens.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Forderung nach einer Schule für alle, also der Abschaffung des gegliederten Schulsystems. Welche Auswirkung die soziale und ethnische Selektion in Schule und auch schon Vorschule nach der Vorgabe wirtschaftlicher Interessen hat, verdeutlichte Wera Richter als Leiterin der Jugendkommission einleitend anhand von Zahlen. So werde Hauptschülern und zunehmend auch Realschülern der Weg in das duale Ausbildungssystem versperrt. 2,2 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 34 Jahren, 15 Prozent dieser Altersgruppe, hatten laut DGB 2011 keinen Berufsschulabschluss. Diese „abgehängte Generation“ werde kaum ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen können. Ihr drohe ein Leben aus Zeiten in Warteschleifen, Erwerbslosigkeit, prekärer Beschäftigung.

Rolf Jüngermann, Mitglied des Bezirksvorstandes der DKP Ruhr-Westfalen, gab einen Überblick über die lange Geschichte des Kampfes um eine Schule für alle, in der es gelte „alle alles ganz zu lehren“; ein Kampf, der auch weiterhin eines langen Atems bedürfe. Der Klassenkampf von oben, der über die Bildung gezielt die Arbeiterklasse vernachlässige, könne nur funktionieren, weil die soziale Selektion als Leistungsselektion getarnt werde. Es sei hinlänglich bewiesen, dass das gegliederte Schulsystem Ungleichheit erzeuge. Die Grundschule übernehme dabei in vorauseilendem Gehorsam die Drecksarbeit, um die parasitäre Rolle des Gymnasiums zu bewahren. „Wer das Gymnasium nicht integrieren will, soll von Chancengleichheit schweigen“, so Rolf Jüngermann. Der Königsweg bleibe die Gesamtschule, so ungenügend sie auch heute oft sei. Ein wichtiger Bündnispartner in dieser Auseinandersetzung seien die Eltern, die sich mit etwa 70 Prozent für ein einheitliches Schulwesen im Anschluss an die Grundschule aussprächen. Max Matthes, Landesvorsitzender der SDAJ Hessen, wies wie mehrere weitere Diskussionsteilnehmer darauf hin, dass die steigende Rolle der Privatschulen nicht außer Acht gelassen werden dürfe. In Zukunft könnten sie die Gymnasien ablösen. Er wies angesichts der verschärften sozialen und ethnischen Ausgrenzung auf das Problem des wachsenden Rassismus hin, das angesichts des Konkurrenzkampfes der Schüler untereinander die Forderung nach einer Schule für alle untergraben könne. Daher sei es besonders wichtig, konsequent bei der Forderung eine Schule für alle zu bleiben.

Klaus Stein, stellvertretender Bezirksvorsitzender der DKP Rheinland, eröffnete den zweiten Diskussionsstrang mit Ausführungen zur Forderung nach demokratischer Allgemeinbildung, die die DKP in ihren bildungspolitischen Forderungen für NRW aufgestellt hat. „Wir können noch nicht mit einem fertigen Konzept einer demokratischen Allgemeinbildung aufwarten. Die politische Debatte über die Inhalte sollte aber schleunigst beginnen. Und wir sind als DKP durchaus in der Lage, dazu Anstöße zu geben“, so Stein. Es gehe am Ende um Antworten auf die Frage, welche Kenntnisse und Fähigkeiten benötigt das Volk, um zu herrschen? Das sei der Kern unseres Begriffs von Allgemeinbildung. Angesichts des gegenwärtigen Niveaus der Klassenauseinandersetzungen müssten wir aber zunächst fragen, „welche Kenntnisse und Fähigkeiten benötigt die arbeitende Klasse, um sich selbst zu organisieren und Widerstand zu leisten? Oder noch bescheidener: welche falschen Vorstellungen, irrealen Phantasien, Legenden und Lügen müssen raus aus den Köpfen? Welche Kenntnisse, Fähigkeiten, Haltungen erschweren es den Herrschenden, die Herrschaft über die arbeitenden Menschen auszuüben?“ Als nächstliegende Anknüpfungspunkte benannte Klaus Stein die Friedens- und antifaschistische Erziehung.(Referat im Anhang)

Für den SDAJ-Bundesvorstand gab Paul Rodermund nach einer Bilanz der Bildungsstreikbewegung einen Ausblick auf die derzeit laufende bundesweite Aktionswoche für kostenfreie Bildung. „Auch hierzulande beginnen wir die Maßnahmen zur,Überwindung‘ der Weltwirtschaftskrise zu spüren. Immer mehr Landes- und Bezirksregierungen erarbeiten Pläne zur Umsetzung der Schuldenbremse“, so Paul Rodermund. Baden-Württemberg wolle über 8.000 Lehrer einsparen, in Köln werde die Unterstützung von Materialkosten für Erstklässler in Höhe von 500.000 Euro gestrichen, der Koalitionsvertrag in NRW benenne als einzige konkrete Sparmaßnahme Stellenstreichungen an Berufskollegs und in Hessen werde die Bezuschussung des Mensaessens eingestellt. In der Aktionswoche für kostenfreie Bildung vom 14. bis 22. November gehe es vor allem darum, Aktionen vor Ort, an den Schulen selbst zu organisieren. So könne der Zusammenhang zwischen der kapitalistischen Krise und den steigenden Bildungskosten greifbar werden. „Wir haben als SDAJ in den Bildungsstreiks stets darum gerungen, das Kleine mit dem Großen zu verbinden. Denn klar ist, eine losgelöste vereinzelte Aktion wird nicht ausreichen um das Bildungssystem umzukrempeln. Dafür braucht es dauerhafteren Druck“. Mitglieder der DKP könnten in den Bildungskämpfen eine wichtige Scharnierfunktion zwischen Schülern, Eltern und Lehrern bilden. Um die gemeinsame Aktionsorientierung ging es unter anderem auch in den anschließenden Arbeitsgruppen zum Widerstand gegen das Turbo- Abi, zu Bundeswehreinsätzen an Schulen und Universitäten, zur Interessenvertretung an Schulen und zur desolaten Situation der Beschäftigten vor allem in der Weiterbildung. Die Jugendkommission wird die Ergebnisse der Arbeitsgruppen, die Referate und Diskussionsbeiträge der Konferenz auswerten und der Partei in geeigneter Weise zur Verfügung stellen.

Bundesweiten Aktionswoche vom 14.-22. November 2012 – europäischer Generalstreik am 14. November

Kopiergeld, Bücher, Klassenfahrt. Immer mehr müssen wir für unsere Bildung bezahlen. Während immer weiter hunderte Milliarden zur „Rettung“ von Banken und Konzernen, das heißt eigentlich zur Rettung der privaten Profite von deren Vorstandsetagen, ausgegeben werden, wird im Bildungssystem immer weiter gespart: Ermäßigte Fahrkarten für SchülerInnen werden immer teurer oder gestrichen, immer mehr Lehrmaterialien müssen selbst bezahlt werden – Bildung hängt vom Geldbeutel der Eltern ab. Die ohnehin massive soziale Selektion im gegliederten Bildungssystem wird immer weiter verschärft.

Bildungsproteste gehen weiter

Hunderttausende SchülerInnen gingen im Rahmen der Bildungsproteste in den vergangenen Jahren für ein fortschrittliches Bildungssystem, dass sich an den Bedürfnissen der lernenden Jugend orientiert, auf die Straße – und die Proteste gehen weiter: Vom 14. bis zum 22. November findet bundesweit eine Aktionswoche für kostenfreie Bildung statt. Ob an der Schule, in der Ausbildung oder an der Hochschule – überall wollen wir uns unser Recht auf kostenlose Bildung kämpfen.

Europäischer Generalstreik

Gleichzeitig wird für den 14. November zu einem europäischen Generalstreik aufgerufen. Europaweit werden an diesem Tag Hunderttausende gegen Lohn- und Rentenkürzung, gegen Kürzungen im Gesundheits- und Bildungswesen, gegen die Krisenpolitik der Troika auf die Straße gehen.

Wir zahlen nicht für eure Krise!

Ob Aktionswoche oder europäischer Generalstreik, die Proteste sind notwendiger denn je: Hunderte Milliarden Euro umfasst der sogenannte Euro-Rettungsschirm, mit dem Staaten den Banken und Konzernen sichere Gewinne garantieren. Gleichzeitig werden die Kommunen, das heißt vor allem auch Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, wie Bibliotheken, Kinos und Sportgelände, kaputt gespart. Die eingeführte „Schuldenbremse“ dient als Vorwand, um im Bildungsbereich zu Sparen.

Die Vorschläge der Herrschenden, um die Milliardengeschenke zu finanzieren? Heizungen in Schulen herunterdrehen, Schüler selbst putzen lassen, ermäßigte Fahrkarten streichen, Schwimmbäder schließen, Azubis im öffentlichen Dienst nicht übernehmen und ihre Löhne kürzen. Das zumindest wünscht sich beispielsweise das hessische Innenministerium, spricht damit aber nur aus, was überall geplant ist.. Die Herrschenden sagen uns, der lernenden und arbeitenden Jugend, genau wie den KollegInnen in den Betrieben, ob in Spanien, Griechenland oder Deutschland, den Kampf an.

Unser Gegenvorschlag? Banken und Konzerne enteignen, Vermögenssteuer einführen, Bankenrettungspakete stoppen – Geld ist genug da!

Also: Lasst uns gemeinsam im Rahmen der Aktionswoche für kostenfreie Bildung aktiv werden und den europäischen Generalstreik unterstützen.

Wir fordern: Geld für Bildung, statt für Banken und Konzerne!