Schulung der SDAJ Kassel

Gepostet am 25. September 2016 Kassel Landesverband

Wir von der SDAJ Kassel haben in den Sommerferien 2016 eine fünftägige Schulung mit Mitgliedern und Sympathisanten gemacht.  Wir haben uns in diesen fünf Tagen intensiv mit Fragen wie „Warum ist Krieg nicht in unserem Interesse?“, „Warum nutzt der Krieg den großen Konzernen?“, „Wie viel vom Gewinn landet am Ende dann tatsächlich beim Arbeiter und wie viel beim Chef?“, „Wie entstand die Idee vom Sozialismus und was ist das eigentlich?“ und „Wie können wir unsere Interessen am besten durchsetzen?“ beschäftigt, indem wir Texte zu diesen Themen gelesen haben und das Gelesene in Gruppen diskutiert haben. Außerdem beinhaltete unsere Schulung  einen Vortrag zum Thema „Kuba“ und das dortige Wahl-, Gesellschafts- und Bildungssystem von einem Genossen, der selber  7 Monate auf Kuba war und dort einen guten Einblick in das gesellschaftliche und politische Leben bekommen hat. Es gab verschiedene Referate zu Philosophie, der DDR ,der Geschichte der Arbeiterbewegung etc.  Nachmittags hieß es
chillen, planschen und grillen in der Buga. Wir konnten viele neue Eindrücke gewinnen , über die Durchsetzung unserer Interessen als Schüler in der SV diskutieren, haben uns alle besser kennen gelernt, hatten viel Spaß und wissen jetzt alle ein bisschen mehr.

Liebe Freunde und Freundinnen,
unter dem Motto „Jugend gegen Krieg“ veranstalten wir am Samstag den 24.September um 10 Uhr eine Kundgebung auf dem Luisenplatzin Darmstadt!
Wir würden uns freuen wenn ihr euch daran beteiligen würdet, mit Transpis und Reden.
Seit dem die Wehrpflicht abgeschafft wurde, wirbt die Bundeswehr immer offensiver um Nachwuchs, mit Auftritten in Schulen, bei Berufsmessen und durch große Imagekampagnen.

Das passiert momentan überall und so auch am 24. September auf der Ausbildungsmesse Südhessen in Darmstadt. Das Zielpublikum der Bundeswehr bilden Jugendliche und junge Erwachsene, welchen durch das Bildungssystem und den Ausbildungsmarkt perspektivlos sind. Die Bundeswehr präsentiert sich dabei als großzügiger und actionreicher Arbeitgeber, doch in der Realität müssen die Soldaten die Kriege der deutschen Bundesregierung ausbaden, z.b. in Afghanistan oder früher im Kosovo.

Wir als Jugendliche haben keinen Nutzen von Kriegen und von der Bundeswehr. Wir als Jugend brauchen ein gut finanziertes Bildungssystem, in dem keine SchülerIn zu kurz kommt, wir brauchen zivile Ausbildungsplätze, wir brauchen ein gutes Sozialsystem und eine friedliche Lebensumgebung. Dem allen steht die Bundeswehr entgegen. Die weltweit herrschenden Kriege, in denen die Bundeswehr auch mitmischt, zerstören unser Ökosystem und treiben Millionen von Menschen in die Flucht. Auf der anderen Seite, wenn der Milliarden Etat der Bundeswehr in Bildung und zivile Lehrstellen investiert würde, gäb es schon viel bessere Zukunftsaussichten für uns Jugendliche!

Daher rufen wir alle demokratischen Jugendliche dazu auf, mit uns gegen die Bundeswehr zu protestieren! Lasst uns gemeinsam verhindern, dass die Bundeswehr mit ihrem Gefasel von Abenteuer, Kameradschaftlichkeit, Heldentum und Patriotismus in Darmstadt Jugendliche verarscht!flyerkundgebung

1. September – Antikriegstag in Kassel

Gepostet am 19. September 2016 Kassel

1-9-16-1Am ersten September fand in Kassel die alljährliche Friedenskundgebung zum Anlass der Überfalls des faschistischen Deutschlands auf Polen.
Das hat Tradition. Die Teilnehmerzahlen stiegen zumindest gefühlt im Vergleich zu den letzten Jahren wieder an.
Anders war auch der Themenschwerpunkt auf Rüstungsexporte vor allem auch aus Kassel. Zum Beispiel durch das Unternehmen Krauss-Maffei-Wegmann. Genau dieses Unternehmen und seine zwielichtigen Geschäfte hat die SDAJ Kassel in einem Straßentheater, welches sie auch am 1. September aufführte, thematisiert.

 

Dieses Theaterstück ging so:
KMW: Werte Damen und Herren, Ich bin der Bonzenboss von Krauss-Maffei-Wegmann. Wir sind ein Unternehmen mit blutiger Tradition und der größte Rüstungsproduzent in Kassel. Wir liefern an viele Länder auf der Welt und machten damit allein 2010 64Milliarden Umsatz durch Rüstungsproduktion. Besonders stolz sind wir auf unsere Leopard-Panzer Reihe. Wir bauen die sichersten Panzermodelle weltweit. Zumindest für die, die drinsitzen.
Schüler: Was ist das eigentlich für ein Gefühl, wenn man Gewinne erzielt durch Tötungswerkzeug?
KMW: So ist die Welt! Mein Interesse ist es, Gewinne zu machen. Und wie du siehst, funktioniert dies mit meinen Panzerlieferungen sehr gut. Dass das anderen Interessen widerspricht, ist nicht mein Problem.
Schüler: Es sterben Menschen durch die Waffen, die Sie produzieren lassen. Aber Geld regiert die Welt der Banken und Konzerne, dabei wird keine Gedanken an die Bevölkerung verschiedener Länder verschwendet. Aber der Staat dürfte doch nicht mitmachen! Warum tut er das? Tut er das wirklich?!
KMW: Komm mit! Ich zeig´s dir!
Minister kommt auf die Bühne:
KMW: Wäre es möglich, dass sie mir den Export unserer Ware nach Katar genehmigen?
Minister: Aber sicher. Minister unterschreibt auf einem Zettel
Schüler: Wieso genehmigen sie das einfach so? KMW ist doch nur auf Gewinne aus und in Katar werden die Waffen zur Unterdrückung, Verletzung und vor allem der Tötung von Menschen verwendet. Mit diesen Exporten unterstüzt man doch die Verletzung der Menschenrechte und unterstüzt Terrororganisationen wie Al Nusra-Front und den IS. freeze
Minister: Es besteht eine Notwendigkeit für Unternehmen, um wenn der eigene Markt voll ist, Absatzmärkte zu schaffen und Handelswege zu sichern. Aus solchen 3. Welt Ländern lässt sich jede Menge Profit schlagen, auch da einige nicht wenige wertvolle Rohstoffe besitzen. unfreeze
Minister und KMW geben sich die Hand, Panzer fährt nach Katar an die Regierung, Regierung an IS, erschießt kleines Kind und Mutter

Schüler: Warum macht denn niemand was dagegen? Man könnte ja fast das Gefühl bekommen, es gehe immer und überall nur um Profit. Was kann ich nur tun?
Friedensaktivist: Du hast richtig erkannt: In deinem Interesse ist das Ganze nicht. Krauss-Maffei-Wegmann will Geld für Rüstung, du willst Geld für Bildung, Schwimmbäder, Jugendzentren und bezahlbaren Nahverkehr. Wenn es um Profit geht, wird über Leichen gegangen. Aber Krieg heißt immer Elend für die betroffenen Menschen, das ist nicht unser Interesse. Organisier dich mit Freunden z.B. im Friedensforum, in Jugendverbänden gegen Krieg oder dem offenen Treffen gegen Krieg in Kassel. Wir müssen davon überzeugen, dass Krieg nur Banken und Konzernen nützt, die Bundeswehr und Kriegspropaganda stören und verhindern wo sie ist. Es muss sich grundlegend etwas ändern in Politik und Wirtschaft. Du kannst dabei sein, du musst anfangen, wenn auch nur im kleinen.

54559560Über eine haarsträubende Wohnungssuche in Frankfurt am Main
Ein Kumpel und ich suchten vor Kurzem zusammen eine Wohnung. Er ist Student und ich Arbeiter. Sein Elternhaus liegt im Odenwald, das ist einfach zu weit, um jeden Morgen von dort zur Uni zu fahren. Ich wünschte mir schon seit Längerem mehr Unabhängigkeit von meinen Eltern. Es ist schon peinlich, wenn man nach einer langen Nacht im Club seinem Date sagen muss, das man nicht zu mir gehen kann, weil die Eltern da sind.

Wir wussten, dass die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung in Frankfurt nicht besonders leicht werden würde (durchschnittlich 15 € pro Quadratmeter Miete), aber was wir alles erlebt haben, hätten wir uns nicht träumen lassen. Wenn man in Frankfurt eine Wohnung sucht, dann ist man nicht alleine. Wir besichtigten oft Wohnungen mit anderen Bewerbern gemeinsam und man weiß irgendwie immer, uns werden die sowieso nicht nehmen. Bei einer Wohnungsbesichtigung kamen wir an, als der Vermieter die Wohnung gerade vergeben hatte und die neuen Mieter verabschiedete. Er führte uns aber in ein anderes Stockwerk: Dort hätte er nämlich auch noch was frei. Wir kamen in einem großen Raum. Scheinbar war der Raum früher einmal zwei Räume gewesen und die Trennwand hatte man herausgerissen. Ich dachte mir nur, hier könnte man glatt Hallenfußball spielen. Solche Raumvereinigungen nutzen Vermieter als Teil von Luxusrenovierungen, damit die Wohnung eher für reiche Singles als kleine Familien oder WGs geeignet ist. Des Weiteren hatte die Wohnung noch zwei kleine Zimmer, von denen eins nicht mal ein Fenster besaß. Eine weitere Tür entdeckte ich im Flur. Wir staunten nicht schlecht, als sich darin eine Treppe befand, die oben im Nichts endete. Die Öffnung, die in den nächsten Stock führen sollte, wurde einfach zugemauert! Auf Nachfrage gab man uns zu verstehen, dass zwei getrennte Wohnungen einfach mehr einbringen würden als ein Einfamilienhaus.

Mit einer WG eine Wohnung zu finden gestaltet sich eh als besonders schwierig. Als ich bei einer Organisation anfragte, die gezielt an junge ArbeiterInnen Wohnungen zu vergleichbar günstigen Preisen vermittelte, stieß ich auf Ablehnung. Schließlich sei mein Kumpel Student, für die gäbe es ja das Studentenwohnheim. Dass im Studentenwohnheim wiederrum ich schlechte Karten hatte, brauche ich eigentlich gar nicht zu erwähnen. Eine Maklerin sagte uns, dass sie WGs nicht vermitteln könnte. Die Vermieter wollten einfach keine WGs sondern junge Pärchen. „Wärt ihr schwul, könnte ich euch die Wohnung geben. Versucht es doch wo anders mal so.“ Am Ende waren wir so verzweifelt, dass wir das sogar tatsächlich ausprobierten. Aber auch so hatten wir auch kein Glück. „Nein, für Schwule ist die Wohnung doch viel zu klein.“

Jetzt wohnen wir beide in getrennten WGs und ich muss im Februar auch schon wieder raus, da ich nur als Zwischenmieter untergekommen bin. Die WG-Plätze haben wir über Freunde aus der Gewerkschaft gefunden. Aber viele Auszubildende, Studierende und Geringverdienende und auch immer mehr „Normalverdienende“ werden auch in Zukunft leer ausgehen. Oft sind Mietpreise einfach nicht bezahlbar. Dabei ist man schon froh, eine Ausbildung erhalten zu haben bzw. ein Studienplatz in seinem Wunschfach belegen zu können. Dabei freuen wir uns auf einen neuen Lebensabschnitt und damit verbinden wir oft den Auszug aus dem Elternhaus, um ein unabhängiges Leben führen zu können. Dabei haben wir nur begrenzt die Wahl, ob wir umziehen wollen oder müssen, weil Ausbildungsplätze meistens nur in Ballungsgebieten existieren. Die Konsequenz daraus ist aus der Stadt zu ziehen bzw. ausziehen, sich gemeinsam mit anderen eine Wohnung zu suchen, was auch nicht jedermanns Sache ist, oder eine Wohnung anzumieten, die menschenunwürdig ist. Viele von uns müssen eine lange Strecke auf sich nehmen, da sie keine bezahlbare Wohnung in der Nähe ihrer Arbeitsstätte finden. Dafür geht neben der Arbeitszeit, die oft Überstunden enthält, noch mehr wertvolle Lebenszeit drauf.

Es ist dringender denn je, den sozialen Wohnungsbau wieder in den Fokus zu rücken. Es ist nicht zu akzeptieren, dass Haushalte mit niedrigem Einkommen verdrängt werden und nur Wohnraum für wenige bleibt, die es sich leisten können. Wir bekommen in unserer Nachbarschaft mit, wie vielen Haushalten Zwangsräumungen drohen nach Mieterhöhungen, die sich viele nicht mehr leisten können. Doch der Widerstand wächst und ist notwendig. Wohnraum sollte allen bezahlbar zur Verfügung stehen und nicht die, die schon genug haben, noch mehr bereichern. Den enormen Profit schlagen daraus Makler, Vermieter und Wohnungsgesellschaften, obwohl Wohnraum einer unserer wichtigsten Grundbedürfnisse ist.

Deine Schule ist zerbombt. Verletzte werden in schmutzigen Zelten behandelt, weil auch die Krankenhäuser unter Beschuss sind. Deine Ausbildung musst du abbrechen. Jeder Schritt auf den Straßen in deiner Heimatstadt ist lebensbedrohlich, weil Krieg herrscht.

Unerträgliche Hitze, Dürre und flächendeckende Umweltverschmutzung lassen jeden Landstrich unfruchtbar und unbewohnbar werden. Du teilst das letzte Brot in mehrere Stücke und nichts bleibt übrig. Wasser wird in kleinen Tropfen geteilt. Hunger und Durst vertreibt Millionen. Nur ein Stück Brot und ein Tropfen Wasser kannst du dir leisten. Bücher, Bildung und Hobbys sind für Kinder und Jugendliche mit kaum Geld und viel Hunger ein knappes Gut. Das steht nicht jedem zu, weil Armut herrscht.

Krieg, Armut,Hunger und Umweltzerstörung. Über 60 Millionen Menschen, die Hälfte davon Kinder, sind weltweit auf der Flucht.

Krieg überall – Was hat das mit Deutschland zu tun?

Syrien, Afghanistan, Irak, Libyen, Somalia, Kongo, Kosovo. In diesen Ländern wird oder wurde jahrelang Krieg geführt. Aus Syrien kommt der größte Teil der Geflüchteten. Seit 2011 herrscht in Syrien Krieg. Organisiert und befeuert wird dieser durch ausländische Regierungen und Geheimdienste. Saudi-Arabien, Kuwait und Katar unterstützen nachweislich Islamisten mit Waffen und Geld. Diese Golfstaaten zählen im Nahen Osten zu den wichtigsten militärischen und wirtschaftlichen Verbündeten westlicher Industrienationen wie z.B. Deutschland. Deutsche Rüstungskonzerne liefern für mehrere Milliarden Euro Panzer, chemische Stoffe und Kriegswaffen. Damit wird die eigene Bevölkerung unterdrückt und z.B. der Islamische Staat beliefert.

IS unterstützen, Macht sichern

Gemeinsame Pipline-Bauvorhaben zwischen Europa und den Golfstaaten sind seit 2011 in Planung. Diese Pipelines sollten eigentlich durch Syrien gehen. Die syrische Regierung weigerte sich und unterschrieb 2011 einen Vertrag mit Russland, der ein Pipeline-Bauvorhaben mit dem Verbündeten Iran durch Syrien und Irak vorsah. Deutschland und die westlichen Industrienationen haben ein Interesse daran die wirtschaftliche Macht Russlands zu schwächen und ihre eigene wirtschaftliche Macht durch diese Pipelines zu stärken. Deswegen ist der Krieg eine willkommene Destabilisierung der Region, um anschließend wirtschaftlich-politische Macht zu erhalten. Die Entstehung, die Interessen und auch der Vormarsch des IS waren den deutschen und US-Geheimdiensten lange bekannt. Sie ließen in zur Destabilisierung bestehen, wie schon in den Medien zugegeben wurde. Außerdem billigt die deutsche Regierung die Unterstützung des IS durch z.B. Saudi-Arabien, um die wichtigsten Öl-Lieferanten nicht zu verlieren. Eine ähnliche Rolle spielt auch der NATO-Partner Türkei, der den IS mit Waffen, Kämpfern und Geld unterstützt.

Geld für Bildung statt für Rüstung!

Seit Dezember 2015 zieht Deutschland mit Militär in den Syrien-Krieg: Ein Kriegsschiff und sechs Jagdbomber „Tornado“, die als Aufklärungsflugzeuge eingesetzt werden. Mit 1200 Soldaten ist das der derzeit größte Bundeswehr-Auslandseinsatz. Betrachten wir uns die oben genannten Herkunftsländer von Flüchtlingen wird schnell klar, dass Kriege eine große Fluchtursache sind. Die sogenannten Interventionen der Bundeswehr und anderer NATO-Staaten hinterlassen verwüstete Länder: Afghanistan, Irak, Libyen, Kosovo etc. und jetzt Syrien. Millionen müssen flüchten, werden ermordet und verletzt. Deutsche Waffen und Panzer destabilisieren weiterhin die Region. Einzig für den Profit aus Öl-, Gas- und Rüstungsgeschäften, allein für politische und wirtschaftliche Machtinteressen der Banken und Konzerne wird Krieg geführt. Anstatt mehrere Milliarden in Rüstung und Kriege zu investieren, könnte man sowohl Hunger und Armut bekämpfen, als auch Bildung für Alle finanzieren – egal ob für flüchtende, migrantische oder deutsche Jugendlichen.

Auch wir waren Ende Juli bei der Demo der LSV Hessen zur Abschaffung von Hausaufgaben.Nicht nur die Landesschülervertretung Hessen, sondern auch wir, fordern die Abschaffung von Hausaufgaben, weil:

  • Bildungschancen hängen stark vom Elternhaus ab:
    Studien haben ergeben, dass der Schulabschluss in Deutschland besonders stark, davon abhängt ob die Eltern studiert haben oder nicht. Ein Kind von Eltern, die nicht studiert haben, muss mehr leisten, um eine Empfehlung für das Gymnasium zu bekommen, als ein Kind von Studierten. Das hat unter anderem damit zu tun, wie gesprochen wird. Gehobene Sprache wird in der Schule gefordert, aber nicht dort gelernt, sondern vorausgesetzt. Durch Hausaufgaben wird die Bildungsungerechtigkeit verschärft. Denn wer sich Nachhilfe leisten kann, wer eine gute Lernumgebung (z.B. ein eigenes Zimmer) zu Hause hat und wo die Eltern nicht den ganzen Tag arbeiten müssen, sondern bei den Hausaufgaben helfen können, bei dem sieht es besser aus als bei anderen. Gerechter wäre es, wenn Hausaufgaben in den Schulalltag bei guter Lernumgebung und (auf Wunsch) Betreuung integriert wäre.
  • Leistungsdruck, Burn-Out und Suizid-Gedanken unter Jugendlichen nehmen zu:
    Viele SchülerInnen sitzen nach dem Schulunterricht viele Stunden an den Hausaufgaben. Trotz gesetzlich zugesichertem Recht auf Freizeit, ist für viele Schüler kein Platz mehr im Alltag für Hobbies, Freunde und Chillen. Dadurch wird auch politischem Engagement von SchülerInnen entgegenwirkt. Auf 60 SchülerInnen kommt laut Schätzungen einE SchülerIn mit Burn-Out. Folgendes hängt zwar nicht nur mit Schulstress zusammen, aber auch: Die Selbstmordrate unter Jugendlichen steigt.
  • Hausaufgaben sind nicht sinnvoll:
    In einem Schweizer Kanton wurde getestet, wie ein Schulalltag ohne Hausaufgaben funktioniert. Die SchülerInnen ohne Hausaufgaben, waren vom Lernstoff genauso weit wie die gleichaltrigen SchülerInnen mit Hausaufgaben, und hatten zudem noch eine viel positivere Einstellung zu Schule und waren motivierter.

 

Deswegen schließen wir uns folgenden Forderungen der Landesschülervertretung an:

  • Individuelle, betreute Lernstunden in den Schulalltag integriert statt Hausaufgaben!
  • Weniger Lernstoff in mehr Zeit!

Wir ,die SDAJ, wollen eine Schule in der gemeinsam gelernt wird und man dazu befähigt wird, die Welt zu erkennen, zu verändern und für seine Interessen zu lernen, statt nur für Prüfungen, Noten und Arbeitsmarkt.

Flüchtlinge an der Schule – Gemeinsam lernen! Gemeinsam Kämpfen!
Aktuell nimmt RaProfilbildssismus in Deutschland zu. Der Kreisschülerrat Kassel hat dazu ein Projekt entwickelt. Es geht darum, SchülerInnen auf die Situation der Flüchtlinge aufmerksam zu machen und ihnen eine Möglichkeit zu bieten, aktiv zu werden , indem sie mit Flüchtlingen ihre Freizeit verbringen. Dab ei sollen Vorurteile abgebaut werden und jugendliche Flüchtlinge bessere Möglichkeiten bekommen, sich zu integrieren.

Doch um Rassismus wirksam zu bekämpfen, ist es wichtig, gemeinsam für bessere Lebensbedingungen zu kämpfen. Denn dann zeigen wir, dass Flüchtlinge genauso wie wir Interesse an mehr LehrerInnen, kostenloser Bildung etc. haben und eben nicht wegen ihnen an unseren Schulen, Schwimmbädern, Jugendzentren und dem öffentlichen Nahverkehr gespart wird. Bei dem nächsten Schulstreik will der Kreisschülerrat mit seiner Forderung nach einer ausreichenden Lehrerversorgung, Flüchtlinge einbeziehen und zeigen: Für uns und die Geflüchteten ist die Lehrerversorgung scheiße und immer wieder wird dort gespart. Die Flüchtlinge sind nicht Schuld daran.

Deutschland ist eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt und hat genug Geld für die Versorgung der Geflüchteten und unsere Bildung. Dieses Geld wird aber nicht für uns ausgegeben. Für die Bundeswehr werden 2016 40 Milliarden Euro ausgegeben, für die Bildung hingegen in Hessen nur 5,2 Milliarden. Deutsche Unternehmen haben allein im Jahr 2014 109 Milliarden reine Gewinne gemacht. 10 Billionen € beträgt das Vermögen in Deutschland. 1% der Bevölkerung besitzt davon 3,5 Billionen €. Über diese Zahlen sollte man nachdenken, wenn an der Bildung gespart wird und Flüchtlinge angeblich daran schuld seien. Das Geld ist also da, wird nur nicht für uns ausgegeben.
Freya, 16 Jahre aus Kassel

Die Bundeswehr stören!
Auf einer Messe über Auslandsreisen nach dem Abi wollte die Bundeswehr sich als normaler Arbeitgeber präsentieren. Um zu verhindern, dass Lino in Baum zoomPropaganda für Kriege unkommentiert stattfindet haben sich SchülerInnen und Studierende zu dem Bündnis „Jugend gegen Krieg“ zusammengeschlossen. Mit Flyern und einem Transparent mit der Aufschrift „Geld für Bildung statt für Militär und Rüstung“ sowie einer Rede, die wir vor dem Stand der Bundeswehr gehalten haben, konnten wir den Anwesenden zeigen, dass Rüstung und Krieg nicht in unserem Interesse ist. Unser Transparent haben wir dann gut sichtbar in der Halle aufgehängt und der Veranstalter der Messe erlaubte uns, Flyer zu verteilen. Ihn hat unser Engagement so beeindruckt, dass nächstes Jahr die Bundeswehr nicht mehr eingeladen wird! Auch wenn die Bundeswehr viel Geld für Werbung hat, mit entschlossenen Engagement kann man die Kriegstreiber outen.
Karl, 17 Jahre aus Marburg

Aufklärung über Flüchtlinge
Wir haben an unserer Schule immer mehr Parolen gegen Flüchtlinge gehört. Die SchülerInnen in den unteren Klassen hatten Angst vor Flüchtlingen und wussten nichts über sie. Deswegen haben wir als SV uns überlegt, „Aufklärungsunterricht“ übeIMG_1943[1]r Flüchtlinge in den verschiedenen Klassen zu machen, um rechtem Gedankengut und Rassismus entgegenzuwirken. Dabei haben wir in unserer interaktiven Präsentation klar gemacht, warum Menschen überhaupt fliehen, wie gefährlich und beschwerlich diese Flucht ist, und wie schwierig es ist, in Deutschland überhaupt Asyl zu bekommen. Menschen, die vor Hunger, Armut und politischer Verfolgung fliehen, kriegen oft kein Asyl. Z.B. der Kosovo, sei angeblich ein sicheres Herkunftsland, wo aber Roma auf schlimmste Weise verfolgt und auch von staatlicher Seite diskriminiert werden. Als letztes haben wir noch die Gefahr von rechtem Gedankengut und Nazis aufgezeigt. Ein nächstes Projekt von uns wird vielleicht, dass wir gemeinsam mit jugendlichen Flüchtlingen und Schülern unserer Schule etwas unternehmen wollen und uns so kennen lernen.
Marie-Luise 16 Jahre aus Kassel

Weltweit sind 60 Millionen Menschen auf der Flucht vor Armut, Krieg und Terror. Hier angekommen, werden sie immer öfter mit Rassismus begrüßt. Doch was sagen Rechte gegen Flüchtlinge?

1. Alles Sozialschmarotzer?
Flüchtlinge kriegen nur den notwendigen Bedarf (Unterkunft, Nahrung, Kleidung etc.)  und ein Erwachsener zusätzlich 143€ monatlich für persönlichen Bedarf. Wer Arbeitslosengeld 1 bekommt hat mehr (beides ist zu wenig). Geflüchtete haben nur Anspruch auf medizinische Versorgung bei akuten Schmerzen und Erkrankungen, also keine umfassende medizinische Versorgung.  Die wahren Sozialschmarotzer sind Steuerflüchtlinge wie Ikea, die Steueroasen nutzen, um zu sparen. 2012 zahlte IKEA nur 48.000€ Steuern bei einem Gewinn von 2.572.436.000€.

2. Wir können keine weiteren Flüchtlinge mehr aufnehmen?
Es stehen 1,7 Millionen Wohnungen in Deutschland frei. Es gäbe genug Wohnraum für alle. Man muss ihn bezahlbar machen! Flüchtlinge müssen nicht menschenunwürdig in Turnhallen oder Zelten leben. Die Versorgung der Flüchtlinge kostet Deutschland 6 Milliarden im Jahr. Durch eine Millionärssteuer von 5% würde man mindestens 80 Milliarden jährlich einnehmen.

3. Flüchtlinge nehmen uns Arbeit weg und drücken unsere Löhne?
Die ersten drei Monate in Deutschland dürfen Flüchtlinge nicht arbeiten und danach muss bewiesen werden, dass der Job keinem anderen Europäer weggenommen wird. Flüchtlinge arbeiten meist in prekären Jobs (1€-Jobs oder befristet), weil ihre Abschlüsse aus dem Herkunftsland  nicht anerkannt werden und sie unzureichenden Zugang zu Bildung hier haben. Hier Lebende und Geflüchtete haben ein Interesse an guter Bildung, guten Arbeits- und Lebensbedingungen. Aber Konzerne haben ein Interesse an billigen Arbeitskräften (wofür Flüchtlinge genutzt werden). Der Staat begünstigt das durch gesetzliche Lücken z.B. beim Mindestlohn. Dadurch werden Geflüchtete und hier lebende gegeneinander ausgespielt.

Hendrik, 19 Jahre, Auszubildender und betroffen von der Tarifrunde sagt dazu: „Für uns, aus dem ersten Ausbildungsjahr, waren das die ersten Streik-Erfahrungen. Wir waren zu Beginn ziemlich motiviert, deswegen haben wir auch an beiden Warnstreiks geschlossen teilgenommen. Als dann das Ergebnis kam, waren alle ziemlich enttäuscht und sauer auf beide Verhandlungsseiten. Als sie dann erfahren haben, dass sie erst in 2 jahren wieder streiken dürfen, war die Enttäuschung noch größer. Alle waren sich einig, dass man so keine Kämpfe gewinnen kann. Für uns heißt das, dass wir uns in Zukunft für einen höheren Organisationsgrad in der Gewerkschaft und kämpferischerer Tarifpolitik einsetzen müssen. Denn „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.“ Der Konzern kann nichts ohne uns, wir müssen uns bloß unserer eigenen Stärke bewusst werden und gemeinsam geschlossen und entschlossen für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfen. “

Hier ein Artikel aus der UZ (Unsere Zeit) zum Thema:

Letztendlich nicht überraschend kam der Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen unmittelbar vor Pfingsten zustande. Nach der Einigung in Köln wird zügig die Übernahme des Ergebnisses in den anderen Tarifgebieten verhandelt. Diese Verhandlungstermine finden nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe der UZ bis zum 20. Mai statt. Es ist damit zu rechnen, dass dieser Pilotabschluss in den anderen Regionen übernommen wird, er gilt dann für ca. 3,8 Millionen Beschäftigte.

Das Ergebnis sieht eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro für die Monate April bis Juni 2016 vor. Ab 1. Juli werden die Entgelte in einer ersten Stufe um 2,8 Prozent erhöht. Die zweite Stufe folgt ab 1. April 2017 mit einer Erhöhung um 2 Prozent. Für die Einmalzahlung und die zweite Stufe der Entgelterhöhung wurde eine Differenzierungsklausel vereinbart, die es den Tarifvertragsparteien erlaubt, für verbandsgebundene Betriebe in wirtschaftlichen Schwierigkeiten eine Verschiebung der Entgelterhöhung vorzunehmen. Die Laufzeit beträgt insgesamt 21 Monate.

Die IG Metall war mit der Forderung nach Erhöhung der Entgelte um 5 Prozent in die Tarifverhandlung gestartet. Mit offensichtlichen Provokationen hatten daraufhin die „Arbeitgeber“ reagiert und Erhöhungen von 0,9 Prozent plus 0,3 Prozent Einmalzahlung angeboten. Insgesamt 760 000 Metallerinnen und Metaller beteiligten sich an den Warnstreikaktionen der vergangenen Tage, um die Ziele der IG Metall zu unterstützen.

„Das ist ein Abschluss mit Pilotcharakter. Die Beschäftigten bekommen eine deutliche Erhöhung ihrer Realeinkommen und damit einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg“, sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, am vergangenen Freitag in Köln.

Offen bleibt, ob die Inflation diese Lohnerhöhung nicht vollständig neu-tralisiert. Die Diskussion in den Betrieben über das Ergebnis wird zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe erst beginnen, und mit durchaus unterschiedlichen Bewertungen ist zu rechnen.

Sowohl bei den Beschäftigten als auch in vielen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie waren die Ausgangssituationen für diese Tarifrunde recht unterschiedlich. Während sich Reedereien an der Küste aktuell über Großaufträge freuen konnten, bestimmen Absatzeinbrüche die Auftragslage in der Automobil- und ihrer Zuliefererindustrie. Das beeinflusst das Kräfteverhältnis. Die Schere bei den Einkommen der Kolleginnen und Kollegen geht seit Jahren auseinander, das führt zu einer unterschiedlichen Streikbereitschaft und zu unterschiedlichen Forderungen.

Die Streikbereitschaft der Kolleginnen war ein wesentliches Moment in diesem Tarifkampf. Zur Erinnerung: 750 000 KollegInnen beteiligten sich 2013 an Warnstreiks der IG Metall (der Abschluss galt damals für zwei Jahre), 870 000 bei der dann folgenden Runde im Jahr 2015. In den aktuellen Stellungnahmen betonten die Bezirksleiter der IG Metall diese Mobilisierungsfähigkeit. „Das Ergebnis in Nordrhein-Westfalen war nur durch die kraftvollen Warnstreiks möglich. Allein im Bezirk Küste beteiligten sich daran mehr als 57 000 Metaller und Metallerinnen“, sagte zum Beispiel Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste.

Bei dieser AusbildunBundeswehrstöraktiongsmesse in Vellmar-Frömmershausen war auch die Bundeswehr, um zu Werben fürs Sterben. Wir, die SDAJ Kassel, haben gemeinsam mit dem Schüler-gegen-Krieg-Treffen,  Solid, der SAV und dem Friedensforum gegen das Werben der Bundeswehr protestiert. Am Eingang der Mehrzweckhalle ließ der Veranstalter unserere Flyer, die die SchülerInnen vor der Halle von uns bekommen haben (was rechtlich nicht in Ordnung ist, weil es ihr Eigentum ist.) In Stichproben wurden Taschen auf verdächtiges Infomaterial kontrolliert.Davon ließen wir uns nicht einschüchtern und zeigten unseren Protest mit einem Die-In. Mit der Parole „Hoch mit der Bildung! Runter mit der Rüstung!“ warfen wir uns mit blutigen T-Shirts auf den  Boden vor dem Bundeswehrstand. Die Gegenmaßnahmen des Veranstalters und der Bundeswehr ließen nicht auf sich warten. Security und Bundeswehrpersonal filmten uns und es gab unter Androhung einer Festnahme ein striktes Hausverbot.

Diese Repressionsmaßnahmen sind nicht verhältnismäßig und das Wegnehmen der Flyer ist rechtswidrig. Die Bundeswehr gehört von der Messe geschmissen, nicht wir, wenn wir Schüler über den Arbeitgeber Bundeswehr aufklären wollen und ihnen Fakten näher bringen, die die Jugendoffiziere der Bundeswehr verschweigen.Dann ging es zum Stand des Friedensforums wo wir noch viele Gespräche mit SchülerInnen führen konnten, die auch durch unsere Aktion auf die Problematik von der Bundeswehr als Arbeitgeber und ihrer großflächigen Werbung aufmerksam wurden.

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Bundeswehr – Kein normaler Arbeitgeber!

75% der SoldatInnen würden ihren Beruf nicht weiterempfehlen. Wenn man dort z.B. eine Ausbildung als Koch oder KFZ-Mechatroniker macht, dann lernt man dort nur, was die Bundeswehr braucht (Feldküche etc.).  Bei der Bundeswehr kann man jederzeit gegen seinen Willen in einen Auslandseinsatz geschickt werden. Möchte man kündigen,  kann man mit einem gerichtlichen Prozess rechnen. Jede zweite Soldatin hat sexuelle Belästigung erfahren. Außerdem hat man kein Recht auf freie Meinungsäußerung. Man muss Befehlen immer folgen, man darf einem Vorgesetzten nicht widersprechen (sie dürfen einen sogar bestrafen) und man kann gezwungen werden, gegen seinen Willen Menschen (auch ZivilistInnen) Leid anzutun und sie zu töten. Viele der SoldatInnen kommen traumatisiert (30% aller SoldatInnen hat schon Leichen gesehen), verletzt oder gar nicht aus Auslandseinsätzen wieder. Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber.

Wir fordern:

– Bundeswehr raus aus Schulen, Unis und Berufsmessen!

–  Ausreichend gut bezahlte Ausbildungsplätze mit guten Arbeitsbedingungen in Bereichen, die gesellschaftlich sinnvoll sind!

Bundeswehrwerbung – Nicht in unserem Interesse!

Bundeswehrwerbung ist nicht in unserem Interesse.  Bei Besuchen von Jugendoffizieren im Klassenzimmer wird das Thema einseitig dargestellt und häufig keine Gegenposition zugelassen. Ebenso das Strategiespiel „Politik und Innere Sicherheit“ der Bundeswehr, wo erkannt werden soll, dass Krieg notwendig ist, aber nicht über Kriegsursachen oder die Verhinderung von Krieg gesprochen wird. Geld, welches für Rüstung ausgegeben wird, könnte für marode Schulen, bezahlbaren Nahverkehr und Kultur genutzt werden. Auch ist es nicht in unserem Interesse zum tödlichen Arbeitgeber Bundeswehr zu gehen.

Krieg – Für die Menschlichkeit?

In Syrien herrscht Krieg. Es war eine gemeinsame Erdöl-Pipline zwischen Europa und den Golfstaaten (u.a. Saudi-Arabien) durch Syrien geplant. Aber die syrische Regierung wollte ein Pipeline-Projekt mit Russland. Deutschland will seine wirtschaftlichen Interessen durch die Pipelines sichern. Da kommt der Krieg in Syrien gerade Recht, um mehr Macht auf das Land auszuüben. Entstehung und Vormarsch des IS waren deutschen Geheimdiensten lange bekannt, doch sie taten vorerst nichts und tolerierten sogar, dass Saudi-Arabien (wichtiger Öl-Lieferant für Deutschland) Waffen aus Deutschland an den IS liefert und die Türkei den IS mit Waffen und Geld unterstützen. In Syrien ist mit einem Kriegsschiff, 6 Jagdbombern und  1200 SoldatInnen der aktuell größte Bundeswehreinsatz. Die sogenannten Interventionen der Bundeswehr hinterlassen verwüstete Länder. Millionen müssen flüchten, werden ermordet und verletzt. Deutsche Waffen und Panzer destabilisieren weiterhin die Region. Einzig für den Profit aus Öl-, Gas- und Rüstungsgeschäften, allein für politische und wirtschaftliche Machtinteressen deutscher Konzerne wird Krieg geführt. Während Syrien als böser Staat bekämpft wird, wird mit Saudi-Arabien, wo Frauenrechte und Religionsfreiheit schlechter und die Unterdrückung noch krasser ist, zusammengearbeitet, alles aus wirtschaftlichen Interessen. Bundeswehreinsätze bringen den Menschen nichts. Anstatt mehrere Milliarden in Rüstung und Kriege zu investieren, könnte man sowohl Hunger und Armut bekämpfen, als auch Bildung für alle finanzieren, egal ob für flüchtende oder schon hier lebende Jugendliche.

SDAJ SAV Linksjugend solid #SchülerInnenwasstarten-Gruppe

 

Habt ihr Bock mit uns über Krieg und die Bundeswehr zu diskutieren? Wie man gute SV-Arbeit macht oder Flüchtlingen helfen kann?

 

Dann schreibt uns unter: schueler-gegen-krieg@web.de