Wir als SDAJ Gießen und Marburg unterstützen euren Kampf für bessere Löhne und Entlastung voll und ganz! In Berlin und im Saarland haben die Kolleginnen und Kollegen aktiv für ihre Interessen gekämpft und erste Erfolge erzielt. Jetzt wird es höchste Zeit, dass sich auch etwas an unserem UKGM tut! Wir als Azubis, SchülerInnen und Junge ArbeiterInnen stehen an eurer Seite. Der Personalmangel trifft uns alle, ob als PatientInnen oder Beschäftigte.

Eins ist klar: Erst wenn Druck auf der Straße entsteht, wenn wir uns mit unseren KollegInnen im Betrieb für unsere Interessen stark machen, passiert etwas. Dann bewegt sich etwas bei den Politikern und den Chefs und auf einmal sind sie doch zu Gesprächen bereit. Das sollte uns aber nicht täuchen: Niemand nimmt uns diesen Kampf ab, uns wird nichts geschenkt werden. Wir sagen deshalb: Streik ist unser bestes Mittel!

Es bleibt dabei: Gesundheit ist keine Ware, Krankenhäuser gehören in öffentliche Hand! Weg mit der Privatisierung, weg mit der Rhön AG!

Eure SDAJ Gießen und Marburg

Aus Hessen organisieren wir einen Bus dorthin mit folgenden Halten:
Freitag, 13.01.2017, 23:00 Uhr Darmstadt DGB Haus Samstag, 14.01.2017, 0:00 Uhr Frankfurt DGB Haus Samstag, 14.01.2017, 1:00 Uhr Gießen Hauptbahnhof Samstag, 14.01.2017, 3:00 Uhr Kassel HauptbahnhofFür 40€ könnt ihr mit unserem Bus nach Berlin hin- und zurückfahren. Der Bus fährt nach der Demo am Sonntag zurück. Karten für die Konferenz kosten 16€ und beinhalten das Programm, die Party abends und ein Schlafplatz an Sammelunterkünften (z.B. ein Kindergarten oder ein Vereinshaus). Mehr Infos unter: http://www.sdaj-netz.de/lll-wochenende/ Kontakt: info@sdaj-hessen.de

Rassistische Angriffe auf Migranten häufen sich in Deutschland, was die herrschende Politik nicht wahrnimmt. Für die Menschen die fliehen, geht es ums Überleben. Sie fliehen aus Bundeswehr-Kriegseinsatzgebieten weltweit und sagen zu recht: „Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört.“ An diesen Kriegseinsätzen profitieren vor allem deutsche Banken und Konzerne. Egal, ob an Waffenliegerungen oder dem staatlich geförderten „Wideraufbau“. Um humanitäre Belange geht es hierbei nicht.

Während Milliarden für Kriegseinsätze und Bankenrettung ausgegeben werden, sind KiTa-Plätze rar, Schulen werden kaputtgespart, öffentlicher Nahverkehr immer teurer und die Zahl von Arbeitslosen in Deutschland ist auch keine Ruhmeszahl. Das Deutschland Krieg führt, ist keine Neuigkeit. Aber auch schon damals, als Deutschland den ersten Weltkrieg angezettelt hat, gab es Menschen die dagegen gekämpft haben. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sprachen sich gegen die Kriegskredite aus, als der Großteil der SPD schon auf Kriegskurs war. Mit Streiks und Demonstrationen wurde Widerstand geleistet und für eine Gesellschaft ohne Krieg, Krise und Arbeitslosigkeit gekämpft. Damals wie heute sind Kriege gegen unsere Interessen. Damals musste für die Beendigung des 1. Weltkriegs gekämpft werden und für den 8-Stunden-Tag und ein Frauenwahlrecht, heute müssen wir gegen die Kriegsführung Deutschlands in aller Welt, gegen Leiharbeit und Werkverträge und für bessere Bildung kämpfen.

In Gedenken an Lenin, Liebknecht und Luxemburg setzen wir uns für unsere Interessen und gegen Krieg und Sozialabbau ein. Deswegen fahren wir am 14. Und 15.01. 2017 zum Lenin-Liebknecht-Luxemburg-Wochenende nach Berlin. Am Samstag  haben wir auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt ein eigenes Jugendprogramm mit Workshops zu Aktionen gegen Krieg an Schulen, den aktuellen mangelhaften Integrationsleistungen der Bundesregierung, einem Argumentationstraining gegen Krieg für den Terrorismus und einer Podiumsdiskussion zu dem Thema „Den Rechtsruck stoppen! Wie organisieren wir den Widerstand gegen AFD und Co.?“

Abends ist Party angesagt und am Sonntag wollen wir gemeinsam mit Zehntausenden demonstrieren und sagen: „Stop Wars – Eure Kriege führen wir nicht! Refugees Welcome!“.

Imperialismus-Seminar in Kassel

Gepostet am 23. Dezember 2016 Kassel Landesverband

Nach der fünftägigen Schulung in den Sommerferien, zu Grundlagen des Marxismus, haben wir uns auf Wunsch der Teilnehmerinnen der letzten Schulung drei Tage lang innerhalb der Herbstferien eingehender mit dem Thema Imperialismus beschäftigt, welches wir im Sommer bereits angerissen hatten.

Es ging darum,  wie die  Wirtschaft sich zur Monopolbildung entwickelt hat, wie sich der Staat dadurch verändert hat und warum wir aktuell in einem fäulenden und parasitären Kapitalismus leben.  Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Macht der Monopole und ihre Herausbildung  zu Krieg und Politik gegen unsere Interessen führen.

Das ganze beleuchteten wir mit der Imperialismusschrift von Lenin, aber auch in Hinblick auf aktuelle Entwicklungen und Diskussion darüber, was wir in dem Zusammenhang tagtäglich erleben und was so in der Welt passiert.

Auch dieses mal war mit Ende des eigentlichen Seminartages der Spaß nicht vorbei.

Wie beim Seminar im Sommer trafen wir uns, lernten einander besser kennen und ließen den Tag gemeinsam ausklingen.

Alles in allem waren auch diese drei Tage lehrreich und spaßig. Gut investierte Freizeit also.

„ 45.000 Frauen suchen jährlich Schutz in Frauenhäusern“
„Gewalt gegen Frauen gehört zu jedem Krieg dazu“
„UN und NATO Truppen an Misshandlungen von Frauen beteiligt“
„Häusliche oder sexuelle Gewalt - Jede dritte Frau in Deutschland
betroffen!“
Diese und andere Fakts waren Bestandteil unserer Straßenzeitung zur Aktion gegen 
Gewalt gegen Frauen in Kassel. Wir haben Flyer verteilt, Unterschriften gegen Krieg 
gesammelt und sind dabei mit einigen Passanten ins Gespräch gekommen. 
Denn Krieg beinhaltet auch immer Gewalt gegen Frauen. 

Hier gibt es den Flyer zu lesen: 
http://www.sdaj-netz.de/blog/2016/11/internationale-tag-gegen-gewalt-an-frauen/

gingold-veranstaltungEs ist ein Freitagabend im November und wir befinden uns im Kulturzentrum „Schlachthof“ in Kassel. Die SDAJ Kassel hat zu einer Veranstaltung mit Silvia Gingold und Ulrich Schneider (Generalsekretär der FIR und Bundessprecher der VVN-BDA) eingeladen. Die knapp 40 Gäste, überwiegend SchülerInnen und junge Auszubildende, sind in einem Halbkreis um die beiden angeordnet. Silvia begrüßt uns und liest abwechselnd mit Ulrich Schneider aus dem Buch ihres Vaters, Peter Gingold.

Peter Gingold war während dem deutschen Faschismus Mitglied des kommunistischen Jugendverbands Deutschlands, musste aber dann nach Frankreich fliehen, wo er bei einer antifaschistischen Zeitung aktiv war. Außerdem war es eine Zeit lang seine Aufgabe z.B. durch Flugblätter, die deutschen Soldaten von der Sinnlosigkeit des Krieges gegen die französischen Brüder zu überzeugen. Durch die Gestapo wurde er gefangen genommen und erlebte schwere Folter, konnte sich aber bei einem spektakulären Fluchtversuch retten. Im August 1944 beteiligte Peter Gingold sich an dem Aufstand zur Befreiung von Paris. Das Ende des zweiten Weltkrieges erlebte er bei Partisanen in Norditalien.

Doch nur, weil der deutsche Faschismus vorbei war, endeten die Repressionen gegen die Familie Gingold nicht. Der Antikommunismus zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Familie. Dieser Familie wurde zeitweise die deutsche Staatsbürgerschaft, wegen ihrer politischen Tätigkeit entzogen und Silvia Gingold war wegen ihrer politischen Tätigkeit für kommunistische Parteien von einem Berufsverbot bedroht gewesen, welches durch internationale Solidarität verhindert werden konnte.

Ich denke, ich spreche für alle Anwesenden, wenn ich sage, dass keiner erwartet hätte, von einer Lesung so mitgerissen zu werden. Nach Ende der Lesung gibt es noch Fragen und Diskussionsbedarf. Hätte man den Faschismus verhindern können? Wie gefährlich sind rechte Bewegungen heute und wie kann man heute etwas gegen Nazis tun? peter-gingoldDiese Veranstaltung war eine Bereicherung für alle.

Vielen Dank an Silvia und Ulrich für diesen spannenden Abend!

Aktion gegen die AfD

Gepostet am 16. November 2016 Landesverband Marburg/Gießen

Am Abend des 10. November stehen wir, die SDAJ Gießen, auf dem Berliner Platz vor dem Rathaus. Der Anlass: An diesem Abend findet dort mal wieder eine Stadtverordnetenversammlung statt und mit im Stadtparlament sitzt die rassistische Partei „Alternative für Deutschland“(AfD). Unter ihnen ist ein ganz bestimmter Herr Hilmar Jordan.

Jordan ist nämlich Ehrenvorsitzender der soldatischen „Reservistenkameradschaft Gießen und Vorsitzender eines Traditionsverbands des Kampfgeschwader 55. Dieser, unter dem Namen „Greifgeschwader“ bekannte, faschistische Kampfverband der Luftwaffe beteiligte sich im zweiten Weltkrieg an zahlreichen Verbrechen. Viele Städte und ihre Bevölkerungen wurden Opfer von Flächenbombardierungen und somit von Zerstörung und Tod.
Insgesamt kamen mehrere tausend Menschen durch die Bomben der faschistischen Kampfverbände ums Leben.

Dennoch scheinen der Traditionsverband und Herr Jordan selbst es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, das Greifgeschwader inklusive dessen Verbrechen abzufeiern und damit Kriegshetze zu verbreiten. Schon vor Jahren machte der Verband deswegen schon Schlagzeilen bei uns in Gießen.

Schon damals protestierten Antifaschisten dagegen und so wollen wir es auch heute tun.
Trotz der Kälte und des Nieselregens sind einige Leute unterwegs. Während sie auf den nächsten Bus warten, hören sie uns durchs Megaphon. Einige versuchen sich auch an unserem „Torten für die AfD“- Dosenwerfen und versuchen die Dosen-AfDler mit immer weniger Würfen umzuhauen.
Auch die Pressefotografen, die eigentlich ins Rathaus wollen bleiben bei uns stehen und machen ein Foto.

Jetzt machen wir also Schlagzeilen, Herr Jordan. Und wir sagen: Kein Platz für Faschisten und Kriegstreiber in Gießen!


Die Mutter

Gepostet am 5. November 2016 Frankfurt

ADN-ZB/Kolbe 9.4.1980 [Datum Archiveingang] Bertolt Brecht geb. 10.2.1898 Augsburg gest. 14.8.1956  Berlin, Dichter, Theatertheoretiker und Regisseur.

Bertolt Brecht
geb. 10.2.1898 Augsburg / gest. 14.8.1956 Berlin Dichter, Theatertheoretiker und Regisseur.

Am Schauspielhaus Berlin wird zurzeit das Stück „Die Mutter“ von Berthold Brecht nach dem gleichnahmigen Roman von Maxim Gorki und Musik von Hanns Eisler aufgeführt. Ein kleiner Haufen junger Schauspieler versucht sich also an einem der bedeutensten Stücke seiner Zeit. Ich nahm also den Weg von Frankfurt nach Berlin auf mich um mir anzusehen, ob sie dem Stück gerecht werden würden und wurde nicht enttäucht.
Im Stück „Die Mutter“ geht es um die Geschichte von Pelagea Wlassowas, einer Frau, die sich im vorrevolutionären Russland von einer unpolitischen Arbeiterwitwe zu einer kommunistischen Agitatorin wandelt.
Als ich das Theater betrat stand auf der Bühne ein auf der Seite stehender Tisch. Mit Kreide war darauf geschrieben: „Scheitern – Neu Versuchen – Besser Scheitern“. Eine nach meiner Interpretation Anspielung auf den Realsozialismus und die heutige Perspektive.
Die Gruppe schaffte es das Stück mit modernen Methoden so darzustellen, dass auch ein Jugendlicher der von altmodischem Theater eher gelangweilt werden würde seinen Spaß daran fände. Mit Rock sowie Rap Versionen von klassischen Musikstücken überraschte die Schauspielgruppe das Publikum. Es wurde nicht nur gelungen einen Einblick in die Zeit von 1905 zu gewähren, sondern auch eine Kritik an den autonomen Aktionsformen von heutigen linken Gruppen einzubauen. Auch wurde Bezug genommen auf Probleme des Lebensschwerpunktes der Schauspielgruppe, indem die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen am Berliner Schauspielhaus angeprangert wurde. Die Gruppe schaffte es die Elemente die ein „Lehrstück“ nach Brecht ausmacht anzuwenden. So wurde das Publikum aufgefordert gewisse Lieder mitzusingen um eine Kollektiverfahrung aus dem normalerweise eindimensionalen Theater zu machen.
Nach dem Stück hatte ich noch die Möglichkeit mit Felix Witzlau, der die Rolle des Sohns Pavel spielte, über das Sück und den Real existierenden Sozialismus kurz zu diskutieren. Eine Frage die mir auf der Seele brannte war, warum das ganze Stück über in einer Ecke ein kleines gerahmtes Poträt von Josef Stalin stand. Er erläuterte, dass er das Stück als Propagandastück konzipiert sah und nach der Stalin Zeit wollten sie das Stück nicht aufführen ohne „das harmonische Ganze des Stücks etwas zu stören“. Hier muss ich anmerken, dass der Roman sowie das Stück der Kunstkonzeption des „Sozialistischen Realismus“ zuzuordnen ist, der einen Anspruch an sich stellt weit aus mehr als einfache Propagandakunst zu sein. Auch die sogenannte Störung des harmonischen Ganzen bleibt unverständlich, wenn man nicht nachfragt. Außerdem impliziert der Ausdruck „Propagandastück“ das es Stücke gäbe, die keine Klasse nützen und somit politisch neutral seien dem ich wiederrum wiedersprechen muss.
Das Stück wird diesen Monat noch 3 letzte Male aufgeführt. Wer dieses welthistorische Meisterwerk Live auf einer Bühne erleben will, sollte sich also eine Karte an der Abendkasse sichern.

Schulung der SDAJ Kassel

Gepostet am 25. September 2016 Kassel Landesverband

Wir von der SDAJ Kassel haben in den Sommerferien 2016 eine fünftägige Schulung mit Mitgliedern und Sympathisanten gemacht.  Wir haben uns in diesen fünf Tagen intensiv mit Fragen wie „Warum ist Krieg nicht in unserem Interesse?“, „Warum nutzt der Krieg den großen Konzernen?“, „Wie viel vom Gewinn landet am Ende dann tatsächlich beim Arbeiter und wie viel beim Chef?“, „Wie entstand die Idee vom Sozialismus und was ist das eigentlich?“ und „Wie können wir unsere Interessen am besten durchsetzen?“ beschäftigt, indem wir Texte zu diesen Themen gelesen haben und das Gelesene in Gruppen diskutiert haben. Außerdem beinhaltete unsere Schulung  einen Vortrag zum Thema „Kuba“ und das dortige Wahl-, Gesellschafts- und Bildungssystem von einem Genossen, der selber  7 Monate auf Kuba war und dort einen guten Einblick in das gesellschaftliche und politische Leben bekommen hat. Es gab verschiedene Referate zu Philosophie, der DDR ,der Geschichte der Arbeiterbewegung etc.  Nachmittags hieß es
chillen, planschen und grillen in der Buga. Wir konnten viele neue Eindrücke gewinnen , über die Durchsetzung unserer Interessen als Schüler in der SV diskutieren, haben uns alle besser kennen gelernt, hatten viel Spaß und wissen jetzt alle ein bisschen mehr.

Liebe Freunde und Freundinnen,
unter dem Motto „Jugend gegen Krieg“ veranstalten wir am Samstag den 24.September um 10 Uhr eine Kundgebung auf dem Luisenplatzin Darmstadt!
Wir würden uns freuen wenn ihr euch daran beteiligen würdet, mit Transpis und Reden.
Seit dem die Wehrpflicht abgeschafft wurde, wirbt die Bundeswehr immer offensiver um Nachwuchs, mit Auftritten in Schulen, bei Berufsmessen und durch große Imagekampagnen.

Das passiert momentan überall und so auch am 24. September auf der Ausbildungsmesse Südhessen in Darmstadt. Das Zielpublikum der Bundeswehr bilden Jugendliche und junge Erwachsene, welchen durch das Bildungssystem und den Ausbildungsmarkt perspektivlos sind. Die Bundeswehr präsentiert sich dabei als großzügiger und actionreicher Arbeitgeber, doch in der Realität müssen die Soldaten die Kriege der deutschen Bundesregierung ausbaden, z.b. in Afghanistan oder früher im Kosovo.

Wir als Jugendliche haben keinen Nutzen von Kriegen und von der Bundeswehr. Wir als Jugend brauchen ein gut finanziertes Bildungssystem, in dem keine SchülerIn zu kurz kommt, wir brauchen zivile Ausbildungsplätze, wir brauchen ein gutes Sozialsystem und eine friedliche Lebensumgebung. Dem allen steht die Bundeswehr entgegen. Die weltweit herrschenden Kriege, in denen die Bundeswehr auch mitmischt, zerstören unser Ökosystem und treiben Millionen von Menschen in die Flucht. Auf der anderen Seite, wenn der Milliarden Etat der Bundeswehr in Bildung und zivile Lehrstellen investiert würde, gäb es schon viel bessere Zukunftsaussichten für uns Jugendliche!

Daher rufen wir alle demokratischen Jugendliche dazu auf, mit uns gegen die Bundeswehr zu protestieren! Lasst uns gemeinsam verhindern, dass die Bundeswehr mit ihrem Gefasel von Abenteuer, Kameradschaftlichkeit, Heldentum und Patriotismus in Darmstadt Jugendliche verarscht!flyerkundgebung

1. September – Antikriegstag in Kassel

Gepostet am 19. September 2016 Kassel

1-9-16-1Am ersten September fand in Kassel die alljährliche Friedenskundgebung zum Anlass der Überfalls des faschistischen Deutschlands auf Polen.
Das hat Tradition. Die Teilnehmerzahlen stiegen zumindest gefühlt im Vergleich zu den letzten Jahren wieder an.
Anders war auch der Themenschwerpunkt auf Rüstungsexporte vor allem auch aus Kassel. Zum Beispiel durch das Unternehmen Krauss-Maffei-Wegmann. Genau dieses Unternehmen und seine zwielichtigen Geschäfte hat die SDAJ Kassel in einem Straßentheater, welches sie auch am 1. September aufführte, thematisiert.

 

Dieses Theaterstück ging so:
KMW: Werte Damen und Herren, Ich bin der Bonzenboss von Krauss-Maffei-Wegmann. Wir sind ein Unternehmen mit blutiger Tradition und der größte Rüstungsproduzent in Kassel. Wir liefern an viele Länder auf der Welt und machten damit allein 2010 64Milliarden Umsatz durch Rüstungsproduktion. Besonders stolz sind wir auf unsere Leopard-Panzer Reihe. Wir bauen die sichersten Panzermodelle weltweit. Zumindest für die, die drinsitzen.
Schüler: Was ist das eigentlich für ein Gefühl, wenn man Gewinne erzielt durch Tötungswerkzeug?
KMW: So ist die Welt! Mein Interesse ist es, Gewinne zu machen. Und wie du siehst, funktioniert dies mit meinen Panzerlieferungen sehr gut. Dass das anderen Interessen widerspricht, ist nicht mein Problem.
Schüler: Es sterben Menschen durch die Waffen, die Sie produzieren lassen. Aber Geld regiert die Welt der Banken und Konzerne, dabei wird keine Gedanken an die Bevölkerung verschiedener Länder verschwendet. Aber der Staat dürfte doch nicht mitmachen! Warum tut er das? Tut er das wirklich?!
KMW: Komm mit! Ich zeig´s dir!
Minister kommt auf die Bühne:
KMW: Wäre es möglich, dass sie mir den Export unserer Ware nach Katar genehmigen?
Minister: Aber sicher. Minister unterschreibt auf einem Zettel
Schüler: Wieso genehmigen sie das einfach so? KMW ist doch nur auf Gewinne aus und in Katar werden die Waffen zur Unterdrückung, Verletzung und vor allem der Tötung von Menschen verwendet. Mit diesen Exporten unterstüzt man doch die Verletzung der Menschenrechte und unterstüzt Terrororganisationen wie Al Nusra-Front und den IS. freeze
Minister: Es besteht eine Notwendigkeit für Unternehmen, um wenn der eigene Markt voll ist, Absatzmärkte zu schaffen und Handelswege zu sichern. Aus solchen 3. Welt Ländern lässt sich jede Menge Profit schlagen, auch da einige nicht wenige wertvolle Rohstoffe besitzen. unfreeze
Minister und KMW geben sich die Hand, Panzer fährt nach Katar an die Regierung, Regierung an IS, erschießt kleines Kind und Mutter

Schüler: Warum macht denn niemand was dagegen? Man könnte ja fast das Gefühl bekommen, es gehe immer und überall nur um Profit. Was kann ich nur tun?
Friedensaktivist: Du hast richtig erkannt: In deinem Interesse ist das Ganze nicht. Krauss-Maffei-Wegmann will Geld für Rüstung, du willst Geld für Bildung, Schwimmbäder, Jugendzentren und bezahlbaren Nahverkehr. Wenn es um Profit geht, wird über Leichen gegangen. Aber Krieg heißt immer Elend für die betroffenen Menschen, das ist nicht unser Interesse. Organisier dich mit Freunden z.B. im Friedensforum, in Jugendverbänden gegen Krieg oder dem offenen Treffen gegen Krieg in Kassel. Wir müssen davon überzeugen, dass Krieg nur Banken und Konzernen nützt, die Bundeswehr und Kriegspropaganda stören und verhindern wo sie ist. Es muss sich grundlegend etwas ändern in Politik und Wirtschaft. Du kannst dabei sein, du musst anfangen, wenn auch nur im kleinen.